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Karteikarten

SKL Klausur 1

Alina Sabel SKL OC 1. Ausbildungsjahr Deutsch 200 Karten

Karten in diesem Stapel (200)

  1. 1Hautverletzungen/Wunden: DefinitionWunden sind Läsionen, die durch ein Durchtrennen oder eine oberflächliche Beschädigungen der Haut oder der Schleimhaut entstehen
  2. 2Wunden: Einteilung/Wundarten-mechanische Wunden, thermische Wunden, Strahlenwunden, chemische Wunden
    -latrogene Wunden
    -chronische Wunden
  3. 3mechanische Wunden: Entstehungentstehen im Rahmen eines Traumas durch Einwirkung von Druck-, Zug- oder Scherkräften auf das Gewebe
  4. 4mechanische Wunden: Beispiele-Schürfwunden
    -Schnittwunden (auch OP)
    -Stichwunden
    -Platzwunden
    -Risswunden
    -Kratzwunden
    -Schusswunden
    -Amputation
  5. 5thermische Wunden: Entstehungentstehen durch Einwirkung von Hitze oder Kälte auf das Gewebe
  6. 6thermische Wunden: Beispiele-Verbrennung
    -Erfrierung
    -Strom
  7. 7chemische Wunden: Entstehungentstehen durch Einwirkung von Säuren und Laugen auf das Gewebe -> Verätzungen
  8. 8Strahlenwunden: Beispiele-Röntgenstrahlen
    -radioaktive Isotope
    -Chemotherapie
  9. 9Luxation: DefinitionVerletzungen, bei denen Konchen aus dem Gelenk springen, mit dem sie verbunden sind. Durch eine plötzliche und unerwartet einwirkende äußere Kraft wird die Verbindung von Gelenkkopf und Gelenkpfanne getrennt.
  10. 10Komplikationen bei Luxationen-Muskel- und Sehnenverletzungen
    -Kapsel-Band-Verletzungen
    -Nervenläsionen
    -Luxationsfrakturen
    -andere knöcherne Begleitverletzungen (Knorpelimpressionen, Abscherung von Knochenfortsätzen)
    -Knochennekrose
  11. 11Komplikationen bei Luxationen: Auswirkungen von Muskel- und Sehnenverletzungen-Muskelverkalkungen (Kalzifikationen)
    -schmerzhafte Muskelfunktion
  12. 12Komplikationen bei Luxationen: Auswirkungen von Kapsel-Band-Verletzungen-Verknöcherung in Bändern
    -Vernarbungen der Gelenkkapsel
    -Instabilität
  13. 13Komplikationen bei Luxationen: Auswirkungen von Nervenläsionen-sensible Ausfälle
    -Lähmungen
  14. 14Komplikationen bei Luxationen: Auswirkungen von Luxationsfrakturen-meist Op-indiziert
    -oft Stufenbildung in Gelenken
  15. 15Komplikationen bei Luxationen: Auswirkungen von anderen knöchernen Begleitverletzungen-Störung der Gelenkmechanik
    -Knorpelschäden
    -sekundäre Arthrose
    -Funktionsverlust von Muskeln
  16. 16Komplikationen bei Luxationen: Auswirkungen von Knochennekrose-Bewegungseinschränkung
    -Schmerzen
  17. 17Subluxation: Definitionkeine komplette Luxation, Bänder/Muskeln so schwach, dass Gelenk nicht in physiologischer Position gehalten werden kann
  18. 18Luxation: Symptome-Fehlstellung
    -federnder Widerstand beim Bewegungsversuch durch Kapsel-, Band- und Muskelspannung
    -Schmerz
    -Schwellung
    --> Differenzialdiagnostik zu Fraktur zwingend erforderlich
  19. 19Amputation: Definitionoperative oder traumatische Abtrennung eines Körperteils
  20. 20Amputation: Einteilung-Minoramputation
    -Majoramputation
  21. 21Amputation: MinoramputationAmputation der Extremität, bei der ein Teil des Fußes/der Hand distal des Gelenks (Sprunggelenk/Handgrundgelenk) chirurgisch abgetrennt wird
  22. 22Amputation: Salami-Techniksehr zurückhaltende Rezesion, um möglichst große Anteile des Skeletts zu erhalten.
    Ziel: aszendierende Infektionen und damit Notwendigkeit einer Majoramputation vermeiden
  23. 23Amputation: MajoramputationAmputation an den Extremitäten, die proximal des Sprunggelenks/Handgelenks erfolgt
  24. 24Wunde: Ursachen-Verletzungen
    -Gewalteinwirkungen
    -Beeinträchtigungen von außen
  25. 25Wunden: Kennzeichen-sichtbare Durchtrennung der Hautbarriere oder der Schleimhäute
    -sichtbare Blutungen
  26. 26Wunden: latrogene Wunden: Beispiele-Inzision (Einschnitt, z.B. Eröffnung eines Abszesses)
    -Punktion (Einführen einer Punktionskanüle, z.B. zur Gewinnung einer Gewebeprobe)
    -Laser
    -Spalthautentnahme
    -Amputation
  27. 27Wunden: chronische Wunden: Definition-Wunden, die sich langsam entwickeln und über längere Zeit bestehen. Ursachen hierfür sind oftmals Durchblutungsstörungen, Diabetes, Adipositas oder eine Schwäche des Immunsystems
  28. 28Wunden: chronische Wunden: Merkmale-gelbliche, schmierige und /oder schwarze Beläge
    -unangenehmer Wundgeruch
    -schmerzende und geschwollene Wundumgebung
    -nässende Wunde
    -zusätzliche Besiedlung der Wunde mit Krankheitserregern
  29. 29Wunden: chronische Wunden: Begünstigungen-Durchblutungsstörungen
    -Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    -Stoffwechselstörungen, z.B. Diabetes
    -rheumatische Erkrankungen
    -schlechter Ernährungszustand (Adipositas)
    -schlecht geführter Lebenszustand (rauchen, Alkohol)
  30. 30Wundheilungsphasen: primäre Wundheilung: Merkmale-akute und nicht infizierte (OP-)Wunde
    -schnelle komplikationslose Heilung
    -ohne Narbenbildung
    -Wundränder glatt und eng aneinander liegend
    -Strukturen können weitestgehend allein wiederhergestellt werden
  31. 31Wundheilungsphasen: sekundäre Wundheilung: Merkmale-Wundheilungsstörungen
    -Wunde infiziert und eitrig
    -chronische Wunden
    -heilen sehr langsam ab
    -es entsteht Narbengewebe
    -Gewebsstrukturen können aufgefüllt werden, aber evtl. nicht vollständig wiederhergestellt werden
  32. 32Wundheilung: Phasen der Wundheilung-Reinigungs- oder Exsudationsphase (inflammatorische Phase)
    -Granulationsphase (Proliferationsphase)
    -Epithelisierungsphase (reparative Phase)
    -> laufen nacheinander ab, können sich aber überschneiden
  33. 33Wundheilung: Reinigungs- und Exsudationsphase (inflammatorische Phase)-Wundbett wird gereinigt
    -Reinigung ist Voraussetzung für alle weiteren Schritte, sonst chronische Wunde
    -Wunde füllt sich mit Blut (kann durch Engstellung der Gefäße wieder eingestellt werden)
    -Blutgerinnungskaskade setzt ein -> Thrombozyten
    -Fresszellen dringen in Wunde ein und beseitigen Bakterien und andere Erreger
    -endet nach ca. 3 Tagen
    -treten innerhalb dieses Stadiums Störungen auf, braucht es länger, um die Wunde zu säubern
    -Erkennungsmerkmal dieses Stadiums: Wunde oft mit Kruste oder mit gelblich-schmierigem Belag
  34. 34Wundheilung: Granulationsphase-hier wird neues Gewebe gebildet und die Wundlücke aufgefüllt
    -durch Fibroblasten entsteht ein Netz, an dem sich neue Zellen im Wundbereich ansiedeln können
    -Fibroblasten binden zudem neues Kollagen, um neuem Gewebe Festigkeit zu geben
    -es werden neue Kapillaren gebildet, dadurch entsteht oftmals eine Räte auf der Haut
    -die neuen Kapillaren sind noch wenig widerstandsfähig und können leicht verletzt werden
    -mechanische Belastung muss hier minimiert werden
  35. 35Wundheilung: Epithelisierungsphase-beginnt bei der sekundären Wundheilung ca. mit dem vierten Tag
    -kann mehrere Wochen dauern
    -neues Narbengewebe wird gebildet
    -Granulationsgewebe wird gefäß- und wasserärmer -> Narben fester
    -neue Epithelzellen wachsen vom Rand nach innen
    -durch Mitose und anhaltende Kontraktion der Wunde wird das Gewebe verdickt und die Wunde verkleinert und anschließend verschlossen
    -Wundbett ist meist rosa
  36. 36Wundheilungsstörungen: Symptome-schlechte Durchblutung
    -Stagnation in der Reinigungsphase, Granulations- und Epithelgewebe wird nicht gebildet
    -Bildung von Nekrosen im Wundgrund
    -Bildung von Belägen
    -Bildung von Geruch und übermäßigem Exsudat
    -Flüssigkeitsansammlung in Hohlräumen
    -wiederkehrende und starke Schmerzen
    -Infektionsbildung
    -überschießende Gewebeneubildung (auch gestörte Narbenbildung)
  37. 37Wundheilungsstörungen: systemische Störfaktorenentstehen im Körper oder Geist
    -Medikamente
    -Stress
    -Mangelernährung
    -Rauchen
    -Immunstatus
    -Immobilität
  38. 38Wundheilungsstörungen: lokale Störfaktorenentstehen in der Wunde selbst
    -Druck
    -Fremdkörper
    -falsche Wundauflagen
  39. 39Beckenringfraktur: DefinitionFraktur im Bereich des Beckens, der die Integrität des Beckengürtels (Cingulum membri inferioris) unterbricht
  40. 40Beckenringfraktur: Epidemiologieseltene Frakturen, können jedoch im Alter als einfache Abrissfrakturen häufiger auftreten
  41. 41Beckenringfraktur: Ätiopathogenese-durch ausgeprägte Gewalteinwirkung auf den Organismus
    -oft bei Polytraumata, wobei vor allem Stürze aus großer Höhe und Verkehrsunfälle ursächlich sind
    -in höherem Alter werden sie durch Bagatelltraumen verursacht
  42. 42Bagatelltrauma: Definitionbezeichnet eine an sich leichte Krafteinwirkung auf den Körper, die beim gesunden Menschen keinen Schaden anrichtet -> husten, niesen oder eine abrupte Körperbewegung
    meist degenerative Prozesse im Körper vorhanden: Osteoporose
    auch idiopathische Ätiopathogenesen sind hierbei dokumentiert = passt nicht zur Vorgehensweise, ohne erkennbare Ursache
  43. 43Beckenringfraktur: Klinik-Hämatome im Perineal- (Damm) und Inguinalbereich (Leiste)
    -evtl. Beckenasymmetrie, weil wie Trichter geformt
    -starke Schmerzen
    -Störungen im Bereich von Durchblutung, Motorik und Sensibilität
    -Blutungen aus dem After, den Urogenitalorganen sowie der Haut
  44. 44Beckenringfraktur: Komplikationen-häufig Begleitverletzungen im Abdominalbereich und im kleinen Becken (Symphysenbereich)
    -es kann zu Verletzungen von Harnblase und Harnröhre sowie Darmperforation kommen
    -Schädigung des NERVUS ISCHIADICUS sowie intraperitoneale und retroperitoneale Blutungen durch Verletzung der Iliakalgefäße, dem Plexus venosus sacralis sowie der ARTERIA FEMORALIS und der VENA FEMORALIS möglich
    -aufgrund massiver Blutverluste besteht die Gefahr eines hämorrhagischen Schocks
  45. 45Beckenringfraktur: Diagnostik-typische Fraktur-Symptome
    -Kompressions- und Stauchungsschmerz am Becken
    -Bewegung im Hüftgelenk
    -eine Beckenübersicht sowie eine Sonographie des Abdomens sollten unbedingt angefertigt werden
  46. 46Beckenringfraktur: AO-KlassifikationTyp A
    Typ B
    Typ C
  47. 47Beckenringfraktur: AO-Klassifikation: Typ A-stabile Beckenringfraktur
    -z.B. Frakturen des vorderen Beckenrings oder Frakturen der Beckenschaufeln, sowie Abrissfrakturen
  48. 48Beckenringfraktur: AO-Klassifikation: Typ B-teilweise instabile Beckenringfraktur mit Rotationsinstabilität
    -Becken kann nach vorne aufgeklappt werden (z.B. open book)
  49. 49Beckenringfraktur: AO-Klassifikation: Typ C-komplette Instabilität des Beckenrings
    -wenn Sprengung der Symphyse = Malgaigne-Fraktur
    -> OP-indiziert
  50. 50Beckenringfraktur: Open-Book-VerletzungForm der Beckenringfraktur, bei der es zu einer Symphysensprengung und zu einer unilateralen Außenrotation einer Beckenhälfte kommen kann. Dadurch klaffen die beiden Symphysenhälften auseinander (aufgeschlagenes Buch)
  51. 51Beckenringfraktur: Malgaigne-Fraktur-Typ C- Beckenringfraktur (Typ III nach Müller) mit hinterer und vorderer Beckenfraktur
    -meistens Bruch des Os sacrum oder des ISG bei gleichzeitiger Fraktur des vorderen Beckenrings oder Symphysensprengung
  52. 52Beckenringfraktur: Therapie: Typ A (abhängig von Begleitverletzungen und Schweregrad)konservativ mit ca. 2, eher 3 Wochen Bettruhe -> alles gut durch Bänder gehalten
  53. 53Beckenringfraktur: Therapie: Typ B/Coperative Therapie (z.B. Plattenosteosynthese)
    -bei schweren Frakturen wird eine erste Stabilisierung der Frakturteile durch einen Fixateur externa (1 Tag post OP aufstehen) oder eine Beckenringzwinge erreicht
  54. 54Acetabulumfraktur: DefinitionKnochenbruch im Bereich der Hüftgelenkspfanne
    Verletzungshergang erfordert eine große Krafteinwirkung über den Schenkelhals auf das Acetabulum -> meist Quetschungen durch Unfälle auf Hüftseite
  55. 55Acetabulumfraktur: Epidemiologieselten
  56. 56Acetabulumfraktur: AO-KlassifikationTyp A
    Typ B
    Typ C
  57. 57Acetabulumfraktur: AO-Klassifikation: Typ AFrakturen eines Pfeilers mit oder ohne Dislokation
  58. 58Acetabulumfraktur: AO-Klassifikation: Typ BQuerfraktur mit teilweise stabilem Pfannendach
  59. 59Acetabulumfraktur: AO-Klassifikation: Typ CZwei-Pfeiler-Fraktur, totale Instabilität des Acetabulums, keine tragende Funktion über das Os ilium mehr vorhanden
    -> OP-indiziert
  60. 60Acetabulumfraktur: Ätiopathogenese-kann durch direkte Gewalteinwirkung entstehen (Querfraktur wird z.B. durch direkten Schlag auf Trochanter major verursacht)
    -häufig im Rahmen von Anpralltraumen (dashboard injury) -> beim Anprall außenrotiertes Hüftgelenk = Verletzung des vorderen Pfeilers; beim Anprall innenrotiertes Hüftgelenk = Verletzung des hinteren Pfeilers
    -abduziertes Hüftgelenk = untere Querfraktur; adduziertes Hüftgelenk = hohe Querfraktur
  61. 61Acetabulumfraktur: Klinik-starke lokale Schmerzen
    -betroffene Extremität ist verkürzt und zeigt Fehlstellung -> Hüftkopf verrutscht nach cranial, Muskeln spannen noch mehr an
    -Schwellung und Hämatombildung
  62. 62Acetabulumfraktur: Begleitverletzungen-knöcherne Begleitverletzungen, wie z.B. eine Patellafraktur oder eine Hüftkopffraktur
    -Hüftgelenksluxation, ggf. mit Verletzung des Nervus ischiadicus
    -im Alter Arthrose durch Stufenbildung
  63. 63Acetabulumfraktur: Diagnostik-Klinik und Verletzungsmechanismus weisen auf Verletzung hin
    -Durchblutung, Motorik, Sensibilität überprüfen
    -Röntgenbild
    -CT
  64. 64Acetabulumfraktur: Therapie-operativ durch Osteosynthese
    -bei älteren Patienten bietet sich Implantation einer Hüfttotalendoprothese (TEP) nach konservativer Ausheilung der Fraktur an
  65. 65Acetabulumfraktur: Prognoseda in vielen Fällen Stufen im Bereich der Gelenkfläche verbleiben, entwickeln drei von vier Patienten im Laufe der Zeit eine schwere Coxarthrose
  66. 66Oberschenkelhalsfraktur: DefinitionFraktur des Oberschenkelhalses (collum femoris)
  67. 67Oberschenkelhalsfraktur: Epidemiologie-häufige Fraktur des alten Menschen
    -jährliche Inzidenz bei Ü65 600-900 pro 100.000
    -Kinder nur sehr selten betroffen
  68. 68Oberschenkelhalsfraktur: Ätiologie-mechanische Krafteinwirkung (z.B. Drehung, Biegung, Abscherung) auf den Schenkelhals
    -Unfallhergang: Sturz aus Standhöhe oder niedriger Sitzhöhe auf den Trochanter major
    -forcierte Außenrotation des Beines (z.B. beim Stolpern)
    -Überbelastung bei Osteoporose
    -Varusstellung des Schenkelhalses (O-Bein)
    -seltene Ursache: Hochrasanztraume mit axialer Stauchung des Oberschenkels (Brems- oder Beschleunigungsvorgänge, Aufprallereignisse)
  69. 69Oberschenkelhalsfraktur: Risikofaktoren-häufig in Zusammenhang mit Osteoporose
    -Frauen öfter als Männer
    -Sturzneigung (Sensibilitätsausfälle bei Diabetes, Schwindel, Koordinationsstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Alkoholmissbrauch, Sehstörungen)
  70. 70Oberschenkelhalsfraktur: Klassifikationen-Einteilung nach Lokalisation
    -Einteilung nach Risiko der Perfusionsstörung des Femurkopfes
    -Einteilung nach mechanischen Gesichtspunkten
  71. 71Oberschenkelhalsfraktur: Klassifikation nach Lokalisation-medial (intraartikulär) -> 95% aller Schenkelhalsfrakturen, werden nach Richtung der frakturauslösenden Krafteinwirkung unterteilt
    ~Adduktionsfraktur: Femur liegt im Hüftgelenk in Varusstellung, die Frakturfragmente neigen zur Dislokation
    ~Abduktionsfraktur: Femur liegt in Valgusstellung, Frakturfragmente sind meist ineinander verkeilt und neigen weniger zur Dislokation
    -lateral (extraartikulär)
  72. 72Oberschenkelhalsfraktur: Klassifikation nach Risiko der PErfusionsstörung des Femurkopfes nach Garden-> je kleiner die Kontaktfläche der Frakturfragmente und je größer die Dislokation, desto höher ist Risiko einer Femurkopfnekrose
    Typ1
    Typ 2
    Typ 3
    Typ 4
  73. 73Oberschenkelhalsfraktur: Klassifikation nach Risiko der PErfusionsstörung des Femurkopfes nach Garden: Typ 1-12%
    -eingestauchte, nicht dislozierte (inkomplette) Abduktionsfraktur (valgusimpaktiert)
  74. 74Oberschenkelhalsfraktur: Klassifikation nach Risiko der PErfusionsstörung des Femurkopfes nach Garden: Typ 2-20%
    - nicht dislozierte, komplette Adduktionsfraktur (varusimpaktiert)
  75. 75Oberschenkelhalsfraktur: Klassifikation nach Risiko der PErfusionsstörung des Femurkopfes nach Garden: Typ 3-48%
    - teilweise dislozierte, komplette Adduktionsfraktur, Fragmente im Bereich der dorsalen Kortikalis noch verbunden
  76. 76Oberschenkelhalsfraktur: Klassifikation nach Risiko der PErfusionsstörung des Femurkopfes nach Garden: Typ 4-20%
    -komplette dislozierte Fraktur, Durchblutung abgetrennt
  77. 77Oberschenkelhalsfraktur: Klassifikation nach mechanischen Gesichtspunkten nach Pauwels-Winkel der Hauptfrakturlinie zur Horizontalen wird berücksichtigt -> je größer der Winkel, desto höher ist Risiko einer Dislokation und einer schlechten Heilung
    -Pauwels 1
    -Pauwels 2
    -Pauwels 3
  78. 78Oberschenkelhalsfraktur: Klassifikation nach mechanischen Gesichtspunkten nach Pauwels: Pauwels 1-Winkel < 30° (Abduktionsfraktur in Valgusfehlstellung)
    -günstige Heilungstendenz; individuell, ob OP oder nicht
  79. 79Oberschenkelhalsfraktur: Klassifikation nach mechanischen Gesichtspunkten nach Pauwels: Pauwels 2-Winkel 30-50°
    -Adduktionsfraktur in Varusfehlstellung
    -abnehmende Heilungstendenz
    -OP-indiziert
  80. 80Oberschenkelhalsfraktur: Klassifikation nach mechanischen Gesichtspunkten nach Pauwels: Pauwels 3-Winkel > 50°
    -Abscherfraktur
    -schlechte Heilungstendenz
    -OP-indiziert
  81. 81Oberschenkelhalsfraktur: SymptomatikAdduktionsfrakturen:
    -Fehlstellung des Beines in AR, wegen des Muskelzugs der am Trochanter major ansetzenden Musculi glutaei
    -Verkürzung des Beines
    -Schmerzen bei Bewegung(-sversuch) im Hüftgelenk
    -Varus entsteht
    Abduktionsfrakturen:
    -weniger starke Symptome, da hohe Reststabilität
    -Druckschmerzhaftigkeit, Schmerzen bei Stauchung des Hüftgelenks
  82. 82Oberschenkelhalsfraktur: Diagnose-gezielte Anamnese
    -körperliche Untersuchung
    -Röntgenaufnahme
  83. 83Oberschenkelhalsfraktur: Was sollte bei der Anamnese in Hinblicke auf OP beachtet werden?-Klärung des genauen Unfallmechanismus
    -Vorerkrankungen, wie Osteoporose, Artherosklerose, maligne Neoplasien, Erkrankungen von Herz, Leber und Nieren
    -Einnahme von Medikamenten, insbesondere Gerinnungshemmer
  84. 84Oberschenkelhalsfraktur: Differenzialdiagnosen-Knochenprellung
    -Acetabulumfraktur
    -Beckenfraktur
    -Hüftkopffraktur
    -petrochantäre Fraktur
    -aktivierte Coxarthrose
    -Insertionstendopathie
    -Bursitis iliopectinea
    -Coxitis
  85. 85Oberschenkelhalsfraktur: Therapie-konservativ oder operativ
    -in der Regel wird chirurgische Versorgung angestrebt -> Stabilität, mögliche Spätfolgen (Pseudarthrose, Hüftkopfnekrose, Thromboembolie, Dekubitus)
  86. 86Oberschenkelhalsfraktur: Therapie: konservativ: b: bei wem?indiziert bei:
    -Patienten mit ausgeprägter Herzinsuffizienz, Bronchopneumonie und signifikanter Malnutrition
    -allgemeine oder lokale Kontraindikationen gegen OP
    -impaktierten, stabilen Frakturen und nur geringer Abwinkelung des Femurkopfes in der Axialaufnahme
    -dislozierter Fraktur bei Vorliegen von Gebrechlichkeit, Bettlägerigkeit und Demenz
  87. 87Oberschenkelhalsfraktur: Therapie: konservative Maßnahmen-umfassen eine adäquate Schmerztherapie
    -Entlastung für mind. 5 Wochen mit anschließender Mobi unter physiotherapeutischer Betreuung
    -bei Bedarf zur Entlastung der Gelenkkapsel Punktion mit Drainage
    -Thromboseprophylaxe -> Hüftfrakturen haben hohes Risiko für Beinvenenthrombosen und Lungenembolien
  88. 88Oberschenkelhalsfraktur: Therapien: operativ: Osteosynthese-impaktierte, nicht dislozierte Frakturen
    -jüngere Patienten (<65-70)
    -hohem Aktivitätsniveau des Patienten
    -gute Knochenqualität
    -frische Fraktur (<24 Stunden)
    -fehlende Arthrose
    -gut reponierbare Fraktur
    -ipsilaterale Parese
    -> Schraubenosteosynthese, dynamische Hüftschraube (DHS), Marknagelosteosynthese
  89. 89Oberschenkelhalsfraktur: Therapien: operativ: Endoprothese-ältere Patienten
    -niedriges Aktivitätsniveau
    -fortgeschrittene Osteoporose
    -ausgeprägte Coxarthrose
    -pathologische Fraktur
    -nicht ausreichend reponierbare Fraktur
  90. 90Oberschenkelhalsfraktur: Prognose-1/4 aller Patienten nach proximaler Femurfraktur versterben innerhalb eines Jahres nach Unfall
    -häufig haben Patienten größere Schwierigkeiten mit Aktivitäten des täglichen Lebens im Vergleich zu gleichaltrigen Personen
    -bei konservativer Behandlung beträgt Risiko einer späten Femurkopfnekrose bis zu 20%
    -nach Durchführung einer Osteosynthese versterben ca. 20-30% der Patienten im 1. Jahr nach OP
    -weitere hohe Risiken: Hüftkopfnekrose und Pseudarthrose
    -Risiken sind insbesondere Prothesenlockerung und Protheseninfektion
  91. 91Oberschenkelhalsfraktur: Prävention-Sturz- und Frakturrisiko durch geeignete Maßnahmen reduzieren: körperliche Aktivität, Verbesserung der Muskelkraft und Koordination, Vermeidung von Immobilisation, altersgerechte Wohnungseinrichtung, Überprüfung der Sehfähigkeit
    -Hochrisikopatienten: Hüftprotektoren
  92. 92Tibiakopffraktur: DefinitionKnochenbruch des Schienbeins im Bereich des Caput tibiae
  93. 93Tibiakopffraktur: Pathogenese-meist durch ein Trauma -> Sturz aus großer Höhe auf das Bein (Stauchungskräfte entlang der Längsachse zwischen Femur und Tibia, durch welche Femurkondylen den Tibiakopf imprimieren und seitlich absprengen können
    -direkte Gewalteinwirkung auf Kniegelenk selbst, z.B. bei schweren Autounfällen durch Anprall unter Armaturenbrett
  94. 94Tibiakopffraktur: AO-KlassifikationTyp A 1, 2, 3 (extraartikuläre Frakturen)
    Typ B 1, 2, 3 (partiell artikuläre Frakturen)
    Typ C 1, 2, 3 (vollständig artikuläre Frakturen)
  95. 95Tibiakopffraktur: Klinik-enorme Schwellung mit Hämatom
    -Bewegung im Kniegelenk ist schmerzhaft eingeschränkt bis unmöglich
    -auch bei einfacher Palpation Schmerzen
    -Krepitation
  96. 96Tibiakopffraktur: Diagnose-Anamnese
    -klinische Untersuchung
    -Kniegelenkspunktion: Hämarthros liegt oft vor -> bei Punktion kann Blut und Fettaugen als Beweis für aus dem Knochen ausgetretenes Knochenmark (fetthaltig) dienen
    -Bildgebung: Röntgen in zwei Ebenen; CT
  97. 97Tibiakopffraktur: Begleitverletzungen-Läsionen der Arteria und Vena poplitea
    -Läsion des Nervus peronaeus communis
    -Ligament- und/oder Meniskusläsion
    -Fibulaköpfchenfraktur
  98. 98Tibiakopffraktur: Therapie konservativ-bei nicht-dislozierten Spaltbrüchen lässt man das Bein für einen Monat in Gipsschiene
    -anschließende PT -> Bein kann nach 8 bis 12 Wochen wieder voll belastet werden
    -Kniegelenkspunktion bei Hämarthros auch therapeutisch wichtig
  99. 99Tibiakopffraktur: Therapie operativ-alle dislozierten Frakturen = OP
    -Plattenosteosynthese mit T-Abstützplatte
    -mit Spongiosa unterfüttern und Abstützschrauben einbringen
    -Fixateur externe
    -> wichtig, dass Gelenkfläche der Tibia nach Reposition präzise rekonstruiert wird
  100. 100Tibiakopffraktur: Nachbehandlungnach OP sollte Kniegelenk für ca. 3 Monate mit PT und Bewegungsschiene entlastet, aber auch frühfunktionell mobilisiert werden
  101. 101Tibiakopffraktur: Komplikationen-Arthrose durch nicht exakte Reposition der Gelenkfläche
    -Fibulaköpfchenfraktur kann begleitend auftreten unter Mitbeschädigung des Nervus fibularis
    -Kompartmentsyndrom
    -Knorpelschäden, Risse der Retinacula (Halteband für Organe und Sehnen), der Menisci und der Gelenkkapsel
    -Osteomyelitis und/oder Gelenkempyem
  102. 102distale Femurfraktur: Definition-auch suprakondyläre Femurfraktur
    -am Schaft in der Nähe des Kniegelenks (bis 15cm oberhalb der Kniegelenkslinie)
    -oberes Knochenfragment wird auf Innenseite gezogen, unteres Fragment nach hinten geschoben
  103. 103distale Femurfraktur: Klinik-Schmerzen
    -Bein kann nicht belastet werden, Knie kann nicht bewegt werden
    -Schwellung
    -Fehlstellung
    -häufig offene Fraktur -> Haut durch Knochensplitter verletzt
    -Bluterguss
  104. 104distale Femurfraktur: Ursachen und Risikofaktoren-große Krafteinwirkung auf Knochen -> Verkehrsunfälle
    -meist jüngere Menschen
    -bei älteren Menschen meist in Nähe des Kniegelenks oder des Schenkelhalses (-> durch Osteoporose)
    -Hochrasanztrauma: viel kinetische Energie (Bewegungsenergie) -> größere Trümmerzone, häufig Gelenke, Kapsel und Bänder betroffen
  105. 105distale Femurfraktur: AO-KlassifikationTyp A 1, 2, 3 (extraartikulär, suprakondylär)
    Typ B 1, 2, 3 (partiell-artikulär, kondylär)
    Typ C 1, 2, 3 (artikulär, suprakondylär und kondylär)
  106. 106distale Femurfraktur: AO-Klassifikation: Typ AA1: Abrissfraktur
    A2: metaphysär einfach
    A3: metaphysäre Keil- oder mehrfragmentäre Fraktur
  107. 107distale Femurfraktur: AO-Klassifikation: Typ BB1: sagittale laterale Kondylenfraktur
    B2: sagittale mediale Kondylenfraktur
    B3: koronare Fraktur (bspw. Hoffa-Fraktur)
  108. 108distale Femurfraktur: AO-Klassifikation: Typ CC1: metaphysär und artikulär einfach
    C2: artikulär einfach sowie metaphysär mehrfragmentär oder keilförmig
    C3: artikulär mehrfragmentär sowie metaphysär mehrfragmentär, keilförmig oder einfach
  109. 109distale Femurfraktur: Diagnostik-Anamnese (Unfallhergang)
    -körperliche Untersuchung (DMS)
    -typische Begleitverletzungen abklären
    -Röntgenbild (bei Trümmer- oder Defektfrakturen Vergleichsaufnahme des anderen Beines)
    -bei Verdacht auf Gefäßverletzungen Dopplersonographie oder Angiographie
  110. 110distale Femurfraktur: Begleitverletzungen-Nervenverletzungen des N. tibialis oder des N. peroneus communis
    -Gefäßverletzungen der A. und V. poplitea
    -Bandverletzungen der Kreuzbänder und Kollateralbänder
    -Meniskenverletzung (medial oder lateral)
    -Knorpelverletzung
  111. 111distale Femurfraktur: Behandlung-bereits am Unfallort Bein schienen und vorsichtig in Länge ziehen
    -operativ stabilisieren -> Bruch repositionieren und Achse sowie Rotation ohne Funktionsverlust wiederherstellen
    -Osteosynthese: Winkelplatten, dynamische Kondylenschraube (DCS), retrograde Technik der Marknagelosteosynthese, eingeschobene Plattensysteme
    -kniegelenksnah: präzise repositionieren
  112. 112distale Femurfraktur: Prognose-verläuft Heilungsprozess ohne Komplikationen ist Prognose gut
    -Restbeschwerden wie Schwellungen, Taubheitsgefühle oder Wetterfühligkeit können für einige Monate bestehen, aber verschwinden meist vollständig
    -kniegelenksnah: nach OP früh mit Übungen beginnen, nach 12 Wochen i.d.R. voll belasten
  113. 113distale Femurfraktur: Komplikationen-Lagerungsschäden
    -Kompartmentsyndrom
    -tiefe Beckenvenenthrombose
    -Infektionen, insbesondere in der Markhöhle (v.a. bei offener Femurfraktur)
    -Pseudarthrose (Bildung eines falschen Gelenks zwischen Bruchenden)
    -Achsenfehlstellung
    -Drehfehler (insbesondere bei Marknagelosteosynthese)
    -Beinverkürzung
  114. 114Pertrochantäre Fraktur: DefinitionFraktur zwischen dem Trochanter major und dem Trochanter minor -> Fraktur des hüftgelenksnahen Oberschenkelknochens
    -zu 99,5% intrakapsuläre Fraktur
  115. 115Pertrochantäre Fraktur: Ätiopathogenese-Sturz auf die Hüfte (vor allem ältere Menschen)
    -ausgeprägte Krafteinwirkung z.B. Verkehrsunfall, Stauchung von unten (runterspringen) -> bei jüngeren Menschen
  116. 116Pertrochantäre Fraktur: AO-KlassifikationA1: einfache Fraktur der lateralen Kortikalis bei intakter medialer Kortikalis -> durch Stauchung
    A2: mehrfache Fraktur der medialen Kortikalis bei intakter lateraler Kortikalis -> durch Stauchung & Rotation
    A3: Fraktur der medialen und lateralen Kortikalis -> durch Stauchung & Rotation
  117. 117Pertrochantäre Fraktur: Prognose-relativ gut, aber bei jedem 10. Patient ist eine operative Revision (erneute chirurgische Einsicht zur Abklärung des Vorliegens und des Umfangs pathologischer Veränderungen einschließlich ihrer Behandlungen) nötig
  118. 118Pertrochantäre Fraktur: Therapie-bei älteren Menschen = operativ
    -bei jüngeren Menschen, wenn Fraktur nicht verschoben und disloziert = konservativ, sonst wird operativ wenigstens versucht, den Oberschenkelkopf zu erhalten
    -Osteosynthese mit dynamischer Hüftschraube oder proximalem Femurnagel, bei älteren Menschen Hüfttotalendoprothese (TEP)
    -nach OP PT oder auch Ergo
  119. 119Pertrochantäre Fraktur: Diagnostik-Röntgenaufnahmen in zwei Ebenen (Frontal- und Transversalebene)
  120. 120Pertrochantäre Fraktur: Differentialdiagnostik-Schenkelhalsfraktur (bei älteren Menschen)
    -Beckenfraktur
    -Hüftgelenksluxation
    -Verdacht auf pathologische Fraktur -> entsprechende Diagnostik
  121. 121Pertrochantäre Fraktur: Begleitverletzungen-mehr oder weniger ausgeprägte Hämatome
    -jüngere Menschen: knöcherne und ligamentäre Begleitverletzungen (durch ausgeprägte Krafteinwirkung)
  122. 122Pertrochantäre Fraktur: Klinik-starke Schmerzen -> nicht mehr bewegen i.d.R
    -wenn disloziert = Verkürzung des Beines und/oder pathologische Außenrotation in Ruhestellung im Hüftgelenk
  123. 123Pertrochantäre Fraktur: Komplikationen-selten
    -verzögerte Frakturheilung durch Belastung des Beines kann zu Implantatbruch führen -> zweite OP
    -Wundheilungsstörungen
    -Thrombose
    -Lungenembolie
  124. 124Pertrochantäre Fraktur: Risikofaktoren-Osteoporose
    -Sturz-/Fallneigung
    -ggf. falsche Positionierung des Schaftes in einer Prothese
  125. 125Femurschaftfraktur: Definition-Fraktur des Femurs auf Höhe zwischen hüftgelenksnahen Trochanterregion und der Region suprakondylär (kniegelenksnah oberhalb der Gelenkrollen)
    -diaphysäre Femurfraktur
  126. 126Femurschaftfraktur: Ätiopathogenese-Einwirkung erheblicher Kräfte -> Verkehrsunfall oder Sturz aus großer Höhe
    -als pathologische Fraktur bei Tumorpatienten durch Tumor oder Metastasen (Schwächung der Knochenstabilität)
    -oft als Biegungsfraktur, denn je länger der Knochen, desto eher kommt es dazu -> kleine Knochen sind zu kurz zum Biegen
  127. 127Femurschaftfraktur: Prognosegut
    90% heilen innerhalb von 3 bis 4 Monaten ohne bleibende Schäden
  128. 128Femurschaftfraktur: Therapie-operativ -> Marknägel, teilweise in Kombi mit Verriegelungsschrauben -> Heilung wird beschleunigt, kann früher belastet werden
    -Polytraumata, Trümmerfakturen und offene Frakturen mit ausgeprägten Weichteilschäden -> Fixateur externe, da mehr Knochensubstanz verletzt (größerer Durchmesser und Belastung) -> durch Marknagel ersetzt, wenn Allgemeinzustand verbessert
    -nach OP auf ligamentäre Begleitverletzungen untersuchen
  129. 129Femurschaftfraktur: Diagnostik-Röntgenaufnahmen des gesamten Beines, Beckens oder Femurs
    -DMS
    -auf Zeichen eines hypovolämischen Schocks achten (durch Blutverlust)
  130. 130Femurschaftfraktur: Begleitverletzungen-erhebliche Weichteilschäden
    -Verletzungen der A. femoralis
    -Bandverletzungen im Kniebereich
    -Nervenschäden (v.a. ischiadicus) selten durch ausgeprägte Oberschenkelmuskulatur
  131. 131Femurschaftfraktur: Klinik-Bein verkürzt
    -Oberschenkel zeigt deutliche Fehlstellung
    -Knie kann nicht gebeugt, Unterschenkel nicht angehoben werden
    -kalt-schweißige Haut mit blasser, gräulicher Farbe, frösteln, zittern -> Kreislaufschock durch Blutverlust
  132. 132Femurschaftfraktur: Komplikationen-bis zu 3 Liter Blutverlust
    -hypovolämischer Schock (Verminderung der zirkulierenden Blutmenge)
    -Fettembolie (fettreiches Knochenmark kann in Blut eingeschwemmt werden und zu Gefäßverschlüssen im Bereich der Lunge, der Haut und des Gehirns führen)
    -Knochennekrosen
    -Infektionen
    -Nervenverletzungen mit Lähmungserscheinungen
    -Implantatbrüchen
    -post-OP: Thrombose, Lungenembolie, Achs- und Rotationsfehlstellungen
  133. 133Unterschenkelfraktur: DefinitionFraktur im Bereich des Unterschenkels
    -> sowohl im proximalen ohne Kniegelenksbeteiligung, als auch im distalen ohne Sprunggelenksbeteiligung
  134. 134Unterschenkelfraktur: Ätiopathogenese-durch indirekte und direkte Krafteinwirkung
    -je nach Richtung und Art kommt es zu Biegungs-, Kompressions-, Spiral- und/oder Mehrfragmentfraktur
  135. 135Unterschenkelfraktur: Klinik-Schmerzen
    -Fehlstellungen
    -Schwellung
    -Funktionseinschränkungen
    -häufig offene Frakturen, da Weichteildeckung am Unterschenkel nur gering ausgeprägt
  136. 136Unterschenkelfraktur: Komplikationen-Risiko für Infektionen durch gering ausgeprägten Weichteilmantel
    -Kompartmentsyndrom
    -Verletzung von Nerven und Gefäßen
    -Pseudarthrose
    -Torsionsfehlstellung (Verdrehung des Knochens)
    -Thrombose
    -Lungenembolie
  137. 137Unterschenkelfraktur: Diagnostik-DMS
    -Röntgenaufnahmen des Unterschenkels sowie der angrenzenden Gelenke in zwei Ebenen
  138. 138Unterschenkelfraktur: Klassifikation nach Lokalisation-proximale Unterschenkelfraktur (im Bereich der proximalen Tibia)
    -Tibiaschaftfraktur
    -distale Unterschenkelfraktur (im Bereich der distalen Tibia)
    -Fibulafraktur (Fraktur des Wadenbeins)
    -> häufig kombiniert
  139. 139Unterschenkelfraktur: AO-KlassifikationA1: einfache Spiralfraktur
    A2: einfach Schrägfraktur
    A3: Querfraktur
    B1: Drehkeilfraktur
    B2: Biegekeilfraktur
    B3: fragmentierte Keilfraktur
    C1: komplexe Spiralfraktur
    C2: Segmentfraktur
    C3: multifragmentäre Fraktur
  140. 140Unterschenkelfraktur: Therapiekonservativ:
    -nichtdislozierte, stabile Frakturen
    -6 Wochen Oberschenkelliegegips, 4 Wochen Oberschenkelgehgips
    ->lange Immobilisation = Komplikationen (Thrombose, Kontrakturen, Muskelatrophie) -> daher eher operativ
    operativ:
    -proximales Drittel der Tibia: Plattenosteo
    -mittleres/distales Drittel der Tibia und Etagenfrakturen: Marknägel und Verriegelungsnägel
    -Trümmerfrakturen und offene Frakturen: Fixateur externe
  141. 141Unterschenkelfraktur: Prognose-wenn Weichteilverletzungen gering = Prognose gut, folgenlos
  142. 142Unterschenkelfraktur: Nachbehandlung-nach OP nach wenigen Tagen PT und Teilbelastung
    -regelmäßige Röntgenkontrollen
    -zweite OP für Entfernung des Osteosynthesematerials
  143. 143Isolierte Fibulafraktur: DefinitionFraktur ausschließlich der Fibula
  144. 144Isolierte Fibulafraktur: Epidemiologie-am häufigsten ist der distale Teil der Fibula betroffen (Außenknöchelfraktur)
  145. 145Isolierte Fibulafraktur: Ätiopathogenese-Gewalteinwirkung auf Unterschenkel -> Sportler, v.a. Fußballer
    -Verkehrsunfälle
    -distale Frakturen v.a. durch rasantes Umknicken -> (Sub-)Luxation des Sprunggelenks
    -Fibulaköpfchen v.a. bei Knieluxation
  146. 146Isolierte Fibulafraktur: Diagnostik-Röntgenaufnahme
    -Begleitverletzungen ausschließen
  147. 147Isolierte Fibulafraktur: Komplikationen-degenerative oder traumatische Arthritis
    -abnormale Deformität oder dauerhafte Behinderung des Knöchels
    -langfristige Schmerzen
    -dauerhafte Schädigung der Nerven und Blutgefäße im Bereich des Sprunggelenks
    -abnormaler Druckaufbau in den Muskeln um den Knöchel
    -chronische Schwellung der Extremität
  148. 148Isolierte Fibulafraktur: Klassifikation-proximale Fibulaköpfchenfraktur: meist als Avulsionsfraktur des Ligamentum collaterale fibulare mit Schädigung des Kniegelenks
    -Fibulaschaftfraktur: z.B. durch Anpralltrauma
    -distale Fibulafraktur: im Bereich des Malleolus lateralis selten -> häufig Syndesmose und/Bänder betroffen, sodass Sprunggelenksfraktur
    -> Maisonneuve-Fraktur
  149. 149Isolierte Fibulafraktur: Maisonneuve-Fraktur-hohe Fibulafraktur
    -in Kombination mit einem Längsriss der Membrana interossea
    -sowie Ruptur der Syndesmose
    -sowie Absprengung des Volkmann-Dreiecks (keilförmiger Abbruch des hinteren bzw. vorderen distalen Tibiaendes durch Zug durch Syndesmose) -> Fibula verrutscht nach unten, zählt zu Sprunggelenksfrakturen (oft bei Weber B oder C)
  150. 150Isolierte Fibulafraktur: Symptome-Schmerzen beim Auftreten
    -Schwellung
    -Nervus fibularis kann betroffen sein -> Extensionsschwäche der von ihm innervierten Fußmuskulatur
  151. 151Isolierte Fibulafraktur: Therapiekonservativ:
    -nicht dislozierte, stabile Frakturen ohne wesentliche WT-Verletzung
    -Ruhigstellung mittels Gipsschiene bis zum Abschwellen
    -oder rein funktionelle Therapie mittels Tape- oder elastischem Verband (wie Zinkleimverband) oder Unterschenkelgehgips für 4 Wochen
    operativ:
    -komplizierte Fibulafrakturen
  152. 152Isolierte Fibulafraktur: Prognose-heilen normalerweise ohne Komplikationen
    -vollständige Genesung innerhalb einiger Wochen bis einiger Monate i.d.R.
  153. 153Sprunggelenksluxationen: DefinitionKontaktverlust von gelenksbildenden Knochenendungen am Sprunggelenk, der teilweise (Subluxation) oder auch vollständig auftreten kann -> Frakturen möglich, meist nur Bänder betroffen
    oberes Sprunggelenk: aus Tibia, Fibula und Talus
    unteres Sprunggelenk: innerhalb der Fußwurzelknochen zwischen Talus, Calcaneus und Os naviculare
  154. 154Sprunggelenksluxationen: Epidemiologie-häufig bei Sportlern/jungen Erwachsenen
    -bei älteren Menschen
  155. 155Sprunggelenksluxationen: Ätiopathogenese-beim Umknicken (Pronations-/Supinationstrauma) oder durch Drehstürze beim Sport
    -durch unebene Bodenverhältnisse, abrupte Richtungswechsel, schlechtes Aufkommen nach Sprüngen begünstigt
  156. 156Sprunggelenksluxationen: Diagnose-Anamnese
    -körperliche Untersuchung -> Lokalisation durch Abtasten der Fraktur
    -Prüfung der Bandstabilität
    -Prüfung von Nerven- und Gefäßverletzungen
    -Röntgenaufnahmen -> knöcherne Strukturen
    -CT oder MRT -> bandhafte Strukturen
  157. 157Sprunggelenksluxationen: Therapiekonservativ:
    -bestenfalls direkte Reposition des Sprunggelenks
    -Vacoped, Schiene
    operativ:
    -Frakturtypadaptierte stabile Osteosynthese evtl. kombiniert mit Bandnaht
    -frühfunktionelle Nachbehandlung mit Mobilisierung und direkter PT -> Lymphdrainage, MT, KG, angrenzende Gelenke mobilisieren (passiv, assistiv, aktiv, funktionell)
  158. 158Sprunggelenksluxationen: Komplikationen-Pseudarthrose
    -Nekrosen
    -Infektionen
    -Refrakturen durch frühzeitige Belastung
    -Osteoporose
  159. 159Sprunggelenksluxationen: Symptome-Schmerzen
    -Hämatom
    -Ödem
    -Fehlstellung
    -Belastungsunfähigkeit
    -Bewegungseinschränkung
    -evtl. Instabilität
    -evtl. Gefühlsstörung im Fuß
  160. 160Sprunggelenksluxationen: Risikofaktoren-Osteoporose
    -nicht adäquates Schuhwerk
    -unerwartete Bodenverhältnisse
  161. 161Sprunggelenksluxationen: Bandverletzungen: Klassifikation nach WeberEinteilung bezieht sich auf Lage der Fraktur zur Lage der Syndesmose
    Weber-A-Fraktur
    Weber-B-Fraktur
    Weber-C-Fraktur
  162. 162Sprunggelenksluxationen: Bandverletzungen: Klassifikation nach Weber: Weber-AFraktur des OSG unterhalb der Syndesmose
    Therapie: meist reicht Eingipsung
  163. 163Sprunggelenksluxationen: Bandverletzungen: Klassifikation nach Weber: Weber-BFraktur im Bereich/auf der Höhe der Syndesmose -> kann daher mitverletzt sein, z.B. längs geteilt
    Therapie: meist OP-indiziert
  164. 164Sprunggelenksluxationen: Bandverletzungen: Klassifikation nach Weber: Weber-CFraktur oberhalb der Syndesmose, meist in Folge einer Pronation/Eversion -> Syndesmose zerrissen
    Sonderformen:
    -Maisonneuve-Fraktur
    -bimalleoläre Fraktur
    -trimalleoläre Fraktur
    Therapie: operative Behandlung , um Sprunggelenksgabel wiederherzustellen durch Stellungsschraube, Naht der Syndesmose
  165. 165Sprunggelenksluxationen: Bandverletzungen: Klassifikation nach Weber: Weber-C-Sonderform: MaisonneuveFraktur im Bereich der proximalen Fibula, Zerreißung der Syndesmose, der Membrana interossea und des Lig. deltoideum
  166. 166Sprunggelenksluxationen: Bandverletzungen: Klassifikation nach Weber: Weber-C-Sonderform: bimalleolärAußen- und Innenknöchel gebrochen -> Abriss oder Abscherung des medialen Kondylus, oft in Verbindung mit Verletzung des kapsulo-ligamentären Strukturen
  167. 167Sprunggelenksluxationen: Bandverletzungen: Klassifikation nach Weber: Weber-C-Sonderform: trimalleolär-Fraktur des lateralen und medialen Malleolus
    -Absprengung der ventralen oder dorsalen Tibiakante
    -Syndesmose verletzt -> Instabilität des Gelenkes
    -Luxation des Talus möglich -> große Gelenkflächen werden beschädigt
  168. 168Talusfraktur: DefinitionFraktur im Bereich des Sprungbeins
  169. 169Talusfraktur: Epidemiologieselten, weniger als 4% aller Fußfrakturen
  170. 170Talusfraktur: Ätiopathogenese-ausgeprägte Krafteinwirkung, z.B. Stürze aus großer Höhe oder Verkehrsunfälle
    -Sport
    -Alltag (Treppen runter, Unebenheiten -> SG trägt gesamtes Gewicht)
  171. 171Talusfraktur: Klassifikation nach Lokalisationzentral:
    -50% verläuft die Frakturlinie durch den Talushals
    -25% durch den Taluskörper
    -25% durch den Taluskopf
    -> zentrale Frakturen machen 75% der Talusfrakturen aus
    peripher:
    -mit Beteiligung des Processus lateralis, Processus posterior, Abscherfrakturen von Talus
  172. 172Talusfraktur: Klassifikation nach HawkinsTyp 1: keine Luxation
    Typ 2: Fraktur mit Luxation im USG
    Typ 3: Taluskörper bricht aus dem OSG und USG nach dorsal aus
    Typ 4: wie eine Typ 3-Fraktur in Kombi mit einer Luxation im Talonavikulargelenk
  173. 173Talusfraktur: Symptome-starke Schmerzen
    -Bewegungseinschränkung im OSG
    -Schwellungen und häufig ein Hämatom
  174. 174Talusfraktur: Komplikationen-Gefahr einer avaskulären Nekrose (Absterben von Zellen durch Schädigungen) aufgrund von schlechter Blutversorgung
  175. 175Talusfraktur: Risiko-Gefahr eines Kompartmentsyndroms im Bereich des Unterschenkels und des Fußes steigt von Typ 1 zu Typ 4 enorm an
  176. 176Talusfraktur: Therapiekonservativ:
    -bei peripheren und zentralen Frakturen ohne Dislokation und ohne Gelenkbeteiligung
    -4-6 Wochen Ruhigstellung in einem Unterschenkelgips, Vacoped
    -nach 8 Wochen wieder voll belastungsfähig
    operativ:
    -ab Typ 2 nach Hawkins
    -Osteosynthese
    -Prognose abhängig vom Schweregrad der Verletzung
    -insbesondere bei Typ 3 & 4 entwickelt sich im Laufe der Zeit eine Arthrose -> Verhältnis von Abrieb zu Belastung
  177. 177Talusfraktur: Begleitverletzungen-offene Verletzungen
    -Verletzungen der Außen- und Innenknöchel
    -begleitende Brüche des Fersenbeins und Unterschenkelbrüche
    -Fußwurzel- und Mittelfußbrüche
  178. 178Talusfraktur: Diagnostik-DMS -> notwendig aufgrund der anatomischen Nähe von Nerven und Gefäßen
    -Röntgenaufnahme in 2 Ebenen, häufig mit CT
  179. 179Calcaneusfraktur: DefinitionFraktur des Fersenbeins (Calcaneus)
    Calcaneus: größter Knochen des Fußes, Teil des knöchernen Fußlängsgewölbes, gehört zum unteren Sprunggelenk, an ihm setzt Achillessehne an
  180. 180Calcaneusfraktur: Epidemiologie-selten -> 1-2% aller Knochenbrüche
    -Männer öfter betroffen als Frauen (5:1)
    -oft im 30. bis 50- Lebensjahr
  181. 181Calcaneusfraktur: Ätiopathogenese-Hochrasanztrauma durch axiale Stauchung: Sturz aus großer Höhe, Verkehrsunfall, Sportunfall
    -im Rahmen eines Polytraumas
    -Arbeitsunfälle
    -Umknicken des Fußes
  182. 182Calcaneusfraktur: Klassifikation nach SandersDislokation in der posterioren Gelenkfacette des Calcaneus (Diagnostik über CT)
    Typ 1 a, b, c
    Typ 2 a, b, c
    Typ 3 a, b, c
    Typ 4
  183. 183Calcaneusfraktur: Klassifikation nach Sanders, Typ 1Typ 1: keine Dislokation
    a: Frakturverlauf lateral
    b: Frakturverlauf zentral
    c: Frakturverlauf medial
  184. 184Calcaneusfraktur: Klassifikation nach Sanders, Typ 2Typ 2: Dislokation in einer Frakturlinie
    a: lateral
    b: zentral
    c: medial
  185. 185Calcaneusfraktur: Klassifikation nach Sanders, Typ 3Typ 3: Dislokation in zwei Frakturlinien
    a: lateral und zentral
    b: lateral und medial
    c: zentral und medial
  186. 186Calcaneusfraktur: Klassifikation nach Sanders, Typ 4Typ 4: Dislokation in drei oder mehr Frakturlinien
  187. 187Calcaneusfraktur: AO-KlassifikationTyp A 1, 2 (extraartikuläre Fraktur)
    Typ B 1, 2 (intraartikuläre Fraktur vom Tongue Type)
    Typ C 1, 2, 3 (Luxationsfrakturen)
    Tongue-Type
    Joint Depression Type: Impressionsfraktur (Eindrucksbrüche -> Verlagerung von Knochenfragmenten nach innen), Frakturlinie verläuft kranial
  188. 188Calcaneusfraktur: AO-Klassifikation, Typ Aextraartikuläre Frakturen
    A1: Avulsionsfraktur, Fraktur des Tuber calcanei oder extraartikuläre Tongue-Type-Fraktur
    A2: Fraktur des Corpus calcanei
  189. 189Calcaneusfraktur: AO-Klassifikation, Typ Bintraartikuläre Frakturen vom Tongue-Type
    B1: einfache Fraktur
    B2: Mehrfragmentfraktur
    Tongue-Type: Frakturlinie verläuft horizontal durch den Tuber calcanei
  190. 190Calcaneusfraktur: AO-Klassifikation, Typ CLuxationsfrakturen
    C1: Impressionsfraktur Typ 2 Sanders
    C2: Impressionsfraktur Typ 3 Sanders
    C3: Mehrfragmentfraktur Typ 4 Sanders
  191. 191Calcaneusfraktur: Risikofaktoren-Osteoporose (oft Avulsionsfraktur)
    -Gleichgewichtsstörungen
    -erhöhte Umknickgefahr
  192. 192Calcaneusfraktur: Klinik-Belastungs- und Abrollschmerzen, Druckschmerz der Fußsohle (lokale Blässe -> Anzeichen Drucknekrose)
    -Schwelung und Deformierung des Rückfußes (meist verkürzt, da Fuß nach hinten wandert)
    -Hämatom der Fußsohle
    -schmerzbedingt aufgehobene Beweglichkeit im unteren Sprunggelenk und Gehfähigkeit
    -Krepitation
  193. 193Calcaneusfraktur: Begleitverletzungen-Talusfraktur
    -Weichteilverletzungen
    -Kompartmentsyndrom
    -Fraktur von Femur, Wirbelsäule und Becken (bei Poly- und Hochrasanztrauma)
  194. 194Calcaneusfraktur: Diagnostik-Anamnese für Unfallmechanismus
    -DMS
    -Röntgen und CT
  195. 195Calcaneusfraktur: Therapie-PECH
    -konservativ: Sanders Typ 1, bei extra- und intraartikulären nicht dislozierten Frakturen -> Fersenentlastungsorthese
    -operativ: bei komplizierten, oft dislozierten Frakturen, offenen Frakturen -> winkelstabile Schrauben- und Plattenosteosynthese
  196. 196Calcaneusfraktur: Komplikationen-Kompartmentsyndrom
    -Wundheilungsstörung
    -Weichteilnekrose
    -Bildung einer Pseudarthrose
    -Arthrose
    -Läsion des N. suralis
  197. 197Calcaneusfraktur: Prognose-schlechter, je mehr Frakturfragmente beteiligt sind, je älter man ist, je mehr Begleiterkrankungen existieren, je dislozierter der Bruch ist
    -bei Trümmerfrakturen: oft chronische Schmerzen im Fuß
    -viele Patienten entwickeln Arthrose im Bereich des Subtalargelenkes
  198. 198Mittelfußfraktur (Metatarsalfraktur): DefinitionFraktur eines oder mehrerer der fünf Ossa metatarsalia
  199. 199Mittelfußfraktur (Metatarsalfraktur): Ätiopathogenese-meist bei Unfällen -> Kompressionsfraktur, Biegungsfraktur (z.B. Gegenstand fällt auf Fuß)
  200. 200Mittelfußfraktur (Metatarsalfraktur): Klassifikation-Schaftfraktur
    -Luxationsfrakturen mit Beteiligung des Lisfranc-Gelenks (Verbindung: Fußwurzelknochen und Mittelfußknochen)

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Beschreibung
SKL
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Alina Sabel
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