Erstellt von milo.julia
vor mehr als 8 Jahre
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Frage | Antworten |
Was sind Produktionsfaktoren? | sind elementare und knappe Güter, die bei der Güterproduktion (kombiniert) eingesetzt werden und einen Mehrwert schaffen. |
Produktionsfaktor Boden dient als... | * Standort für Betriebe, Wohn- und Verkehrsflächen * Rohstoff- und Energielieferant * Anbaufläche für Land- und Forstwirtschaft |
Produktionsfaktor Arbeit | * körperliche und geistige Arbeit * ausführende und leitende (dispositive) Arbeit |
Produktionsfaktor Kapital | *Realkapital, es umfasst alle produzierten Produktionsmittel * Geldkapital, sind finanzielle Mittel für Investitionen |
Produktionsfaktor Bildung | *technisches, wirtschaftliches und rechtliches Wissen * technische Fähigkeiten und Fertigkeiten * Motivation, Innovationsbereitschaft und Innovationsfähigkeit |
Kapitalbindungsprozess erfolgt durch: | *Konsumverzicht, d.h. Sparen * Kreditvergabe an Unternehmen * betriebliche Investitionen, d.h. Umwandlung von Geldkapital in Sachkapital |
Bestimmungsgründe für Qualität und Ergiebigkeit der Arbeit | sind abhängig von: *der Bevölkerungszahl und der Altersstruktur der Bevölkerung *dem Bildungs- und Wissensstand *dem Arbeitswillen *der technischen Entwicklung und Ausstattung *den klimatischen Gegebenheiten |
Elementarfaktoren | *ausführende Arbeit *Betriebsmittel *Werkstoffe |
Dispositiver Faktor | Unternehmensleitung |
Was ist ausführende Arbeit? | Ist die Tätigkeit eines Arbeitnehmers nach vorgegebenen Anweisungen. |
Betriebsmittel | *Werkzeuge: sie dienen der Unterstützung der menschlichen Arbeitskraft *Maschinen: sie können die menschliche Arbeitskraft unterstützen, aber auch teilweise oder ganz ersetzen *Fuhrpark: Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Gebäude |
Was sind Werkstoffe? | darunter versteht man alle Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die als Ausgangs- und Grundstoffe für die Erstellung neuer Produkte dienen |
Rohstoffe sind... | ...Hauptbestandteile der Fertigungserzeugnisse, z.B. Holz oder Kunststoff bei der Möbelproduktion |
Hilfsstoffe sind... | ... Nebenbestandteile der Fertigungserzeugnisse. Eine Erfassung pro Stück ist nicht erforderlich, da sie wert- und mengenmäßig unbedeutend sind, z.B. Leim in der Möbelproduktion |
Betriebsstoffe... | ... gehen nicht in das Produkt ein, sie werden bei der Produktion verbraucht, z.B. Energie |
Aufgaben dispositver Faktor | Hauptaufgabe: Kombination der Elementarfaktoren nach dem ökonomischen Prinzip * Festlegung der Betriebspolitik als oberstes Ziel *Treffen von Entscheidungen *Planung von Beschaffung, Produktion, Absatz, Investition und Finanzierung *Aufbau und Organisation des Betriebs *Kontrolle des betrieblichen Geschehens |
Was ist Substitution der Produktionsfaktoren? | Wenn man Produktionsfaktoren durch andere Produktionsfaktoren ersetzen kann, spricht man von Substitution. Oftmals werden diese dann durch Preisgünstigere ersetzt, wie zum Beispiel:: Arbeiter - Maschine Wachpersonal - Alarmsystem |
unter Produktivität versteht man... | ... das Verhältnis von Leistung (Umsatz, Absatz) zu Faktoreinsatz (z.B. Zahl der Mitarbeiter, geleistete Arbeitsstunden, eingesetztes Kapital, m² Geschäftsfläche) |
Formel zur Berechnung der Produktivität | Produktivität= Leistung (in €, Stück, etc.) -------------------------------------- Faktoreinsatz (z.B. Beschöftigenzahl) |
Bei der Wirtschaftlichkeit wird... | ....die erbrachte Leistung (Umsatz) zum Aufwand bzw. den Kosten (Personalkosten, Handlungskosten) in Beziehung gesetzt, um zu erkennen, in welchem Umfang das ökonomische Prinzip verwirklicht wurde. |
Formel zu Berechnung der Wirtschaftlichkeit | Wirtschaftlichkeit= Leistung (in €) ----------------------------- Aufwand (in €) |
Dienstleistungsbetriebe | In Dienstleistungsbetrieben werden Dienstleistungen (Güter immaterieller Art) erbracht. Diese werden unterschieden in: Verkehrsbetriebe, Bankbetriebe, Versicherungsbetriebe, Handelsbetriebe, Wirtschaftsbetriebe und sonstige Dienstleistungsbetriebe |
Beispiele Verkehrsbetriebe | - Deutsche Bahn AG - Deutsche Post AG - Speditionen |
Beispiele Bankbetriebe | -Banken -Sparkassen |
Beispiele Versicherungsbetriebe | -Sachversicherung -Personenversicherung |
Beispiele Handelsbetriebe | -Einzelhandelsbetriebe -Großhandelsbetriebe |
Beispiele Wirtschaftsbetriebe | der Verwaltung... -Müllabfuhr -Stadtwerke -Museum -Theater |
Beispiele sonstige Dienstleistungsbetriebe | -Steuerberater -Architekten |
Sachleistungsbetriebe | In Sachleistungsbetrieben werden Sachgüter (z.B Produktions. und Konsumgüter) hergestellt. Man unterscheidet: Gewinnungsbetriebe und Erzeugungsbetriebe |
Gewinnungsbetriebe | (Betriebe der Urerzeugung, primärer Wirtschaftsbereich) zum Beispiel: -Bergungsbetriebe - landwirtschaftliche Betriebe -Fischereibetriebe -Kraftwerksbetriebe |
Erzeugungsbetriebe | (Betriebe der Weiterverarbeitung, sekundärer Wirtschaftsbereich) zum Beispiel: -Industriebetriebe - Grundstoffindustrie -Produktionsgüterindustrie -Konsumgüterindustrie -Handwerksbetriebe |
Standortbedeutung für Betriebe | Unter dem Standort versteht man den Platz der gewerblichen Niederlassung eines Betriebes. Die Entscheidung für einen bestimmten Standort ist abhängig von den Standortfaktoren, welche die Kosten für die Produktionsfaktoren und die Erträge für die betrieblichen Leistungen bestimmen. |
Der Optimale Standort | ... liegt dort, wo mit einer gegebenen Ausstattung mit Betriebsmittel ein maximaler Gewinn erzielt wird. |
Standortfaktoren sind... | -Absatz - Beschaffung -Verkehrslage -Arbeitskräfte -Bodenpreise -Steuern und öffentliche Abgaben -Subventionen |
Standortfaktor Absatz | der Standort wird in die Nähe der Abnehmer gelegt, um schnell und kostengünstig liefern zu können. |
Standortfaktor Beschaffung | ... der Standort orientiert sich an der räumlichen Nähe zu den Lieferern (gilt insbesondere für den Aufkaufgroßhandel) |
Standortfaktor Verkehrslage | ... der Standort wird in verkehrstechnisch gut erschlossene Gebiete (gut ausgebautes Straßennetz) gelegt. |
Standortfaktor Arbeitskräfte | ... der Standort richtet sich nach Lohnniveau und vorhandenen Arbeitskräften. |
Standortfaktor Bodenpreise | ... der Standort ist abhängig von den Grundstückspreisen (bzw. der Höhe der Mieten für Betriebsräume). |
Standortfaktor Steuern und öffentliche Abgaben | ... bei sonst gleichen Standortfaktoren sind Orte mir niedrigen Steuern & Abgaben für die Standortwahl ausschlaggebend ( gilt insbesondere für Städte und Gemeinden mit niedriger Grund- und Gewerbesteuer). |
Standortfaktor Subventionen | ... die Standortwahl orientiert sich auch an direkten und indirekten Zuschüssen, die für eine Betriebsansiedlung gewährt werden. |
Aufgaben des Industriebetriebes | -Gewinnung von Rohstoffen -Herstellung von Produktions- und Konsumgütern Die betrieblichen (einzelwirtschaftlichen) Grundfunktionen des Industriebetriebes sind Beschaffung, Produktion, Lagerung , Finanzierung und Absatz |
Fertigungsarten | 1. entsprechend dem Einsatz an körperlicher Arbeit: - manuelle, mechanisierte und automatisierte Fertigung 2 entsprechend der räumlich-organisatorischen Anordnung der Produktionsmittel: - Werkstattfertigung, Gruppenfertigung, Reihenfertigung, Fließfertigung 3. entsprechend der Menge der hergestellten Erzeugnisse: -Einzelfertigung, Serienfertigung, Massenfertigung |
manuelle Fertigung | Bei der manuellen Fertigung wird die auszuführende Arbeit vorwiegend von der Hand erledigt |
mechanisierte Fertigung | dabei wird die menschliche Arbeit teilweise durch Maschinen und maschinelle Einrichtungen ersetzt |
automatisierte Fertigung | dabei erfolgt die Fertigung durch mehrere hintereinander geschaltete, selbstständig arbeitende Maschinen. Der Mensch übt lediglich die überwachende Funktion aus |
Werkstattfertigung | Bei der Werkstattfertigung sind Betriebsmittel mit gleichartigen Funktionen in einer Werkstatt zusammengefasst (z. B. Dreherei, Fräserei). Sie ist besonders geeignet für Einzel- und Kleinfertigungen. Die Fertigung erfolgt nach dem Verrichtungsprinzip, d.h. die Werkstücke müssen von einer Werkstatt zur anderen transportiert werden. |
Vorteile Werkstattfertigung | -einfache Umstellung der Herstellung auf andere Erzeugnisse -Einsatz von Universalmaschinen (vielseitige Verwendbarkeit -Einsatz von Facharbeitern -relativ geringe Fixkosten |
Nachteile Werkstattfertigung | -lange Transportwege -lange Wartezeiten -hohe Lohn- und Lagerkosten -intensive Arbeitsvorbereitung -nicht geeignet für Groß-, Serien- und Massenfertigung |
Gruppenfertigung | bedeutet, wenn verschiedenartige, zur Herstellung eines Teilerzeugnisses notwendige Maschinen im gleichen Raum zusammengefasst werden, sodass der Transport des Erzeugnisses von einer Werkstatt zur anderen entfällt. Innerhalb jeder Gruppe sind die Maschinen entsprechend der Reihenfolge des Arbeitsablaufes angeordnet. (Die Gruppenfertigung ist eine Kombi aus Werkstatt- und Reihenfertigung) |
Reihenfertigung | dabei werden die Maschinen in der Reihenfolge der Arbeitsverrichtung hintereinander angeordnet. Es entstehen die Fertigungsstraßen, wie sie beim Maschinenbau häufig anzutreffen sind. Die Arbeitsvorgänge sind zeitlich nur begrenzt aufeinander abgestimmt, das Arbeitnehmer kann in gewissen Grenzen das Arbeitstempo selbst bestimmen. |
Vorteile der Reihenfertigung | kurze Transportwege und geringe Verlustzeiten im Arbeitsablauf |
Fließfertigung | stellt eine Verfeinerung der Reihenfertigung dar, indem die Anordnung der Betriebsmittel und der Arbeitsplätze auch in zeitlicher Hinsicht aufeinander abgestimmt sind. Die zu bearbeitenden Stücke werden pausenlos und ohne zeitliche Unterbrechung durch ein Fließband von einem zum anderen transportiert. Der Arbeiter hat keinen Einfluss auf Geschwindigkeit & Rhythmus. Im Gegensatz zur Werkstattfertigung führt der (oft nur angelernte) Mitarbeiter nur ständig wiederholende Handgriffe aus =Automation Angewendet bei: Großserien- und Massenfertigung |
Vorteile Fießfertigung | -kurze Transportwege -keine Wartezeiten -keine Zwischenlager -Übersichtlicher Fertigungsablauf -Einsatz ungelernter Arbeitskräfte |
Nachteile für Arbeitnehmer bei der Fließfertigung | -Einschränkung bei der Arbeit durch monotone, sich stets wiederholende Handgriffe -Gesundheitsschädigend - geistige Verarmung -Bedürfnis des Menschen nach selbstständiger Arbeit verkümmert -Kreativität und Erfolgserlebnisse werden systematisch abgebaut |
Nachteile für den Arbeitgeber durch die Fließfertigung | -hohe Anlageninvestition (hoher Fixkostenanteil) -geringe Anpassungsmöglichkeiten an der Marktveränderung -hohe Anfälligkeit gegenüber Störungen (Maschinenschäden) |
Einzelfertigung | dabei stellt der Betrieb Erzeugnisse her, die sich jeweils voneinander unterscheiden (z..B. Schiffbau). Hierbei handelt es sich fast ausschließlich um Auftragsfertigung, d.h. die Fertigung wird aufgrund eines Kundenauftrages durchgeführt. |
Serienfertigung | liegt vor, wenn in begrenzten Stückzahlen (Serien) Erzeugnisse hergestellt werden, deren Fertigung mehr (oder weniger) ähnlich verläuft (z..B. Automobilindustrie). In der Regel erfordert die Umstellung von einer Serie (Auflage) auf eine andere umfangreiche Umrüstungen. |
Massenfertigung | liegt vor wenn stets das gleiche Produkt in sehr großen mengen über längere zeit hinaus produziert wird. Wie zum Beispiel die Herstellung von Zündhölzern. Die Vorteile der Massenfertigung entsprechen denen der Fließbandfertigung und liegen aufgrund der hohen Produktionszahlen vor allem in der Fixkostendegression (die fixen Kosten pro Stück sinken mit steigender Ausbringung) =meist Vorratsfertigung |
Handelsbetrieb | ist das Bindeglied zwischen Herstellern und Verwendern. In erster Linie übernimmt der Handelsbetrieb die Verteilung von Gütern (Distribution). |
Handelsfunktion Sortimentsbildung | der Handel stellt aus vielen, meist engen Produktionsprogrammen mehreren Herstellern Kundengerechte Sortimente zusammen. Funktion des qualitativen Ausgleichs |
Handelsfunktion Mengenumgruppierung | der Handel kauft üblicherweise große Mengen ein und verkauft sie in kleinen Mengen, in manchen Fällen werden kleine Mengen weiterverkauft. Funktion des quantitativen Ausgleichs |
Handelsfunktion Raumüberbrückung | der Handel bringt die Waren vom Hersteller zum Verwender Funktion des räumlichen Ausgleichs, Transportfunktion |
Handelsfunktion Zeitüberbrückung | der Handel überbrückt Zeit zwischen Produktion und Verwendung durch bedarfsorientierte Vorratshaltung Funktion des zeitlichen Ausgleichs, Lagerfunktion |
Handelsfunktion Markterschließung | der handel eröffnet neue Märkte, in dem er durch eigene absatzpolitische Maßnahmen mithilft, ein Produkt am Markt einzuführen |
Handelsfunktion Beratung | handel informiert Arbeitnehmer über technische Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten, Bedienung und Wartung der Produkte, der Handel informiert auch den Hersteller über Kundenwünsche, Anregungen, etc. |
Handelsfunktion Finanzierung | Handel ermöglicht Kauf einer Ware auf Ziel Kreditfunktion |
Handelsfunktion absatzpolitische Maßnahmen | wie z.B. Verkaufsförderung, Ladengestaltung, Reparatur- und Kundendienst |
Einzelhandel | verkauft die Waren, die er in größeren Mengen entweder von Produzenten oder Großhändlern bezieht, in kleinen Mengen an den Endverbraucher |
Großhandel | verkauft die Ware an Wiederverkäufer (z.B. Einzelhandelsbetriebe), an Produktionsbetriebe (z.B. Industrie- und Handwerksbetriebe) und an Großverbraucher (z.B. Behörden, Krankenanstalten) |
Grundfunktion der Handelsbetriebe | -Beschaffung -Lagerung -Absatz -Finanzierzung |
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