Korrosion Arten

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Korrosion Arten
  1. Flächenkorrosion
    1. →Die gleichmässige Flächenkorrosion ist durch einen Korrosionsangriff gekennzeichnet, der eine annähernd gleichmässige Flächenabtrag bewirkt. Er schreitet mit gleicher Geschwindigkeit voran und ist vorausberechenbar. Dadurch kann die Lebensdauer des Bauteils abgeschätzt werden. Faustregel 1mm / Jahr.
        1. Massnahmen: Aktiven Korrosionsschutz Passiven Korrosionsschutz
          1. Aktiv: Auswahl des Werkstoffes z.B. Wetterfesten Baustahl
            1. Passiv: Sämtliche Beschichtungen Lacken, Metallüberzüge etc.
      1. Mulden- und Lochfrass-Korrosion
        1. Bei der Mulden und Lochfrass-Korrosion wird der Werkstoff bevorzugt an bestimmten Stellen angegriffen. Dort bilden sich Mulden und zum Teil auch tiefe Löcher. Diese Korrosionsart tritt vor allem bei Kontakt von nicht rostenden Stählen mit salzhaltigen Wassern (enthält Chlor- Ionen) auf. Sie ist sehr Gefährlich.
            1. Massnahmen: Profilanordung
              1. Stellen, an denen sich Wasser oder Staub und Schmutz ansammeln können, sind zu vermeidenDazu sind Profile so anzuordnen, dass sie nach unten offen sind. Geeignete Flächen sind so zu wählen und Entwässerungslöcher sind vorzusehen.
        2. Spaltkorrosion und Belüftungskorrosion
          1. Spaltkorrosion und Belüftungskorrosion tritt auf, wo in der Elektrolyt-Flüssigkeit unterschiedliche Sauerstoffkonzentrationen herrschen. Dies ist z.B. in engen Spalten zwischen zwei Blechen aus derselben Werkstoff oder dicht unterhalb der Flüssigkeitsoberfläche an der Kesselwand der fall.
              1. Massnahmen: Umschliessende Schweissnähte
                1. Wenn immer möglich geschlossene Schweissnähte anbringen, ansonsten mit 3.mm Spalt Punktuell verschweissen.
          2. Interkristalline - / Transkristalline Korrosion
            1. Bei der Kristallinen Korrosion verläuft die Korrosion entlang haarfeiner Risse im Werkstoff hinein. Sie kann bevorzugt entlang der Korngrenzen verlaufen (interkristalline) oder durch die Kristalle hindurch fortschreiten (transkristalline). Sie ist gefährlich, da sie äusserlich am Bauteil nicht erkennbar ist.
                1. Massnahmen: Werkstoffe mit niedrigem Kohlenstoffgehalt
                  1. Interkristalline Korrosion kann durch den Einsatz niedrig kohlenstoffhaltiger Sorten verhindert werden. Bei ihnen ist der Kohlenstoffgehalt so weit abgesenkt, dass sich während der Abkühlung nach dem Schweißen keine Chromkarbide bilden können. Die am häufigsten eingesetzten „Low-Carbon“-Sorten sind EN.1.4307 (AISI.304L) und 1.4404 (316L).
                    1. Um Spannungsrisskorrosion zu vermeiden, muss mindestens eine der drei Bedingungen vermieden werden. Man kann also entweder das Angriffsmittel fernhalten, die Zugspannungen vermeiden oder einen unempfindlichen Werkstoff wählen. Das Fernhalten des Angriffsmittels ist oft nicht möglich. Bei Kupfer-Zink-Legierungen genügt oft schon die allgemeine Luftverschmutzung, ein Bauernhof in der Nähe (Ammoniak aus dem Misthaufen) oder die Aufbewahrung eines ammoniakhaltigen Haushaltsreinigers in der Nähe des Bauteils. Auch im Fall „Hallenbad Uster“ war die Chloridbelastung kaum zu vermeiden. Auch die Zugspannungen können oft nicht vermieden werden, wie die Aufhängung der Hallenbaddecke zeigt. In solchen Fällen bleibt nur die Wahl eines Werkstoffs, der gegen Spannungsrisskorrosion unempfindlich ist.
              1. Spannungsriss-Korrosion
                1. Von Spannungsriss-Korrosion und Schwingungsriss-Korrosion sind Bauteile betroffen, die starken Zugspannungen oder Schwingungen ausgesetzt sind. In den Werkstoff Bereichen mit hoher Belastung kommt es zu Korrosion rissen quer durch die Gefüge Körner (transkristallin).
                    1. Massnahmen: Zugspannungen vermeiden an Bauteilen, unempfindlicher Werkstoff wählen, das Angriffsmittel fernhalten.
                      1. Um Spannungsrisskorrosion zu vermeiden, muss mindestens eine der drei Bedingungen vermieden werden. Man kann also entweder das Angriffsmittel fernhalten, die Zugspannungen vermeiden oder einen unempfindlichen Werkstoff wählen. Das Fernhalten des Angriffsmittels ist oft nicht möglich. Bei Kupfer-Zink-Legierungen genügt oft schon die allgemeine Luftverschmutzung, ein Bauernhof in der Nähe (Ammoniak aus dem Misthaufen) oder die Aufbewahrung eines ammoniakhaltigen Haushaltsreinigers in der Nähe des Bauteils. Auch im Fall „Hallenbad Uster“ war die Chloridbelastung kaum zu vermeiden. Auch die Zugspannungen können oft nicht vermieden werden, wie die Aufhängung der Hallenbaddecke zeigt. In solchen Fällen bleibt nur die Wahl eines Werkstoffs, der gegen Spannungsrisskorrosion unempfindlich ist.
                2. Kontakt Korrosion
                  1. Zur Kontaktkorrosion kommt es an Stellen, wo sich zwei Bauteile aus unterschiedlichen Werkstoffen berühren. Die dort wirksame Korrosion Elemente führen zu örtlichen Auflösungen des unedleren Metalls.
                      1. Massnahmen:Isolierende Zwischenschichten
                        1. Bauteile aus unterschiedlichen Werkstoffen sind durch isolierende Zwischenschichten zu trennen,um Korrosionselemente und damit Kontaktkorrosion zu vermeiden.
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