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Flashcards

Klassische Theorien der sozialen ungleichheit-vertikales Paradigma

Cassiopea Staudacher Sozialstrukturen und Diversität German 56 cards

Cards in this deck (56)

  1. 1Mit welchen Kennzeichen lassen sich: a) Stände b) Klassen c) Schichten unterscheidena) Stände- prägt Muster der Lebensführung
    b) Klassen- spezifische Herrschafts-und Ausbeutungsbeziehungen zw. den Klassen
    c) Schichten- Verknüpfung mit der Beruflichkeit, Status
  2. 2all. Def. Ständerelativ scharf umrissene, durch Tradition, Sitte und Rechte festgelegte soziale Gruppierung
  3. 3all. Def KlassenGruppierung innerhalb von Gefügen sozialer Ungleichheit, die aufgrund ihrer Stellung innerhalb des Wirtschaftsprozesses anderen Gruppierungen über-oder unterlegen sind
  4. 4all. Def SchichtenGruppierung von Menschen mit ähnlich hohem Status innerhalb einer oder mehrerer berufsnaher Ungleicheitsdimensionen
  5. 5Wie wird bei Marx eine Klasse definiert ?(Klasse an sich)Menschen mit gleichem Besitzverhältniss zu den Produktionsmitteln
  6. 6Woraus entstehen für Marx die antagonistischen Klassenverhältnisse ?Interesse der Besitzenden an Sicherung und der Nichtbesitzenden an Veränderung der Klassenverhältnisse
  7. 7Wodurch wird die Klasse an sich zur Klasse für sich?Durch Klassenbewusstsein und Klassenmobilisierung
  8. 8Nenne 9 Schwächen des Marxschen Ansatzes1. Kausales erklärungsmodell--> materialistischer Überdeterminismus
    2. Zweiklassenwelt zu simpel..> Herausbildung der Mittelschicht
    3. Verelendungsthese empirisch unzutreffend
    4. Sozialstaat--> institutionlisierter Klassenkompromiss
    5. Rolle von Technologie und berufständischem Wandel
    6. Klassenlage rein im Besitz von Produktionsmitteln (bildung etc.?)
    7. Geschlecht vernachlässigt
    8. Herausbildung des Klassenbewusstsein kontingent
    9. Verhältniss abstraktes und konkretes Klassenverhältnis unklar
  9. 9Was ist der Vorteil von Webers Klassen im vergleich zu Marx?Mehrdimensionale Perspektive, gemäßigte Klassentheorie
  10. 10Was ist bei Weber die Klassenlage?Klassenlage als Marktlage
  11. 11Wie steht Klasse bei Weber in Verbindung zu Gemeinschaft und Klassenhandeln?Klassen nicht als Gemeinschaften, sondern als mögliche Grundlage von Gemeinschaften, Klasse kann, muss aber nicht Träger von Klassenhandeln sein
  12. 12Auf welche Dimension bezieht sich der Begriff Klasse bei Weber?Klasse bezieht sich auch die Dimension Markt/Produktion
  13. 13Auf welche Dimension der sozialen Ungleichheit bezieht sich der Begriff Stände bei Weber?Stände bezieht sich auf Konsum und Ehre/Prestige (soziale Schätzung)
  14. 14Wo ist laut Weber von einer Klasse zu reden?dort wo:
    1) eine Mehrzahl von Menschen eine spezifische ursächliche Komponente ihrer Lebenschancen gemeinsam ist, soweit
    2) diese Komponente lediglich durch ökonomischen Güterbesitz- und Erwerbsinteressen und zwar
    3) unter den Bedingungen des (Güter- oder Arbeits-) Markts dargestellt wird (Klassenlage)
  15. 15Wie definiert Weber die Klassenlage'Klassenlage' soll die typische Chance
    1)der Güterversorgung
    2) der äußeren Lebensstellung
    3) des inneren Lebensschicksals
    heißen, welche aus Maß und Art der Verfügugnsgewalt über Güter oder Leistungsqualifikationen und aus der gegebenen Art ihrer Verwertbarkeit von Einkommen oder Einkünften innerhalb der gegeben Wirtschaftsordnung folgt
    Marktlage
  16. 16Drei Schlüsselworte für Klassenlage wiederholen1) Güterversorgung
    2) äußeren Lebensstellung
    3) inneren Lebensschicksal
  17. 17In welche drei Klassen unterscheidet Weber ?1. Besitzklasse
    2) erwerbsklasse
    3) Soziale Klasse
  18. 18Wie definiert Weber die Besitzklasse?Besitzklasse soll eine Klasse insoweit heißen, als Besitzunterschiede die Klassenlage primär bestimmen
  19. 19Wie definiert Weber die ErwerbsklasseErwerbsklasse soll eine Klasse insoweit heißen, als die Chance der Marktverwertung von Gütern oder Leistungen die Klassenlage primär bestimmen
  20. 20Wie definiert Weber die Soziale KlasseSoziale Klasse soll die Gesamtheit derjenigen Klassenlagen heißen, zwischen denen ein Wechsel
    a) persönlich
    b) in der Generationenfolge
    leicht möglich ist und typisch stattzufinden pflegt
  21. 21Was kann, muss aber nicht, auf dem Boden der drei Klassenverbände entstehenVergesellschaftung der Klasseninteressen ( Klassenverbände)
  22. 22Nenne Webers Definition der Ständeals ständische Lagebezeichnen jede typische Komponente des Lebensschicksals von Menschen, welche durch spezifische. positive oder negative, soziale einschätzung der Ehre bedingt ist, die sich an irgendeine gemeinsame Eigenschaft vieler knüpft
  23. 23Was ist die drei Hauptmerkmal der Stände bei Weber?1)Form der gemeinsamen Lebensführung, und Anerkennung durch Dritte.
    2) Bestimmte Lebensstile.
    3) Reproduktion durch explizite oder implizierte Normen
  24. 24Weber: Nenne 3 konkrete Beispiele von Ständen und KlassenStände: 1) Lebensführungsstände
    2) Berufsstände
    3) Geburtsstände
    Klassen: 1) Arbeiterschaft
    2) Kleinbürgertum
    3) Klasse der Besitzenden und durch Bildung privilegierten
  25. 25Weber: Welches Prinzip herrscht bei Ständen vor, welches bei Klassen?Stände--> Prinzip der Ehre und des Prestiges
    Klassen--> Marktprinzip
  26. 26Wer gilt als Haupttheoretiker der Schichten?Theodor Geiger
  27. 27Definition Schicht nach Geiger?SChicht als Personen mit ähnlichem oder gleichem sozialen Status
  28. 28Beispiele für den soz. Status1. Lebenschancen
    2. Privilegien
    3. Chancen
    4. Risiken
  29. 29Wie wird ein Schichtungsmodell entwickelt ?1. Suche nach dominanten Dimensionen sozialer Schichtung durch:
    2. deduktiv-empirischen Ansatz: Beobachtung der gesamtgeselschaftlichen Struktur und Suche nach Regelmäßigkeiten
  30. 30Wie ist die objektive Schicht definiert ?Durch die relevanten äußeren Merkmale
  31. 31Wie ist die subjektive Schicht definiert ?Muster der Einstellungen und Mentalität
  32. 32Was ist die Verbindung zw. objektiver und subjektiver SchichtKein Determinismus, aber typische Zusammenhänge, Kombination sozialer Lagen und Mentalitäten
  33. 33Welche 5 Hauptschichten hat Geiger in der Weimarer Republik ausgemacht?1. kapitalisten
    2. mittlere & kleinere Unternehmer
    3. Lohn- und Gehaltsbezieher
    4. höhere Qualifikationen
    5. Tagewerker
  34. 34Wer vertrat die funktionalistische Theorie der Stratifikation ?1. Davis und Moore
    2. Parsons
  35. 35Anhand welches Kriteriums wird in der funktionalistischen Theorie stratifiziert?Funktionale Differenzierung der Sozialstruktur entlang beruflicher Differenzierung
  36. 36Nach welchem Prinzip wird in der funktionalistischen SChichtungstheorie stratifiziert?Die Fähigsten müssen in die wichtigsten Positionen kommen
  37. 37Grundannahme der funktionalistischen SchichtungstheorieJede Gesellschaft muss Arbeitnehmer zu Leistungen motivieren, daher braucht es ein System unterschiedlicher Gratifikationen (Belohnungen)
  38. 38Welche Formen der Belohnung gibt es und wie sind sie angeordnet?1. Formen: Prestige, Macht, Einkommen
    2. Hierarchie der Belohnung das die inhaber der herausgehobenen Personen belohnt
  39. 39Wie wird Ergebnisungleichheit in der funktionalistischen Schichtungstheorie gerechtfertigt?Prinzip der Merotikratie, also auf Leistung, wettbewerb und fähigkeiten ausgerichtet, Ergebnisungleichheit ist funktional und notwendig
  40. 40Worum geht es laut Parsons bei der sozialen Schichtung ?Eine differentielle rangordnung, bei der Individuen in ein soziales System eingestuft werden und Welches Über-und Unterordnung hervorbringt
  41. 41Wozu führt laut Parsons dieses Schichtungssystem ?Dass Menschen entsprechend der institutionellen Normen handeln
  42. 42Woraus resultiert laut Parsons Status?Aus der gesellschaftlichen Wertung unterschiedlicher Positionen
  43. 43Was entscheidet in der Regel in der industriellen Gesellschaft über Schicht ?Berufe oder Tätigkeiten
  44. 44Welche 7 Kritikpunkte gibt es an der funktionalistischen Schichtungstheorie1. negatives Menschenbild
    2. unzutreffende Annahme, es existiere Chancengleichheit
    3. keine knappheit an talenten sondern an Positionen
    4. funk. Bedeutung und Belohnung stimmen nicht immer überein
    5. Wer schätzt Bedeutung von Positionen ein und bestimmt das
    6. unklar wie viel Ungleichheit in Gesellschaft notwendig sei
    7. Macht, herrschaft &Konflikt
  45. 45Was versuchen neuere KlassentheorienEine Verbindung und Erweiterung von Marx und Weber
  46. 46Nenne zwei Beispiele von neueren Klassentheorien1. Goldthorpe
    2. EPG Klassenschema
  47. 47Kurze Beschreibung von Goldthorpes KlassentheorieUntersucht die Rolle von Markt und Erwerbposition und deren Wirkung auf Einkommenschacnen, Kontrolle, und Sicherheit
  48. 48Kurze Beschreibung des EPG Klassenschemas1) 7 Klassen
    2) stark beruflich orientiert
    3) oft im internationalen Vergleich eingesetzt
  49. 49Nenne 3 neuere Schichttheorien1. These der nivellierten Mittelstandsgesellschaft (Schelsky)
    2. Haus und Zwiebel: Beschreibungsmetapher der Sozialstruktur
    3. Schichtansatzverteidigung von Geißler
  50. 50Welche Annahme trifft die These der nivellierten Mittelstandsgesellschaft ?Nivellierung der sozialen Ungleichheit und quantitative Ausweitung der mittleren Soziallagen
  51. 51Welche Ursachen dafür gibt die These der nivellierten Mittelstandsgesellschaft an?Bilgunschancen, kollektive Aufstiegsprozesse
  52. 52Welches Prinzip der hierarchischen Betrachtung der Sozialstruktur gibt es bei der Haus und Zwiebel Metapher ?Über-und Unterordnung aber auch nebeneinander von Schichten bzw. Schichtfraktionen
  53. 53Nenne die Grundkonzepte der Verteidigung des Schichtansatzes von Geißler1. Klassen und Schichten lösen sich nicht auf, es bildet sich eine dynamische und plurale SChichtstruktur
    2. Schichte:" als Gruppierungen mit ähnlichen soziallage und damit verknüpfte typische Subkulturen und Lebenschancen"
    3. neue Aspekte und Dimensionen wie Alter und Geschlecht
  54. 543 Hauptkritikpunkte der Klassen-und Schichtkonzepte1. Erwerbzentriertheit
    2. kulturelle Vielfalt vernachlässigt
    3. Vertikalität
  55. 55Was ist mit vertikalität gemeint?Traditionelle vertikale Dimensionen der sozialen Ungleichheit sind: Besitz, Berufsposition, Qualifikation und ökonomische Lage)
  56. 56Was ist mit horizontalen Ungleichheiten gemeint?(neue) Geschlecht, Alter, Generationen, Lebensformen, Region

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Description
Sozialstrukturen und Diversität Flashcards on Klassische Theorien der sozialen ungleichheit-vertikales Paradigma, created by Cassiopea Staudacher on 28/06/2017.
Created by
Cassiopea Staudacher · Jun 2017
Updated
Jun 28, 2017
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