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stelly Welly
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(Kapitel 3. Arbeit, Kapitel 4. Armut und Kapitel 5. Bildung)

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stelly Welly
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Forschungs- und Anwendungsfelder der Soziologie Teil 2

Question 23 of 30 Question 1 of 30

1

Historische Entwicklung der Arbeitssoziologie? (5)

Select one or more of the following:

  • Historische Grundlagen der Arbeitssoziologie damit bei Marx (1890) „Die Kapitalform“ beschreibt darin den Charakter der Lohnarbeit in kapitalistischen Gemeinschaften:
    - Menschen werden enteignet, dadurch müssen sie ihre Arbeitskraft zu einer Ware machen
    - von Unternehmen wird Arbeitskraft benötigt, um Wert zu schaffen
    Aber: nur Potenzial Arbeit zu leisten wird verkauft/gekauft.

  • Historische Grundlagen der Arbeitssoziologie damit bei Marx (1890) „Das Kapital“ beschreibt darin den Charakter der Lohnarbeit in kapitalistischen Gesellschaften:
    - Menschen werden enteignet, dadurch müssen sie ihre Arbeitskraft zu einer Ware machen, d.h. am Arbeitsmarkt anbieten um überleben zu können.
    - von Unternehmen wird Arbeitskraft benötigt, um Wert zu schaffen
    Aber: nur Potenzial Arbeit zu leisten wird verkauft/gekauft. D.h. Käufer hat Recht die Arbeitskraft für einen festgelegten Zeitraum zu nutzen.

  • Nach dem 1. WK entwickelte sich die Arbeitssoziologie im Deutschsprachigen Raum unter der Bezeichnung Industriesoziologie.

  • Kern/Schumann (1970) zeigten, dass Mechanisierung & Automatisierung der Produktion die Handlungsspielräume der Arbeitenden verringert und die Qualitätsanforderungen reduziert.

  • Im Zentrum der Industriesoziologie:
    - Bringt technischer Wandel sozialen Fortschritt, z.B.: Befreiung der Arbeiter von
    menschenunwürdiger Arbeit, oder unterwirft er sieh eher?
    - Wie wirkt sich die veränderte Arbeitssituation auf das Bewusstsein der Arbeitenden aus?

  • Braverman (1974) konstatiert generelle Abwertung der Arbeit.
    Hauptthese: „deskilling“ = Dequalifizierung der Arbeit besagt, dass Kosteneinsparungen bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität führt notwendigerweise zu einer Vereinfachung der Arbeit, weil dequalifizierte Arbeit ist billiger & leichter zu kontrollieren.

  • Nach dem 2. WK entwickelte sich die Arbeitssoziologie im Deutschsprachigen Raum unter der Bezeichnung Gesellschaftssoziologie.

  • Nach dem 2. WK entwickelte sich die Arbeitssoziologie im Deutschsprachigen Raum unter der Bezeichnung Industriesoziologie.

Explanation

Question 19 of 30 Question 2 of 30

1

Was versteht man unter TAYLORISMUS? (1)

Select one of the following:

  • von A.W. Taylor entwickelte System der Arbeitsgestaltung, das er „science management“ genannt hat.

  • von F.W. Taylor entwickelte System der Arbeitsgestaltung, das er „scientific management“ genannt hat.

Explanation

Question 29 of 30 Question 3 of 30

1

Nenne die Prinzipien des TAYLORISMUS! (4)

Select one or more of the following:

  • Hoher Grad an Arbeitsteilung = Zerstückelung der Arbeit in kleine Vorgänge

  • Trennung von Planung und Ausführung der Arbeit; Zeit & Abläufe werden vom Management vorgegeben; Prinzip des one-best-way = Annahme eines optimalen Ablaufs je Arbeitsgang

  • Pensum und Leistungslohn = Bezahlung abhängig von der erbrachten Leistung – wobei für jeden ein optimales Pensum festgelegt wird.

  • Pensum und Leistungsorientierung = Bezahlung unabhängig von der erbrachten Leistung – wobei für jeden ein optimales Pensum festgelegt wird.

  • Selektion und Anlernen der Arbeitgeber = hoher Grad an Spezialisierung

  • Selektion und Anlernen der Arbeitskräfte = hoher Grad an Spezialisierung

  • Geringe Arbeitsteilung = Keine Zerstückelung der Arbeit in kleine Vorgänge

Explanation

Question 7 of 30 Question 4 of 30

1

Wandel der Kontrollformen (nach EDWARDS): (3)

Select one or more of the following:

  • Stagnierung der Unternehmen & kein Einsatz von Technik: Strukturelle und technische Kontrollformen

  • Großunternehmen 20. Jhd.: Bürokratische Kontrolle, Einbindung der Arbeiter durch dauerhafte Beschäftigung und Aufstiegsmöglichkeiten - Kontrolle durch Konsens der Arbeitenden

  • Wachstum der Unternehmen & Einsatz von Technik: Strukturelle und technische Kontrollformen (z.B.: Fließband)

  • Während Konkurrenzkapitalismus (19. Jh.): Persönliche Kontrolle des
    Unternehmers

  • Während Konkurrenzkapitalismus (21. Jh.): Gesellschaftliche Kontrolle des
    Unternehmers

  • Kleinunternehmen 20. Jhd.: Bürokratische Kontrolle, Einbindung der Arbeiter durch dauerhafte Beschäftigung und Aufstiegsmöglichkeiten - Kontrolle durch Konsens der Arbeitenden

Explanation

Question 16 of 30 Question 5 of 30

1

Subjektivierung der Arbeit = Abkehr vom Taylorismus – entspricht nicht mehr den neueren Vorstellungen von Produktion!
Es kommt zur Veränderung der Perspektive!

Select one of the following:

  • True
  • False

Explanation

Question 14 of 30 Question 6 of 30

1

Beginn in Arbeit von Kern/Schumann „Das Ende der Arbeitsteilung?“ (1984) beschrieben die neuen Produktionskonzepte in der industriellen Fertigung in DE:
• industrielle Produktion nicht um jeden Preis automatisiert
• Nutzung der Potenziale der Arbeitskraft = Arbeiter werden in ihren Fähigkeiten
wertgeschätzt & haben dadurch größere Handlungsspielräume.

Select one of the following:

  • True
  • False

Explanation

Question 5 of 30 Question 7 of 30

1

Beginn in Arbeit von Kern/Schumann „Das Ende der Arbeitsteilung?“ (1984) beschrieben die neuen Produktionskonzepte in der industriellen Fertigung in Ö:
• industrielle Produktion um jeden Preis automatisiert
• Nutzung der Potenziale der Arbeitskraft = Arbeiter werden in ihren Fähigkeiten
nicht wertgeschätzt & haben dadurch auch keine größere Handlungsspielräume.

Select one of the following:

  • True
  • False

Explanation

Question 22 of 30 Question 8 of 30

1

Fazit: überall wo Werte geschaffen werden, kreative Lösungen für Probleme gefunden und DL in Interaktion mit Kunden erbracht werden sollen, sind die Mitarbeiter mit ihren individuellen Motivationen und Eigenheiten gefragt.
UND: trifft umgekehrt auch auf die Mitarbeiter selbst zu, durch bessere Ausbildung steigt Wunsch auf Selbstverwirklichung in der Arbeit; eigene Erwartung & Vorstellungen sich selbst in die Arbeit einzubringen steigt.
DADURCH: neue Formen der Arbeitsorganisation werden geschaffen, die größere Involvierung ermöglichen. Gleichzeitig steigt natürlich auch die Erwartung des Managements an den Mitarbeiter.

Select one of the following:

  • True
  • False

Explanation

Question 27 of 30 Question 9 of 30

1

Normalarbeitsverhältnis ab ca. 1980 nicht mehr so selbstverständlich. V.a. ausgelöst durch Einstieg der Frauen in die Arbeitswelt. Auf einmal wichtig: Vereinbarkeit von Beruf & Familie. Folge: Flexibilisierung der Arbeitszeit für die Beschäftigten z.B.: durch Einführung von Teilzeit & Gleitzeit.

Select one of the following:

  • True
  • False

Explanation

Question 24 of 30 Question 10 of 30

1

Was versteht man unter FLEXIBILITÄT? (4)

Select one or more of the following:

  • aktive Flexibilität z.B. durch Mitarbeit

  • Flexibilität meint aber häufig bei Betrieben auch eine Einteilung/Nutzung der Arbeitskraft nach Organisationen z.B.: GmbH, ...

  • durch variable Arbeitszeiten ist flexibler Personaleinsatz (sowohl intern als auch extern) je nach Gebrauch für Unternehmen möglich

  • externe Flexibilität z.B.: durch Teilzeit, Jahreszeitenmodellen etc.

  • externe Flexibilität z.B.: durch Leiharbeitskräfte

  • durch variable Arbeitszeiten ist kein flexibler Personaleinsatz (sowohl intern als auch extern) für Unternehmen möglich

  • Flexibilität meint aber häufig bei Betrieben auch eine Einteilung/Nutzung der Arbeitskraft nach Funktionen (+ Qualifikationen) die zu erfüllen sind z.B.: Teamarbeit, Projektorganisation etc.

  • interne Flexibilität z.B.: durch Leiharbeitskräfte

  • interne Flexibilität z.B.: durch Teilzeit, Jahreszeitenmodellen etc.

Explanation

Question 17 of 30 Question 11 of 30

1

Was bedeutet PREKARISIERUNG? (1)

Select one of the following:

  • Arbeits- und sozialrechtlich nicht geschützt bzw. kurzfristige oder nicht existenzsichernde Beschäftigungsform bewirken prekäre Lebenssituationen (v.a. Frauen & Migranten betroffen) ➡️ „Armut trotz Arbeit“

  • Arbeits- und sozialrechtlich geschützt bzw. langfristige Beschäftigungsform bewirken gesunde Lebenssituationen (v.a. Männer & Inländer betroffen) ➡️ „keine Armut dank Arbeit“

Explanation

Question 28 of 30 Question 12 of 30

1

Wie lassen die Arbeitsmärkte beschreiben? (4)

Select one or more of the following:

  • Arbeitsmärkte sind sehr oft homogen ➡️man spricht von stark segmentiert.

  • Parallel dazu ist der Grad der Internationalisierung gestiegen.
    • Dualer Arbeitsmarkt (USA)
    • Qualifikationsspezifischer AM (D)

  • Arbeitsmärkte sind sehr oft inhomogen ➡️man spricht von stark segmentiert.

  • FRAGMENTIERUNG: Arbeitskräfte, die in Arbeitsprozess zusammenarbeiten, werden unter gleichen Bedingungen und von gleichen Arbeitgebern beschäftigt, Grenzen der Organisation und Beziehungen verschwimmen daher nicht durch Privatisierung von Aufgaben („Insourcing“)

  • FRAGMENTIERUNG: Arbeitskräfte, die in Arbeitsprozess zusammenarbeiten, werden unter verschiedenen Bedingungen und von verschiedenen Arbeitgebern beschäftigt, Grenzen der Organisation und Beziehungen verschwimmen durch Privatisierung von Aufgaben („Outsourcing“)

  • SEGMENTIERUNG: Nebeneinander von prekärer und geschützter Beschäftigungsqualität der Arbeit hängt davon ab, in welchem Segment sie geleistet wird.

  • SEGMENTIERUNG: Nacheinander von prekärer und ungeschützter Beschäftigungsqualität der Arbeit hängt nicht davon ab, in welchem Segment sie geleistet wird.

Explanation

Question 20 of 30 Question 13 of 30

1

Erste allgemeine Betrachtung von Armut = Georg Simmel (1906) ➡️ zentral für ihn ist wie man Armut definieren kann. Legte damit den Grundstein für Definition. Was unterscheidet er ? (2)

Select one or more of the following:

  • RELATIVEARMUT = bemisst sich am Lebensstandard einer konkreten Referenzgruppe - Vergleichsmaßstäbe z.B.: durchschnittliches Einkommensniveau, durchschnittlich zur Verfügung stehender Wohnungsraum etc.

  • ARM SEIN = relativer Armut = Arm ist, dessen Mittel zu seinen Zwecken nicht
    ausreichen. Bezugspunkt ist das Milieu in dem man lebt – d.h., wenn man den Bedürfnissen/Ansprüchen die in einem Milieu vorherrschen nicht gerecht wird, ist man arm = subjektive Armutsbewertung.

  • ARMUT = gesamtgesellschaftliche Perspektive - Abgrenzung der Armen als gesellschaftliche Gruppe. Damit einher geht Institutionalisierung der Armut, d.h. durch soziale Hilfeleistung wird Armut symbolisch klassifiziert und zugeschrieben (meint auch: de-klassifiziert) = Beginn der Idee eines Wohlfahrtsstaates: Durch Mitgliedschaft in einem staatlichen Gemeinwesen haben Arme Anspruch auf Fürsorge. Dadurch aber Klassifizierung und De-Klassifizierung!

  • ABSOLUTE ARMUT = wenn Menschen nicht über die zur Existenzsicherung notwendigen Güter verfügen; z.B.: Nahrung & Wohnungsraum = rein monetäre Gesichtspunkte.

  • ARMUT = soziologische Perspektive - Abgrenzung der Armen als soziale Gruppe. Damit einher geht Institutionalisierung der Armut, d.h. durch soziale Hilfeleistung wird Armut symbolisch klassifiziert und zugeschrieben (meint auch: de-klassifiziert) = Beginn der Idee eines Wohlfahrtsstaates: Durch Mitgliedschaft in einem staatlichen Gemeinwesen haben Arme Anspruch auf Fürsorge. Dadurch aber Klassifizierung und De-Klassifizierung!

Explanation

Question 26 of 30 Question 14 of 30

1

Rowntree führte 1898 in York (UK) Studie in LEBENSLAUFPERSPEKTIVE durch, die sich mit Lebenssituationen von Arbeiterfamilien befasste.
Legte „Warenkorb“ mit best. Gütern fest, über die jeder verfügen sollte; wenn nicht = arm.

- Arme wurden in primäre (=zu geringes Einkommen um Existenz zu sichern) + sekundäre (= ausreichend Einkommen, aber durch unnütze Ausgaben trotzdem arm) eingestuft.

Ergebnis: Armut Ende 19. Jh. in England weit verbreitet (ca. 1/3).

Select one of the following:

  • True
  • False

Explanation

Question 30 of 30 Question 15 of 30

1

Wie kann man Armut definieren bzw. unterscheiden? (4)

Select one or more of the following:

  • Fazit: Armut liegt vor, wenn Menschen das soziokulturelle Existenzminimum einer Gesellschaft unterschreitet.

  • SPEZIALARMUT = bemisst sich am Lebensstandard einer konkreten Referenzgruppe - Vergleichsmaßstäbe z.B.: durchschnittliches Einkommensniveau, durchschnittlich zur Verfügung stehender Wohnungsraum etc.

  • Armut wird nicht einheitlich definiert!

  • RELATIVEARMUT=bemisstsichamLebensstandardeinerkonkretenReferenzgruppe ➡️Vergleichsmaßstäbe z.B.: durchschnittliches Einkommensniveau, durchschnittlich zur Verfügung stehender Wohnungsraum etc.

  • Fazit: Armut liegt vor, wenn Menschen das soziokulturelle Existenzminimum einer Gemeinschaft überschreitet.

  • ALLGEMEINE ARMUT = wenn Menschen nicht über die zur Existenzsicherung notwendigen Güter verfügen; z.B.: Nahrung & Wohnungsraum = rein monetäre Gesichtspunkte.

  • ABSOLUTE ARMUT = wenn Menschen nicht über die zur Existenzsicherung notwendigen Güter verfügen; z.B.: Nahrung & Wohnungsraum = rein monetäre Gesichtspunkte.

  • Es gibt eine einheitliche Theorie!

Explanation

Question 21 of 30 Question 16 of 30

1

Was versteht man unter dem RESSOURCENANSATZ? (1)

Select one of the following:

  • Kriterium der Armutsbestimmung = Einkommen von Personen oder Haushalten. In Armut leben diejenigen, deren Einkommen nicht ausreicht, um Güter und DL zu erwerben, die zur Abdeckung eines soziokulturellen Existenzminimums erforderlich ist. Die meisten Publikationen beruhen auf dem Ressourcenansatz.

  • Kriterium der Armutsbestimmung = Einkommen von Personen oder Haushalten. In Armut leben diejenigen, deren Einkommen ausreicht, um Güter und DL zu erwerben, die zur Abdeckung eines soziokulturellen Existenzminimums erforderlich ist. Die meisten Publikationen beruhen auf dem Ressourcenansatz.

Explanation

Question 12 of 30 Question 17 of 30

1

Was versteht man unter dem MULTIPLE LEBENSLAGENANSATZ? (1)

Select one of the following:

  • Nicht nur Einkommen, sondern zusätzlich die Ausstattung mit weiteren wichtigen Ressourcen und Gütern werden ermittelt.
    Hauptfrage: ob bei Versorgung mit Nahrung, Bekleidung, Wohnraum sowie Gesundheits- und Sozialleistungen Mindeststandards erreicht werden. Berücksichtigt auch ob Menschen ausreichend am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben teilnehmen. Armut = Unterversorgung in zumindest zwei Lebensbereichen.

  • Kriterium der Armutsbestimmung = Einkommen von Personen oder Haushalten. In Armut leben diejenigen, deren Einkommen nicht ausreicht, um Güter und DL zu erwerben, die zur Abdeckung eines soziokulturellen Existenzminimums erforderlich ist. Die meisten Publikationen beruhen auf dem Ressourcenansatz.

Explanation

Question 3 of 30 Question 18 of 30

1

Was versteht man unter dem DEPRIVATIONSANSATZ? (1)

Select one of the following:

  • Kriterium der Armutsbestimmung = Einkommen von Personen oder Haushalten. In Armut leben diejenigen, deren Einkommen nicht ausreicht, um Güter und DL zu erwerben, die zur Abdeckung eines soziokulturellen Existenzminimums erforderlich ist. Die meisten Publikationen beruhen auf dem Ressourcenansatz.

  • Armut = mangelnde Teilhabe und Ausgrenzung. Dieser Ansatz bündelt: Versorgunglage eines Haushaltes (mit Versorgungsgütern, Gebrauchsgütern und DL), soziokulturelle Mindeststandards und das allgemeine Wohlfahrtsniveau einer Gesellschaft.

Explanation

Question 4 of 30 Question 19 of 30

1

Aktuelle Forschung in Österreich:
- Armutsforschung in Österreich in letzter Zeit wieder wichtiger. Hat sich v.a. mit klassischen und neuen Risikogruppen in Bezug auf Einkommensarmut, Deprivation und soziale Ausgrenzung auseinandergesetzt.
- Forschungen zeigen: in Österreich verfügen knapp 13 % der Bevölkerung über ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze ➡️ist eine im europäischen Vergleich unterdurchschnittliche Armutsgefährdung.
Grund: Armutsgefährdung wird durch wohlfahrtsstaatliche Programme deutlich reduziert!

Select one of the following:

  • True
  • False

Explanation

Question 10 of 30 Question 20 of 30

1

5 WOHLFAHRTSREGIME (nach ESPING-ANDERSEN): (5)

Select one or more of the following:

  • POSTSOZIALISTISCH: haben Hybridcharakter mit Elementen
    konservativkorporatistischer, sozialdemokratischer und liberaler Systeme – Belgien

  • MEDIAN: Soziale Sicherungssysteme nur schwach ausgebaut. D.h. Familie
    wichtig für Abfederung – Griechenland

  • POSTSOZIALISTISCH: haben Hybridcharakter mit Elementen
    konservativkorporatistischer, sozialdemokratischer und liberaler Systeme – Polen

  • LIBERAL: Beschränkt auf Abfederung extremer Notlagen, Dekommodifizierung gering – USA

  • KONSERVATIV-KORPORATISTISCH: Sozialleistungen stark an Erwerbstätigkeit
    geknüpft, traditionelles Familienbild wird favorisiert, Dekommodifizierung hoch – Österreich

  • MEDITERRAN: Soziale Sicherungssysteme nur schwach ausgebaut. D.h. Familie
    wichtig für Abfederung – Spanien

  • LIBERAL: Beschränkt auf Abfederung extremer Notlagen, Dekommodifizierung gering – England

  • SOZIALDEMOKRATISCH: Marktabhängigkeit wird durch universelle Sozialleistungen stark reduziert, Familien werden entlastet, geringe Abhängigkeit des Individuums von Familie – Schweden

Explanation

Question 1 of 30 Question 21 of 30

1

Was versteht man unter Bildung? (2)

Select one or more of the following:

  • 5 Perspektiven auf Bildung nach M. Löw

  • 4 Perspektiven auf Bildung nach M. Löw

  • kein einheitlicher Bildungsbegriff!

  • einheitlicher Bildungsbegriff!

Explanation

Question 18 of 30 Question 22 of 30

1

4 PERSPEKTIVEN AUF BILDUNG (NACH M. LÖW): (4)

Select one or more of the following:

  • ALS GESELLSCHAFTLICHE TEILHABE: Bildung = Chance und Bedingung für
    politische/soziale Teilhabe; daraus ergeben sich Fragen von Herrschaft und Macht bzw. Emanzipation und Demokratisierung

  • ALS DISTINKTIONSMITTEL: als Mittel der Unterscheidung zu Fremden,sowohl
    nach innen & und außen

  • ALS SOZIALE TEILHABE: Bildung = Chance und Bedingung für
    politische/soziale Teilhabe; daraus ergeben sich Fragen von Herrschaft und Macht bzw. Emanzipation und Demokratisierung

  • ALS MEDITERRAN: Soziale Sicherungssysteme nur schwach ausgebaut. D.h. Familie wichtig für Abfederung der Persönlichkeit

  • ALS KULTURGUT: Im Prozess des Sich-Bildens und Gebildet-Seins entwickelt sich kein Kulturverständnis und Urteilsvermögen - Bildung dient nicht dem Wissenszuwachs, der Selbstformung und Persönlichkeitsentwicklung.

  • ALS KULTURGUT: Im Prozess des Sich-Bildens und Gebildet-Seins entwickelt sich ein Kulturverständnis und Urteilsvermögen - Bildung dient dem Wissenszuwachs, der Selbstformung und Persönlichkeitsentwicklung.

  • ALS RESSOURCE: die Verwertung von Bildungsabschlüssen ist wichtig, Bildung ist Kapital, Bildungsunterschiede sind Ergebnis von Investitionsentscheidungen.

Explanation

Question 2 of 30 Question 23 of 30

1

Was versteht man unter Bildungssoziologie? (3)

Select one or more of the following:

  • Bildung = soziale Tatsache.

  • Bildung = Chance und Bedingung

  • Ziel = Bildungsstatus und Bildungsprozesse im Quer- und Längsschnitt zu beschreiben und in ihren Auswirkungen für Individuen, Institutionen und Gesellschaft zu erklären.

  • Bildungssoziologie untersucht die ökonomischen, kulturellen, politischen und sozialstrukturellen Rahmenbedingungen von Bildungsprozessen.

  • Weg = Bildungsstatus und Bildungsprozesse im Quer- und Längsschnitt zu beschreiben und in ihren Auswirkungen für Individuen, Institutionen und Gesellschaft zu erklären.

  • Bildung = unsoziale Tatsache.

Explanation

Question 11 of 30 Question 24 of 30

1

Historische Entwicklung der Bildung
Beginn = Industrialisierung. Dadurch entstanden Chancen, über Bildung den sozialen Status zu verändern ➡️Bildung wird wesentliches Element der gesellschaftlichen Positionierung.
DURKHEIM: Bildung = Vergesellschaftung, d.h. Eingliederung in die Gesellschaft. D.h. Bildung hat Aufgabe, eine Vielzahl von Qualifikationen anzubieten und allen Heranwachsenden das Gemeinsame einer Kultur zu vermitteln.

Select one of the following:

  • True
  • False

Explanation

Question 15 of 30 Question 25 of 30

1

Erkläre den STRUKTUR-FUNKTIONALISMUS (Davis & Moore; 1945)! (5)

Select one or more of the following:

  • Neuerdings kommt es in der Bildungssoziologie zu einer Verlagerung der Forschung von der Mikro- auf die Makro- und Mesoebene.

  • In der Gesellschaft sind bestimmte Aufgaben zu erfüllen, die für diese funktional sind. Dafür werden keine unterschiedliche Begabungen und Fertigkeiten benötigt. Da nur eine begrenzte Anzahl an Menschen entweder das Talent hat oder bereit ist, in eine entsprechende Ausbildung zu investieren, ist es nicht notwendig – so die Forscher – ihnen mehr zu bezahlen oder ihnen zusätzliche Belohnungen wie Macht, Prestige oder angenehme Arbeitsbedingungen zu geben ➡️ Zusammenhang zwischen Bildung und soziale Stratifikation = Leistungsprinzip.

  • Moderne Gesellschaften sind – strukturfunktionalistisch gedacht – Leistungsgesellschaften. Fazit: wer mehr leistet, soll auch bessere Chancen in der Gesellschaft haben. = Grundlage für die Theorie einer sozialen Schichtung.

  • Ebenen der bildungssoziologischen Analysen: MAKRO-MESO-MIKRO

  • In den 1960er Jahren kam es zu einem PARADIGMENWECHSEL: Ausgehend von einer Bildungsexpansion und der damit einhergehenden Chancengleichheit im Bildungssystem in nahezu ganz Europa. Politiker versuchten damit dem Defizit an qualifizierten Arbeitskräften und dem Mangel an Absolventen mittlerer und höherer Schulen entgegenzuwirken. Damit sollte auch ein Abbau sozialer, geschlechtsspezifischer und regionaler Ungleichheiten erreicht werden. Die Impulse dafür kamen aus den USA.

  • Ebenen der bildungssoziologischen Analysen: MAKRO-MISO-MIKRO

  • In der Gesellschaft sind bestimmte Aufgaben zu erfüllen, die für diese funktional sind. Dafür werden unterschiedliche Begabungen und Fertigkeiten benötigt. Da nur eine begrenzte Anzahl an Menschen entweder das Talent hat oder bereit ist, in eine entsprechende Ausbildung zu investieren, ist es notwendig – so die Forscher – ihnen mehr zu bezahlen oder ihnen zusätzliche Belohnungen wie Macht, Prestige oder angenehme Arbeitsbedingungen zu geben ➡️ Zusammenhang zwischen Bildung und soziale Stratifikation = Leistungsprinzip.

Explanation

Question 13 of 30 Question 26 of 30

1

Welche Ebenen der bildungssoziologischen Analysen gibt es? (4)

Select one or more of the following:

  • Neuerdings kommt es in der Bildungssoziologie zu einer Verlagerung der Forschung von der Makro- auf die Meso- und Mikroebene.

  • MAKRO - erforscht wird wie Bildungssysteme soziale Ungleichheiten produzieren, reproduzieren und aufbrechen. Durch Längsschnittstudien + quantitative Methoden.

  • MIKRO - erforscht wird wie Bildungssysteme soziale Ungleichheiten produzieren, reproduzieren und aufbrechen. Durch Längsschnittstudien + quantitative Methoden.

  • MESO - Schule als Institution im Mittelpunkt bildungssoziologischer Forschung; Themen sind Schul- und Lernkulturen und deren Vergleich zwischen einzelnen
    
    Schulformen, einzelnen Schulen oder Klassen. Interaktionen zwischen Lehrern, Schülern und Eltern.

  • MAKRO - beschäftigt sich v.a. mit Individuum; Häufig werden Handlungs- und Entscheidungstheoretische Ansätze angewandt. Untersuchungsgegenstand sind Bildungsentscheidungen an Übergängen zw. verschiedenen Schulstufen. D.h. es wird von individuellen Bildungsbiographien ausgegangen, in welchen Personen Handlungsalternativen haben, die durch formelle und informelle Voraussetzungen eingeschränkt werden. Werden meist durch qualitative Interviews erforscht.

  • Neuerdings kommt es in der Bildungssoziologie zu einer Verlagerung der Forschung von der Mikro- auf die Makro- und Mesoebene.

  • MIKRO - beschäftigt sich v.a. mit Individuum; Häufig werden Handlungs- und
    Entscheidungstheoretische Ansätze angewandt. Untersuchungsgegenstand sind Bildungsentscheidungen an Übergängen zw. verschiedenen Schulstufen. D.h. es wird von individuellen Bildungsbiographien ausgegangen, in welchen Personen Handlungsalternativen haben, die durch formelle und informelle Voraussetzungen eingeschränkt werden. Werden meist durch qualitative Interviews erforscht.

Explanation

Question 25 of 30 Question 27 of 30

1

Was besagt die HUMANKAPITALTHEORIE? (5)

Select one or more of the following:

  • Bildung wird als Investition in menschliche Ressourcen gesehen.

  • Hohes Einkommen = Hohe Bildung ist Output-Orientierung! Relevant ist demnach nur jenes Wissen, welches wirtschaftskompatibel und hoch belohnt wird = Ökonomisierung!

  • Bildung steigert Qualifikation eines Individuums - führt zu höheren Entlohnungen auf dem Arbeitsmarkt

  • Bildung wird als Investition in die Gesellschaft gesehen.

  • Bildung steigert Qualifikation eines Individuums - führt zu höheren Kosten der Gesellschaft

  • Nutzen wird in langfristigen, zukünftigen, monetären Erträgen gemessen, die die vorgeleisteten Kosten abdecken.

  • Kritik: Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass hohe Qualifikation nicht per se mit hohem Einkommen einhergeht.

  • Kritik: Es konnte nachgewiesen werden, dass hohe Qualifikation nicht per se mit hohem Einkommen einhergeht. Denn neben Humankapital wirken noch andere Faktoren positionsbestimmend: Alter, Geschlecht, Ethnizität, regionale Unterschiede etc.

  • Geringes Einkommen = Hohe Bildung ist Output-Orientierung! Relevant ist demnach nur jenes Wissen, welches wirtschaftskompatibel und hoch belohnt wird = Ökonomisierung!

Explanation

Question 6 of 30 Question 28 of 30

1

RATIONAL-CHOICE-ANSÄTZE: (2)

Select one or more of the following:

  • Kosten eines gesellschaftlichen Abstieges sind für privilegierte Mitglieder der Gesellschaft höher als der Nutzen eines gesellschaftlichen Aufstieges für Mitglieder unterer Gesellschaftsschichten.

  • Wissen wird als Ergebnis rationaler Bildungsentscheidungen auf der Basis von Kosten-Nutzen-Ergebnissen angesehen - Kosten-Nutzen Ergebnis

  • Bildungsverläufe werden als Ergebnis rationaler Bildungsentscheidungen auf der Basis von Kosten-Nutzen-Kalkulationen angesehen - Kosten-Nutzen Kalkulation

  • Kosten eines gesellschaftlichen Abstieges sind für unterprivilegierte Mitglieder der Gesellschaft höher als der Nutzen eines gesellschaftlichen Aufstieges für Mitglieder höherer Gesellschaftsschichten.

Explanation

Question 9 of 30 Question 29 of 30

1

THEORIE DES KULTURELLEN KAPITALS/DER KULTURELLEN REPRODUKTION: (5)

Select one or more of the following:

  • Lebensbedingungen sind als Ressourcen (Kapitalien) zu sehen – bestimmt die Erfolgschancen der Menschen.

  • Bourdieu unterscheidet kulturelles, ökonomisches und soziales Kapital.
    o kulturelles Kapital hat besondere Bedeutung: wird v.a. durch Bildungsniveau der Eltern und des engsten Verwandtenkreises bestimmt, sowie vom Wohnort.

  • Bourdieu & Passeron (1971) – entwickelten Gedanken von Bildung als Kapital weiter, indem sie sich mit dem Einfluss der sozialen Herkunft auf universitäre Bildungsverläufe in Frankreich angesehen haben

  • Wissen ist als Ressource (Kapitalie) zu sehen – bestimmt nicht die Erfolgschancen der Menschen.

  • privilegierte Kinder sind nicht Schlauer, die Schulkultur steht ihnen nur näher – d.h. durch Bildungssystem kommt es zur Reproduktion der Eigentums- und Herrschaftsverhältnisse!!

  • Schulerfolg und Bildungslaufbahnen sind „vollständig soziologisch“, d.h. Resultat des Einflusses der sozialen Herkunft.

  • privilegierte Kinder sind meist Schlauer, die Schulkultur steht ihnen näher – d.h. durch Bildungssystem kommt es zur Reproduktion der Eigentums- und Herrschaftsverhältnisse!!

  • Parson (1971) – entwickelten Gedanken von Bildung als Kapital weiter, indem sie sich mit dem Einfluss der sozialen Herkunft auf universitäre Bildungsverläufe in Frankreich angesehen haben

Explanation

Question 8 of 30 Question 30 of 30

1

Aktuelle Studien und Ergebnisse zum Thema "Bildung"! (5)

Select one or more of the following:

  • CREAMING-IN: Abwanderung der Schüler aus Bildungsnahen Schichten von höheren Schulen - deswegen in Gymnasium überproportional viele Kinder aus sozial schwächeren Familien.

  • ELEKTIVITÄT: Es wird im Berufsleben nicht nach Zeugnissen und Bildungsabschlüssen = Qualifikationen selektiert, abgestempelt und in bestimmte Selektionen unterteilt.
    Aber: auch Einheit = Kompetenzorientierung nicht vorhanden!

  • BILDUNGSEXPANSION ist ein universelles Phänomen in nahezu allen
    industrialisierten Ländern. Besonders Frauen haben davon profitiert.

  • ELEKTIVITÄT: Es wird im Berufsleben nach Zeugnissen und Bildungsabschlüssen = Qualifikationen selektiert, abgestempelt und in bestimmte Selektionen unterteilt.
    Aber: auch Gegenansatz = Kompetenzorientierung vorhanden!

  • KANALISIERUNG: Im Bildungssystem existiert Gruppe von Menschen
    (=“Zurückgelassene“), die mit der Welt der Bildung nicht mithalten können Folge: während der Schulzeit kommt es zu einer subkulturellen Abschottung von Schülerkreisen; infolgedessen kommt es zu einer herkunftsspezifischen Differenzierung von sozialen Lernumwelten.

  • aktuelle Forschung in Deutschland:
    Befasst sich hauptsächlich mit 3 Themenfeldern:
    1) Produktion und Reproduktion sozialer Ungleichheit und der Vererbung von Bildungsabschlüssen
    2) Veränderungen und Übergängen im Bildungssystem und den Bildungsinstitutionen. Prinzipiell muss man aber nicht unterscheiden zwischen den Forschungen zur Sekundarstufe I und II und jenen zur Hochschule.
    3) soziale Ungleichheit durch Bildung

  • BILDUNGSEXPANSION ist ein soziales Phänomen in nahezu allen
    industrialisierten Ländern. Besonders Männer haben davon profitiert.

  • CREAMING-OUT: Abwanderung der Schüler aus Bildungsnahen Schichten von niedrigeren Schulen - deswegen in Hauptschulen überproportional viele Kinder aus sozial schwächeren Familien.

  • aktuelle Forschung in Österreich:
    Befasst sich hauptsächlich mit 2 Themenfeldern:
    1) Produktion und Reproduktion sozialer Ungleichheit und der Vererbung von Bildungsabschlüssen
    2) Veränderungen und Übergängen im Bildungssystem und den Bildungsinstitutionen. Prinzipiell muss man aber unterscheiden zwischen den Forschungen zur Sekundarstufe I und II und jenen zur Hochschule.

Explanation