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Neuere Ansätze sozialer Ungleichheit- horizontales Paradigma

Cassiopea Staudacher Sozialstrukturen und Diversität Alemán 43 fichas

Neuere Ansätze sozialer Ungleichheit- horizontales Paradigma

Fichas del conjunto (43)

  1. 16 große Kritikpunkte an den Klassen-und Schichtmodellen1. Stellung im Produktionsprozess hat zentrale Rolle eingebüßt (ökonomische Determinismus)
    2. Multidimensionalität von Ungleichheitslagen
    3. keine kausale Abhängigkeit von ök. Stellung und Mustern von Konsum und Lebensführung
    4. Familie, Region, Lebenswelten, Religion mit eigenständiger Prägekraft-_> Rolle von horizontalen Faktoren
    5. Auflösung traditioneller Fraktionierungen und Großkollektive
    6. Rolle von Geschlecht, Ethnie und region unberücksichtigt
  2. 2Was sind die Kritikpunkte an der deterministischen Perspektive?1. Unausweichlichkeitsannahme
    2. Unbewusstheitsannahme
    3. Konstanzannahme
    4. Totalitätsannahme
  3. 3Was ist mit Unausweilichkeitsannahme gemeint?Gesellschaftliche Prägungen lassen nur geringe Spielräume
  4. 4Was ist mit Unbewusstheitsannahme gemeint?Internalisierung, Einübung und sozialisation
  5. 5Was ist mit Konstanzannahme gemeint?Gesellschaftliche Prägungen wirken lange nach
  6. 6Was ist mit Totalitätsannahme gemeint?Prägungen formen den 'ganzen' Menschen
  7. 7Welche 5 veränderten Rahmenbedingungen gibt es ?1. Mit der Ausdifferenzierung wächst die Verschiedenartigkeit--> Individualisierung und Pluralisierung
    2. Auseinanderfallen 'objektiver' Lebenslage und 'subjektiver' Lebensweisen
    3. Fahrstuhleffekt--> allg. Erhöhung des Ressourcenniveaus
    4. größere Freiheitsgrade und mehr Wahlmöglichkeiten
    5. Verbreitung neuer Werte (u.a. postmoderner Werte)
  8. 8Was meint Ulrich Beck in seiner Individualisierungsthese mit der reflexiven Moderne?Eine auf sich selbst bezogene Gesellschaft, die Situationen bearbeitet, die sie selbst erzeugt hat
  9. 9Was ist mit der Risikogesellschaft gemeint und wie lässt sie sich verorten ?Setzt sich nicht mehr mit der Natur auseinander sondern mit selbst geschaffenen Risiken. Zwischen weiter so moderne und theorie der postmoderne (anything goes)
  10. 10Was werden in der Individualisierungsthese für Entwicklungstrends diagnostiziert ?1. Enttraditionalisierung
    2. Kontinuitätsbruch
    3. Individualisierung von Lebenslage, Verschiebung Arbeit/Freizeit
    4. Schwächung vertikaler Ungleichheitsdiskurse-und konflikte
    5. Stabilität sozialer Ungleichheitsrelationen bei Anstieg von Wohlstand, Vermehrung von Bildungschancen
  11. 11Was sagt die Individualisierungsthese?'Stand und Klasse' werden durch 'individualisierte Existenzformen und Existenzlagen' abgelöst
  12. 12Welche Dimensionen der Individualisierung gibt es ?1. Freisetzungsdimension
    2. Entzauberungsdimension
    3. Kontroll& Reintegrationsdimension
  13. 13Was ist mit der Freisetzungsdimension gemeint?Herauslösen aus historisch vorgegebenen Sozialformen& -bindungen
  14. 14Was ist mit der Entzauberungsdimension gemeint ?Verlust von traditionalen Sicherheiten (Glauben, leitende Normen, Handlungswissen)
  15. 15Was ist mit Kontroll- und Reintegrationsdimension gemeint?Neue Art sozialer Entbindung (soziales Engagement, Medien, soziale sicherung)
  16. 16Was sind die Folgen der Individualisierung ?1. Abschied von Marx und Weber? Diskussion "end of class"
    2. je nachhaltiger die Anhebung des Lebensstandards desto größer die Individualisierung
    3. Schwächung der Bindungskraft traditioneller Großkollektive und deren organisationalen Repräsentationen
    4. Bildung neuer Bindungen und Identitäten
    5. fortschreitende kollektive Vereinzelung
  17. 17Welche Kritikpunkte gibt es an der Individualisierungstheorie1. Individualisierung ja, aber darunter Fortbestand der Ungleichheiten
    2. Überbetonung von Freiheitsgraden und Optionen, Vernachlässigung schichtspezifischer Ungleichheiten
    3. Keine neuen Einsichten, sondern bekannte Sachverhalte, die mit neuen Schlagwörtern versehen wurden
    4. empirische Schwäche
  18. 18Was ist die Definition von sozialen MilieusGesamtheit von natürlichen, sozialen Umweltkomponenten, die auf eine konkrete Gruppe von Menschen einwirkt und deren Denken und Handeln prägt
    erhöhte Binnenkommunikation
  19. 19Was ist die Neuheit bei dem Konzept der sozialen Milieus1. weg vom passiven Geprägtsein hin zur aktiven tätigen Nutzung und Gestaltung
    2. Rolle kleinerer Milieus und Lebenszusammenhänge
    3. Erklärung von (politischem) Verhalten
  20. 20Wie nennen sich die Miliues in der Konsumforschung ?SINUS Milieus
  21. 213 Konkrete Beispiele von Milieus1. Arbeitermilieu
    2. Deutsches Bildungsbürgertum
    3. Sozialmoralische Milieus: beinhaltet mehrere Strukturdimensionen
  22. 22Beispiel von Hradils Milieu EinteilungBeispiel von Hradils Milieu Einteilung
  23. 23Definition LebensstileForm der Selbstrepräsentation, getragen durch Individuen, Werte, Kultur-Medienverhalten,Altersabhängig
  24. 24Was ist bei den Lebensstilen von besonderer Bedeutung?sichtbarkeitsfaktor
  25. 25Auf welcher Ebene findet was statt bei LebensstilenGruppenspezifische Formen der Alltagsorganisation auf der Ebene des kulturellen
  26. 26Welche zwei Thesen gibt es bei den Lebensstilen?1. These der Subjektivierung: Individuum als eigenständige Zurechnungsinstanz
    2. These des Nebeneinander: Lebensstile lassen sich nicht notwendiger weise in eine Rangordnung bringen, werden eher durch Exklusivität und Zugehörigkeit bestimt
  27. 27Wovon können Lebensstile abhängig sein?1. Alter
    2. soziale Herkunft
    3. ethnische Differenzierung
    4. geschlechter
    5. räumlicher Kontext
  28. 28Definition soziale Lage nach HradilJede soziale Lage ist durch dominierende (primäre) und wichtige (sekundäre) und unwichtige Lebensbedingungen charakterisiert.
    Die dominierenden Lebensbedingungen und ihre Ausprägungen determinieren die Ausprägung sekundärer Lebensbedingungen
  29. 29Erklörung soziale Lage am eigenem BeispielEin Mensch ohne Schulabschluss erzielt ein niedriges Einkommen und wird nicht angenehm wohnen etc.
  30. 30Wie heißt Bourdieus Theorie?Kulturalistische Klassentheorie
  31. 31Welche 4 Erweiterungen zu Marx Klassentheorie bringt Bourdieu?1. Ausdifferenzierung Lage und Stellung
    2. Stellung nicht statisch
    3. funktionelle Gewichtigkeit einer Klasse
    4. Zusammenhang Klasse (materielle welt) und Klassifikation (symbolische Welt)
  32. 32Was ist die Ausgangsthese Bourdieus ?Klassen definieren sich über die Verfügung unterschiedlicher Kapitalsorten & und durch Unterschiede im Geschmack und Lebensstil
  33. 33Was ist die Rolle des Habitus, bzw. was macht er?Er überträgt die Klassenlage in einen spezifischen Lebensstil
  34. 34Was ist somit die Funktion des LebensstilForm der sozialen Distinktion
  35. 35Beschreibe den Zusammenhang von sozialer lage, Habitus, und Lebensstilsoziale lage-->Habitus-->Lebenstil
    soziale Lage= Handlungsbedingungen und vorraussetzungen (struktur)
    Lebenstil=Praxis
  36. 36In welche 3 Dimensionen unterteilt Bourdieu seine sozialen Klassen?1. Quantitative Dimension
    2. qualitative Dimension
    3. zeitliche Dimension
  37. 37Was bschreiben die jeweiligen Dimensionen?a) Volumen des Kapitals (quant)
    b) Zusammensetzung des Kapitals (qual)
    c) soziale Laufbahn (zeit.)
  38. 38Wie teilt B. die Klassen ein ?Dreiteilung, Oben--Mitte--Unten
  39. 39Wie äußert sich der Klassenkampf bei B. ?ökonomisch und symbolisch
  40. 40Welche Kapitalsorten gibt es?ökonomisches
    kulturelles
    soziales
  41. 41Was ist der Soziale Raum bei B. ?1. Mehrdimensionaler Raum der Ungleichheiten
    2. der durch Ausstattung mit unt. Kapitalvolumen und Sorten charakterisiert ist (Raum der sozialen Positionen)
    3. und die Beziehung zw. Struktur und Lebensstil strukturiert
  42. 42HabitusGrundhaltung gegenüber der Welt, Habitus überwindet Gegensatz Subjekt und Struktur
  43. 43Soziale Felder bei BourdieuAnalog zu Subsystem bei Luhmann, sind in sich relativ autonomisch
    einzelne Felder haben eigene Logik, bzw. Spielregeln

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Sozialstrukturen und Diversität Fichas sobre Neuere Ansätze sozialer Ungleichheit- horizontales Paradigma, creado por Cassiopea Staudacher el 28/06/2017.
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