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Flashcards

Rousseau

EstHa German 4.0Average rating 4.0 out of 5 (1 rating) 37 cards

Cards in this deck (37)

  1. 1"Beiname" Rousseaus in der BiWi"Entdecker des Kindes"
  2. 2Basis und AnsatzSehnsucht nach Natürlichkeit und der guten Menschennatur; säkular-verweltlichter Ansatz; Naturrecht, Theodizee, Fortschritt, Freiheit, Ermöglichung bzgl. Mensch; Erziehung menschbezoegn statt Traditionen/Strukturen
  3. 3TheodizeeFrage nach Rechtfertigung des Leidens im Angesicht der Allmacht Gottes
  4. 4Leitsätze"Kultur schafft Probleme, Wissenschaft sucht sie zu lösen."
    "zivilisatorischer u. kultureller Fortschritt verursacht moralischen Niedergang"
    Plädoyer für Naturzustand=natürliche Ordnung
    Vergesellschaftung der Kultur=Entartung, Entfremdung
    Naturrecht über juristisches Recht
    Naturrecht begründet Freiheit und Gleichheit
  5. 5Naturzustandregulative Idee, Fiktion zur Legitimierung von Folgerungen und Entscheidungen
  6. 6NaturSpiegel göttl. Vernunft, Paradies, das Wahre/Schöne, Projektionsfläche menschl. Sehnsüchte und Wünsche
  7. 7MenschSelbstliebe, autark
    wird unter zivilisatorischem Einfluss zu
    Eigenliebe, Selbstsucht (kulturell-zivilisatorischer Sündenfall); kein gesellschaftl.-pol. Wesen sondern 'solitaire'
  8. 8Selbstliebefußt auf Gleichgewicht von Bedürfnissen und der Möglichkeit/Fähigkeit ihrer Realisierung
  9. 9EigenliebeResultat eines unglücklichen unzufriedenen Zustands der Disproportion von Bedürfnis und Erfüllung; führt zu Verlust der Unabhängigkeit und zu Abhängigkeit von der Einschätzung anderer
  10. 10Rolle des Eigentumsführt zu Ungleichheit, Streben nach Macht und Herrschaft, Neid, Missgunst
  11. 11Idee des GesellschaftsvertragsStaat muss so aufgebaut sein, dass natürliche Rechte des Einzelnen und natürliche Freiheit rechtlich gesichert sind
  12. 12Theorie des Gemeinwillens (volonté générale)Gesetzgebung in ihrer Vernünftigkeit abhängig von den Menschen, die sie geben (Idee der Volkssouveränität), naturrechtlich gegebene Freiheit des Menschen wird transformiert zur Freiheit der Bürger (Zusammenschluss von Individuum und Gesellschaft, Gesellschaft=soziale Gesamtheit); Überwindung von Ungleichheit, Ermöglichung der Freiheit
  13. 13FreiheitGehorsam gegen das selbstgegebene Gesetz
  14. 14Rolle der öffentlichen Erziehungführt zur Befähigung sich selbst vernünftige Gesetze geben zu können
  15. 15ErziehungskonzeptionGrundfragen nach Freiheit, Gewissen, Vernünftigkeit
  16. 16Grundzüge der Erziehungstheorie RousseausAlles von Gott ist gut, alles verdirbt unter den Händen des Menschen, aber der Mensch kann sich selbst erlösen, da er von Natur aus gut ist (Ablehnung Erbsünde), ermöglicht durch die richtige Erziehung; Schuld am 'Laster': fehlerhafte Entwicklungsprozesse, negative gesellschaftl.-zivilisatorische Einflüsse, unzureichende Erziehung; Lösung: dem "Laster den Zugang versperren"
  17. 17negative Erziehungindirekt; Stärkung der Autarkie; Wahrung der Natürlichkeit, Sittlichkeit; Schutz vor Entfremdung
  18. 18positive ErziehungBildung des Geistes "vor der Zeit"; Einprägung der Kenntnis der Pflichten des Menschen
  19. 19Problematik der negativen ErziehungErzieher ist bereits Produkt der Zivilisation; Entfremdung kann nicht zur Befreiung aus der Entfremdung führen
  20. 20Kernfrage in ÉmileWie kann der Mensch unter den Bedingungen der Zivilisation als Naturwesen leben?
  21. 21Ausgangspunkt für Ziele und PraktikenEntfremdung, Zerrissenheit zw. Natur u. Gesellschaft, zw. innerer Stimme u. äußerem Anspruch
  22. 22Ziele u. Praktiken (1): Erziehung zum Menschen"zurück zur Natur" führt zu Autarkie, Glück (Kongruenz v. Bedürfnis u. Realisierung, daher nur Stillung existentieller Bedürfnisse, damit sich keine höheren entwickeln), Freiheit; Spiel=Lernen; Abhärtung, Leid als Notwendigkeit; Praxis des Wachsenlassens; Eigenrecht des Kindes (Reifezeit), Entwicklungsphasen, Unterstützung von Reifungsprozessen, keine Beschleunigung möglich
  23. 23Ziele und Praktiken (2): Erziehung zum Bürger4. und 5. Phase im "Alter der Vernunft"
  24. 24drei Erzieher nach RousseauNatur
    Dinge
    Mensch
  25. 25Perfektibilität des MenschenFähigkeit zur Vervollkommnung, beruht auf
    potentia=die Fähigkeit, Fähigkeiten zu entwickeln
  26. 26Natur als ErzieherAusgangspunkt für Kräfteformung und Fähigkeitsentwicklung
  27. 27Dinge als Erzieherdurch Auseinandersetzung und reflektierten Umgang Fähigkeiten und Grenzen lernen
  28. 28Mensch als ErzieherWahrnehmungen des Zöglings werden in eine Ordnung gebracht u. der pädagogischen Kontrolle unterworfen; Handlungsoptionen werden inszeniert und kontrolliert (Kritikpunkt: moderat scheinende Erziehungspraxis ist in Wahrheit hypertrophe Kontrollpraxis)
  29. 29Phasen (1): Alter der Natur0-15: Erziehung der Sinnlichkeit (Grundlage für späteren Vernunftsgebrauch); zentraler Lehrmeister: Natur
  30. 30Alter der Natur 1. Phase0-2 (Kleinkind und frühes Kindesalter): schwach, hilfebedürftig, Förderung sinnlicher Reize, Bedürfnisstillung, viel Bewegungsfreiheit, wenig Hilfen, Kind soll lernen, dass es nicht zu befehlen hat
  31. 31Alter der Natur 2. Phase2-12 (Kindheit): Gleichgewicht von Stärke und Schwäche, Wünsche und Fähigkeiten, Umgang mit Körper und Intellekt, praktische Erfahrungen durch Arbeit, Erkennen von Sinn und Notwendigkeit der Arbeit
  32. 32Alter der Natur 3. Phase12-15 (Kindheit): Überschuss von Stärke und Fähigkeit ggü. Bedürfnissen; Unterricht, Handwerk, Wissen, Bedeutung der Arbeit, Lektüre
  33. 33Alter der Vernunft 4. Phase15-20 (Jugend): soziale Bindungen, soziales Leben, Lenkung der Leidenschaften durch Mitgefühl und Selbstliebe, Unterricht in Theologie, Philosophie, Geschichte
  34. 34Alter der Vernunft 5. Phase20-25 (junges Erwachsenenalter): Kennenlernen von Menschen und Gesellschaft (Realität), Erfahrung gesellschaftlicher Widersprüche, Frage nach gerechter Gesellschaftsordnung
    (bei Émile: Rückzug ins Ländliche, da Unterordnung unter Gemeinwohl nicht möglich aufgrund ungerechter Gesellschaft)
  35. 35Problematik der PhaseneinteilungEs handelt sich um eine reine Denkfigur. Trennung von Sinnlichkeit und Vernunft ist so nicht plausibel; Dualität verdeutlicht Aufbau und Verwobenheit
  36. 36Ziel der Erziehungstheorie RousseausBefreiung des Menschen zum Menschen
    Natur des Menschen zur Wirkung verhelfen
    Verbesserung der Gesellschaft
    Loslösung von tradierten Strukturen
  37. 37erzieherische Antinomienöffentliche - private Erziehung
    Selbstliebe - Eigenliebe
    Macht - Freiheit
    Individuum - Gesellschaft
    positive - negative Erziehung
    Anpassung - Autonomie
    (nicht auflösbar, aber zu bedenken und reflektiert zu behandeln)

Information

Description
im Kontext der BiWi
Created by
EstHa · Jul 2014
Updated
Sep 10, 2016
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Average rating 4.0 out of 5 (1 rating)

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