Erstellt von Paulina Soszynska
vor mehr als 6 Jahre
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Frage | Antworten |
Psychologische Diagnostik | - Teildisziplin der Psychologie - Dient der Beantwortung von Fragestellungen (Beschreibung, Klassifikation, Erklärung oder Vorhersage menschlichen Verhaltens) - Die erhobenen Informationen werden für die Beantwortung der Fragestellung interpretiert |
Zweck Psychologischer Diagnostik | - Selektion & Modifikation - Selektion: von Personen oder Bedingungen - Modifikation: von Verhalten oder Bedingungen |
Itemformate | 1. Freie Antworten 2. Eingeschränkte freie Antworten 3. Zuordnungsaufgaben 4. Multiple Choice Aufgaben & Forced Choice Aufgaben 5. Beurteilungsaufgabe 6. Aufgaben mit dichtononem Antworten |
1. Freie Antworten | + geeignet für komplexes Denken und originelle Lösungen - aufwendige Auswertung - Auswertungsobjektivität nicht gegeben - abhängig von mündl. und schriftl. Ausdrucksfährigkeit |
2. Eingeschränkt freie Antworten | + verfügbares Wissen abgefragt - Auswertung meist aufwendig -Auswertungsobjektivität evtl. eingeschränkt - hängt von mündl. oder schriftl. Ausdrucksfähigkeit ab |
3. Zuordnungsaufgaben | + Erfassung und Abfrage von Wissen + Objektivität & ökonomisch (Schablone oder Auswertungsprogramm) |
4. Multiple Choice / Forced Choice | + Objektiv und ökonomisch (Schablone, Auswertungsprogramm) + Erfasst bei Leistungstests nur das Wiedererkennen - Ratewahrscheinlichkeit (kann durch Mehrfachwahl reduziert werden) |
5. Beurteilungsaufgaben | + Objektiv und ökonomisch (Schablone, Auswertungsprogramm) + Liefert differenziertere Antwortmöglichkeiten als dichtonome Antwortskalen |
6. Dichtonome Antworten | + Objektivität & ökonomisch (Schablone oder Auswertungsprogramm) - Entscheidung wird oft erzwungen |
Question Text | Answer Text |
Psychometrische Güte | 1. Objektivität 2. Reliabilität 3. Validität 4. Normierung |
2. Reliabilität | Wie genau oder zuverlässig ist das Messergebnis? - Wie stark verändert sich das Messergebnis bei Testwiederholung? - Genauigkeit, mit der ein Test ein Merkmal erfasst |
3. Validität | Wie gut gelingt es das Merkmal zu messen, das im Test gemessen werden soll? - Übereinstimmung von Testergebnissen und dem, was der Test messen soll |
4. Normierung | Wie gut lässt sich das Testergebnis mit den Ergebnissen anderer Menschen vergleichen? - Bezugsnorm, um individuelle Ergebnisse im Vergleich zu einer repräsentativen Stichprobe einzuordnen - muss hinreichend gross, repräsentativ und aktuell sein |
Diagnostischer Prozess | - Abfolge von Massnahmen zur Gewinnung diagnostisch relevanter Informationen |
Psychologisch diagnostisches Gutachten | - ist ein Bericht über die Beantwortung von konkreten Fragestellungen mithilfe wissenschaftlich anerkannter Methoden - Herleitung psychologischer Fragen - Auswahl und Anwendung von Erhebungsmethoden - Interpretation von Ergebnisse - Beantwortung der Fragestellung |
Diagnostische Verfahren | - Leistungstests - Messung von Persönlichkeit - Projektiven Verfahren - Verhaltensbeobachtung und -beurteilung - Diagnostisches Interview |
Leistungstests | - Intelligenztests - Entwicklungstests - Schultests - Spezielle Fähigkeitstests - Aufmerksamkeits- und Konzentrationstests |
Leistungstest: Intelligenztests | - gute Vorhersagen - zeitstabile Kennwerte Korrelation mit Schul,- Ausbildungs- und Berufserfolg liegt über .50 |
Leistungstest: Intelligenztests Messintention | - allgemeine Intelligenz vs. Intelligenzkomponente - Globalmass vs. Intelligenzstruktur - Intelligenz sprach- und kulturfrei vs. bildungsabhängig zu messe |
Leistungstest: Intelligenztests Durchführungsbedingungen | - Einzel- oder Gruppentestung - Speed- oder Powertest - Paper-Pencil vs. Computertest - Dauer der Testdurchführung |
Leistungstest: Intelligenztests Zielgruppe | - bestimme Altersgruppe - bestimmter Intelligenzbereich - Gesamtbevölkerung vs. Personengruppen |
Leistungstests: Entwicklungstests | - stellen fest, ob sich ein Kind allgemein oder innerhalb eines speziellen Bereiches altersgemäss entwickelt hat |
Computerbasierte Tests | - Durchführung standardisiert - Entlastung für Testleiter - Auswertung standardisiert - Auswertung ökonomisch - Ergebnisse sofort verfügbar - bei Bedarf Einzelszenarien exakt erfassbar - Adaptives Testen möglich - komplexe Problemlöseszenarien |
Leistungstests: Schultests | - dienen dazu, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erfassen, die Voraussetzung schulischer Leistung oder des Leistungsstands sind |
Leistungstest: Schuleingangstests | - prüfen, ob ein schulpflichtiges Kind den Anforderungen der Schule gewachsen ist - Herausforderung liegt darin, dass Verhalten vorausgesagt wird, dass Kind noch nicht vorliegt (schreiben, rechnen etc) |
Leistungstest: Schuleingangstests Aufgabentypen | - Nachmalen von Formen - Mann-Zeichnungen - abstrakte Figuren wiederholt zeichnen - Malen und Legen vorgegebener Mengen - identische Figuren aus ähnlichen heraussuchen - markieren von Bildern nach Sprachverständnis |
Leistungstest: Schultests | - Lehrkräfte beurteilen die Leistung im Vergleich innerhalb der Schulklasse - Hinweise aus evtl. Lernprobleme und Teilleistungsschwächen (Legasthenie, Dyskalkulie, Rechenschwäche) - überregionales Bezugssystem - evtl nicht vergleichbar für CH & A |
Messung von Persönlichkeit Big Five | 1. Neurotizismus 2. Extraversion 3. Verträglichkeit 4. Offenheit für Erfahrung 5. Gewissenhaftigkeit |
Messung von Persönlichkeit Verfahren | Persönlichkeitsfragebogen - anfällig für Selbsttäuschung + viele Persönlichkeitsmerkmale erfassbar + Normen Vergleich + nicht beobachtbares kann erfasst werden |
Messung von Persönlichkeit Verfahren | Diagnostisches Interview - anfällig für Selbsttäuschung + alle Persönlichkeitsmerkmale erfassbar + nicht beobachtbares kann erfasst werden + mangelnde Selbsteinsicht kann erfasst werden |
Messung von Persönlichkeit Verfahren | Verhaltensbeobachtung und -beurteilung - für wenige Merkmale standardisiert - hoher Konstruktionsaufwand + auf alle Persönlichkeitsmerkmale anwendbar |
Messung von Persönlichkeit Verfahren | Objektive Persönlichkeitstest - geringe Validität - wenige verfügbare Tests + unabhängig von Selbsteinsicht + Vergleich mit anderen möglich |
Messung von Persönlichkeit Verfahren | Projektive Verfahren - Validitätsprobleme - für wenige Merkmale verfügbar + unabhängig von Selbsteinsicht + teilweise Normenvergleich |
nichtsprachliche vs. objektive Persönlichkeitstests | - Bilder anstatt Worte, Proband gibt an, ob er sich so verhalten würde ______________ - wirkt wie Leistungstest - kleiner Verhaltensspielraum, dadurch standartisiert |
Durchführung Ethisch verantwortliches Vorgehen | - Fachkompetenz - TL trägt Verantwortung für Anwendung - sichere Verwahrung des Testmaterials - Testergebnisse vertraulich behandeln - Freiwilligkeit der Teilnahme - informierte Einwilligung der VP einholen |
Durchführung Auswahl der Verfahren | - technisch einwandfrei und angemessen? - geeignet zur Beantwortung der Fragestellung? - für die zu untersuchende Person angemessen? (Alter, Geschlecht, Bildung, Behinderung, Übungseffekt etc) |
Durchführung Gestaltung | - zu Hause / Untersuchungsraum - Gruppen- / Einzeltestung - Paper Pencil / Computer - kurze / lange Testsession |
Durchführung | - zu Beginn über wichtige Aspekte der Untersuchungs aufklären (Wozu, wer, weclhe Art. wie lange etc.) - gute Arbeitsbedingungen - Standardisierung |
Auswertung | - manuell vs. computerisiert |
Mitteilung von Testergebnissen | - Nennung des Merkmals - Ausprägung des Merkmals einordnen - Referenzgruppe - Konfidenzintervall |
Messung von Veränderung | - Änderungssensitive Verfahren nutzen - Übungseffekt bedenken - Eventuelle Veränderungen der Teilnehmenden beachten |
Arten diagnostischer Entscheidungen | 1. Nutzen der Entscheidung geht zugunsten - Institution - Individuum |
Arten diagnostischer Entscheidungen | 2. Annahmequote - festgelegt - variabel |
Arten diagnostischer Entscheidungen | 3. Behandlungen - singulär - multibel |
Arten diagnostischer Entscheidungen | 4. Möglichkeiten von Ablehnungen - ja - nein |
Arten diagnostischer Entscheidungen | 5. Informationsdimensionen - univariat - multivariat |
Arten diagnostischer Entscheidungen | 6. Entscheidungen - terminal - investigatorisch |
Kompensatorische und konjunktive Entscheidungsstrategien | - Kompensatorische Strategie (Ausgleich) - Oder Strategie (und/oder) - Konjunktive Strategie (sowohl als auch) |
Einstufige vs. mehrstufige Entscheidungsstrategien | - Nichtsequentielle Batterie: mehrere Test & Entscheidung anhand Gesamtergebnis - Einzelteststrategie: Ein einziges diagnostisches Verfahren führt zur Entscheidung |
Einstufige vs. mehrstufige Entscheidungsstrategien | - Vorauswahl Strategie: erster Test entscheidet, wer für weitere Untersuchungen ausgeschlossen ist - Vorentscheidung Strategie: nach erstem Test werden Probanden final übernommen, weitere machen Folgetests |
Entscheidungsfehler | 1. Sensitivität: wie wahrscheinlich positiver Zustand erkannt wird 2. Spezifität: wie wahrscheinlich negativer Zustand erkannt wird 3. Fehler erster Art: falsche Positive 4. falsche Negative |
Organisationsdiagnostik | - psychologische Aspekte des Erlebens und Verhaltens von Mitgliedern in Organisationen - Regelhaftigkeit, Interaktionen |
Berufseignungsdiagnostik | - bezieht sich auf Individuum - Analyse von Arbeitsplatz und Berufsfeld notwendig - bei Eintritt in Ausbildung, Beruf oder währenddessen |
Gründe für Berufseignungsdiagnostik | - Berufsfeldentscheidung - Bewerberauswahl - Wiedereingliederungsentscheidung - Karriereentscheidungen |
Verfahren für Berufseignungsdiagnostik | 1. Simulationsorientierte Verfahren 2. Biografieorientierte Verfahren 3. Eigenschaftsorientierte Verfahren |
Wahl der Berufseignungstests | - herausragende Bedeutung kognitiver Leistungstest - strukturierte Interviews als valides Verfahren für Vorhersage von Berufserfolg - Persönlichkeits- und Interessenstests als sinnvolle Ergänzung zu kognitiven Leistungstests |
Diagnostik in der Pädagogischen Psychologie | - Schullaufbahnberatung - Schulschwierigkeiten - Hochbegabtendieagnostik |
Zweck der päd. psych. Diagnostik | - Optimierung der Passung zwischen Lernvoraussetzung und schulischen Anforderungen - Vermeidung frustrierter Erfahrungen durch schulische Über- oder Unterforderung |
Schuleingangsdiagnostik Konsequenzen | - Cut Off Wert: wahre Negative vs. falsche Negative - Schulreife als mehrdimensionales Konstrukt (mehrere Tests notwendig) - förderliche Massnahmen für Zurückgestellte nötig |
Schuleingangsdiagnostik 3 Merkmalsbereiche | 1. Phonologische Bewusstheit 2. Mengen- und zahlenbezogenes Vorwissen 3. Bereichsübergreifende Fähigkeiten (z.B. Selbstdisziplin) |
Sonderschulbedüftigkeits Diagnostik | - Bildungs-, Entwicklungs-, und Lernmöglichkeiten so beeinträchtigt, dass sie ohne sonderpädagogische Unterstützung nicht hinreichend gefördert werden können - unabhängig von Beurteilung über Noten der Lehrer |
Diagnostik beim Übertritt in den tertiären Bereich | Was soll vorhergesagt werden? - Studienleistung (Noten) - Studiendauer - Studienabbruch - Studienzufriedenheit - Berufserfolg |
Diagnostik bei Lernschwierigkeiten | - Personenmerkmale als mögliche Ursachen (Intelligenz, Lernstrategien, Angst, Motivation...) - Situationsmerkmale (Klassenklima, Unterrichtsqualität, Art der Leistungsbeurteilung..) - teilweise pathologisiert |
Diagnostik bei Teilleistungsstörungen | - Lese- und Rechtschreibstörung (Legasthenie) - Isolierte Rechtschreibstörung - Rechenstörung (Dyskalkulie) |
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