Flashcards
PR Öffentlichkeitsarbeit Teil 2
Cards in this deck (166)
- 1Kleiner Regelkreise - Organisationales Subsystem: FunktionInput => Transformation => Output
- 2Input von Organisationales Subsystem1. Org. Ziele
2. Struktur
3. Ressourcen
4. Managementphilosophie - 3Transformation von Organisationales SubsystemPR-Entscheidungsprozess
1. Problemerkennung
2. Recherche & Analyse
3. Ressourcen
4. Lösung - 4Output von Organisationales SubsystemPR-Programm
1. PR-Ziele
2. Lösungsart
3. Zielgruppenanalyse
4. Strategie
5. Handlungen - 5Kleine Regelkreise – Kommunikations-SubsystemTeilsystem Kommunikation von der Umwelt => an Teilsystem Zielgruppe
- 6Input - Kommunikations-SubsystemPR-Programm
- 7Transformation - Kommunikations-SubsystemKommunikationsprozess
1. Encoding
2. Übergabe - 8Output - Kommunikations-SubsystemStimuli der Nachricht
Eigenschaften:
1. Physiologisch
2. Psychologisch
3. Sozial - 9Kleine Regelkreise – Zielgruppen-SubsystemTeilsystem Zielgruppe => an die Umwelt und andere Subsysteme
- 10Input – Zielgruppen-SubsystemStimuli der Nachrit
- 11Transformation – Zielgruppen-SubsystemRezeptionsprozess
1. Individuelle/Gruppenfaktoren
2. Einflussfaktoren - 12Output – Zielgruppen-SubsystemErgebnisse
1. Beibehaltung
a) Kognitionen
b) Verhalten
2. Änderung
a) Kognitionen
b) Verhalten - 13Kybernetisches PR-Prozess-Modell von Long & Hazleton (1987) – Großer Regelkreis (GRAPHIK)
- 14Das PR-Modell von Cutlip, Center & Broom; Kybernetisches PR-Modell von Cutlip, Center und Broom (1999) – Allgemeines ModellPR als Abfolge von Planung / Handlungen die immer wieder auf sich selbst verweisen => Zirkuläre Prozessstruktur
- 15Allgemeines Modell Grafik
- 16Kybernetisches PR-Modell von Cutlip, Center und Broom (1999) – PR-Modell => GenauKommunikator als „Boundary Spanner“
Input: Handlungen von oder Information
über Stakeholder
Output: external: Handlungen und Kommunikation gerichtet an Stakeholder) - 17Kybernetisches PR-Modell von Cutlip, Center und Broom (1999) – PR-Modell
- 18Public Relations – Offene vs. Geschlossene Modelle: Offene Systeme?interagieren mit Umwelt
proaktiv
dynamisch
funktional
=> professionelle Kommunikation - 19Public Relations – Offene vs. Geschlossene Modelle: Geschlossene Systeme?reagieren nur auf Veränderungsdruck
reaktiv
statisch
funktionalistisch
=> Handwerks-theoretische Kommunikation - 20PR als offenes System?• Nimmt Umwelt aktiv war
• „boundary spanning“
• „boundary permeability“
• Zweiseitig-symmetrische Kommunikation
• Externe & interne Anpassung an Veränderungen
• Einfluss auf Strategie & Entscheidungen des Unternehmens
• Ziele der Öffentlichkeit + Unter-nehmens werden in Übereinstimmung gebracht, bevor sie zum Problem werden - 21PR: Steuerungsprobleme• Kybernetische (Management-)Ansätze sind unterkomplex zur Erfassung organisationaler Kommunikation
• Prozess ist viel komplexer und daher viel geringer steuer- und kontrollierbar - 22PR: Steuerungsprobleme - Merkmal triviale SystemeVariablen: wenig gerichtet
Wissensbereich: klassische Naturwissenschaften
Zweidimension/Reversibilität: linear, reversibel
Prognosen: sehr genau - 23PR: Steuerungsprobleme - Merkmal komplizierte SystemeVariablen: mittel bis viele gleicher Art
Wissensbereich: organisierte Systeme
Zweidimension/Reversibilität: linear, potenziell reversibel, dekomponierbar
Prognosen: Mustervoraussage - 24PR: Steuerungsprobleme - Merkmal komplexe SystemeVariablen: mittel bis viele unterschiedlicher Art
Wissensbereich: Wahrscheinlichkeits-berechnung, komplexe Prozesse in Verhandlungssysteme
Zweidimension/Reversibilität: nicht-linear, irreversibel, nicht dekomponierbar
Prognosen: wenn überhaupt statistische Wahrscheinlichkeit - 25Gesellschaftsbezogene PR-Ansätze / Ronneberger & Rühls PR-Theorie Systemtheoretisch fundierte PR-Theorie von Ronneberger & Rühl (1992)• PR-Theorie globaler Reichweite
• PR als Teilsystem des gesellschaftlichen Teilsystems öffentliche Kommunikation (Publizistik) konzipiert - 26Systemtheoretisch fundierte PR-Theorie von Ronneberger & Rühl (1992) - PR ist:ein sich selbsterzeugendes,
selbstorganisierendes,
selbsterhaltendes und
selbstreferentielles System - 27„PR versteht sich als eine Funktion der öffentlichen Interessendarstellung. (…) Aus der Sicht der demokratisch verfassten politischen Systeme erscheint die PR-Funktion als konstitutiver Faktor, d.h. ohne PR würden solche Systeme nicht ‚funktionieren‘“Aussage Ronneberger 1991 über Systemtheoretisch fundierte PR Theorie
- 28Grundlegende Annahmen• Pluralistisches Gesellschaftskonzept
• Funktion des gesellschaftlichen Sytems
• Information = Komplex von Tätigkeit + Leistung
• Integration bedeutet in modernen Gesellschaften in erster Linie Information - 29Grundlegende Funktion- Herstellung und Bereitstellung durchsetzungsfähiger Themen
- Wirkungsabsicht: öffentliche Interessen
(Gemeinwohl) und soziales Vertrauen der Öffentlichkeit stärken. Auseinanderdriften von Partikularinteressen steuern - 30Systemtheoretisch fundierte PR-Theorie Strukturdimensionen1. Makro-Ebene
2. Meso-Ebene
3. Mikro-Ebene - 31Strukturdimensionen - Makro Ebene- PR <=> Gesamtgesellschaft
Herstellung und Bereitstellung durchsetzungsfähiger Themen für die
öffentliche Kommunikation
Thematisierung => Anschlusskommunikation u. -handeln - 32Strukturdimensionen - Meso EbenePR => andere gesellschaftliche Funktionssysteme
Themen => soz. Vertrauen für Organisationen und ihre Leistungen - 33Strukturdimensionen - Mikro Ebeneinner- und interorganisatorische Beziehungen
Anschlusskommunikation => Einstellungs-, Verhaltensänderung - 34Roland Burkart: Verständigungsorientierte PR Modell der Verständigungsorientierten Öffentlichkeitsarbeit von Burkart & Probst (1991)Betonung dialogischer Formen der Konfliktlösung zw. Organisationen
und deren Bezugsgruppen, die zu Verständigung führen sollen
Ziel: Wahrheit, Vertrauenswürdigkeit, Legitimität - 35Graphik Modell der Verständigungsorientierten Öffentlichkeitsarbeit
- 36Kommunikation als Verständigung Kommunikation liegt nach Burkart (1995, S. 32) vor, wenn …
- 37Vier Phasen der VÖA• Information
• Diskussion
• Diskurs
• Situationsdefinition - 38Vier Phasen der VÖA => KritikDiskurs Begriff problematisch, da dieser direkte Kommunikationssituation
zwischen prinzipiell gleichberechtigten Gesprächspartnern impliziert - 39Vier Phasen der VÖA => InformationWissen als Voraussetzung für rationale Urteilsbildung
- 40Vier Phasen der VÖA => DiskussionBei strittigen Themen und wenn Geltungsansprüche angezweifelt werden / Auseinandersetzung
- 41Vier Phasen der VÖA => DiskursTheoretischer und praktischer Diskurs – Anstreben eines Konsens/ Einigung
- 42Vier Phasen der VÖA => SituationsdefinitionStatus quo der erreichten Verständigung/
Akzeptanz und Anerkennung - 43Die Theorie des öffentlichen Vertrauens Theorie des öffentlichen Vertrauens von Bentele (1992, 1994) Wer ist auf öffentliches Vertrauen zur Erfüllung ihrer Aufgaben angewiesen?Parteien, Unternehmen, Verbände, Medien
- 44Die Theorie des öffentlichen Vertrauens Theorie des öffentlichen Vertrauens von Bentele (1992, 1994) Sonderrolle der Medien...als Vertrauensnehmer und
Vertrauensvermittler im Prozess der öffentlichen Kommunikation - 45Die Theorie des öffentlichen Vertrauens Theorie des öffentlichen Vertrauens von Bentele (1992, 1994) Problem?Vertrauen in wichtige gesellschaftliche Teilsysteme sinkt; v.a. Politik, Wirtschaft
Vertrauenskrisen sind wichtige Herausforderungen für die Public Relations - 46Was ist Öffentliches Vertrauen? (nach Bentele 1994)
- 47Theorie des öffentlichen Vertrauens Rolle der Medien Elemente des Vertrauensprozess- Vertrauenssubjekt = Bevölkerung,...
- Vertrauensobjekt = Personen, Unternehmen, ...
- Vertrauensvermittler = Journalisten, Medien, ...
- Sachverhalte, Ereignisse
- Texte ,Botschaften, Themen - 48Theorie des öffentlichen Vertrauens Rolle der Medien (GRAPHIK)
- 49Kommunikative Diskrepanzen als bedeutende Ursache für Vertrauensprobleme: Diskrepanz zwischen...- Informationen und Sachverhalten
- verbalen Aussagen u. tatsächlichem Handeln
- versch. Aussagen derselben Akteure zu
unterschiedlichen Zeitpunkten
- versch. Handlungen derselben oder ähnlicher Institutionen
- Aussagen unterschiedlicher Akteure i.h. derselben oder vergleichbarer Institutionen
- allgemein anerkannten rechtlichen und/oder moralischen Normen und tatsächlichem Verhalten/Handeln - 50Diskrepanzen zwischen Informationen und Sachverhalten► Wahrheitsprobleme und Lügen, beschönigende Informationen
- 51Diskrepanzen zwischen verbalen Aussagen und tatsächlichem Handeln► Hinhaltetaktik, Ablenkungsmanöver
- 52Diskrepanzen zwischen verschiedenen Aussagen derselben Akteure zu unterschiedlichen Zeitpunkten► Aussagen von Politikern vor und nach der Wahl (z.B. Steuererhöhung)
- 53Diskrepanzen zwischen verschiedenen Handlungen derselben oder ähnlicher Institutionen► Widersprüchliches Verwaltungshandeln
- 54Diskrepanzen zwischen Aussagen unterschiedlicher Akteure innerhalb derselben oder vergleichbarer Institutionen► unterschiedliche Aussagen von führenden Vertretern der Energiewirtschaft
zu einem möglichen „Energiekonsens in den nächsten Jahrzehnten - 55Diskrepanzen zwischen allgemein anerkannten rechtlichen und/oder moralischen Normen und tatsächlichem Verhalten/Handeln► Insidergeschäfte an der Börse
- 56Vertrauensfaktoren - Hohe Vertrauenswerte- Kommunikative Konsistenz
- Kommunikative Offenheit
- Kommunikationsadäquatheit
- Sachkompetenz
- Problemlösungskompetenz
-gesellschaftliche Verantwortung
- Verantwortungsethik - 57Vertrauensfaktoren - Niedrige Vertrauenswerte- Kommunikative Diskrepanz
- Kommunikative Verschlossenheit
- Kommunikationsinadäquatheit
- Mangelnde Sachkompetenz
- Mangelnde Problemlösungskompetenz
- Mangelnde gesellschaftl. Verantwortung
- Utilitaristische Ethik - 58Medienarbeit - Grundlagen 3 BegriffeOwned Media
Paid Media
Earned Media - 59Owned MediaEigene Unternehmensmedien Kontrolle über Inhalt, Gestaltung
Intern: z.B. Mitarbeiterzeitschrift
Extern: z.B. Nachhaltigkeitsbericht
(Corporate Publishing) - 60Paid MediaBezahlte Inhalte in fremden Medien
Kontrolle über Inhalt, Gestaltung
z.B. Werbung, ProductPlacement - 61Earned MediaInhalte in fremden Medien
Keine Kontrolle über Inhalt, Gestaltung
z.B. Medienberichterstattung, Facebookseitevon Fans - 62Media Relations -Definition Media Relations umfassen:
- 63Funktionen der Media Relations► Kontinuierliche Information
► Besetzen und propagieren von Themen und Issues
► Beziehungspflege mit Medienvertretern
► Krisenprävention und -bewältigung
► Evaluation und Optimierung der Instrumente - 64Aufgaben der Media RelationsLangfristig: Stärkung der definierten kommunikativen Positionierung, Mit-Umsetzen der definierten Kommunikationsziele, Vertrauen, Reputation
- 65Zentrale Fragen für die strategische Medienarbeit► Welche Zielgruppen..
► welche Information u. Botschaften..
sollen kommuniziert werden um damit
► welche Ziele zu erreichen
► welche Medien eignen sich als Vermittler - 66Zielgruppen & Multiplikatoren der Media Relations => welche gibt es?Direkte (Multiplikatoren) & indirekte (eigentliche) Zielgruppen
- 67Direkte Zielgruppen?• Redaktionen
• Nachrichtenagenturen
• Journalisten
• Freie Journalisten
•Influencer(z.B. Blogger)
- Zeitungen, Zeitschriften, Radio, TV,
- Onlinemedien
- Lokal, regional, über-regional, international - 68Indirekte Zielgruppen•Kunden
• Partner, Lieferanten
• Wettbewerber
• Interessierte allgemeine Öffentlichkeit, Bürger, Anwohner
• Politiker, Behördenvertreter
• Interessenvertreter, NGOs
• Mitarbeiter
• Kapitalgeber - 69Systematisierung der Medien für die Media Relations von Unternehmen
- 70Influencer RelationsNeben professionellen Journalisten pflegen Organisationen zunehmend auch Beziehungen zu Influencern.
- Social Media Influencer: Blogger, Youtuber, Brand Fans, auch Mitarbeiter - 71Influencer Relations Direkte Strategien- Direkte Ansprache ausgewählter Influencer (nach sorgsamer Vorbereitung, d.h. vorher zuhören)
-Offen, „auf Augenhöhe“, dialogisch - 72Influencer Relations Indirekte StrategieKommunikation mit Influencerndurch eigene SocialMedia Kanäle (Followingder Influencer; Kommunikation attraktiver Themen, Materialien etc. die von Influencerngenutzt und/oder verlinkt werden können)
- 73Was zählt bei Influencer RelationsWas zählt ist aber nicht die absolute Followerzahl, sondern ob die Person auch Einfluss auf die relevanten Stakeholder der Organisation hat.
- 74Wahrnehmung der PR durch Journalisten => BenteleJournalisten sehen PR-Verantwortliche oft als Vertreter von Partikular-interessenund kritisieren deren „mangelnde moralische Verbindlichkeit –Ehrlichkeit, Offenheit oder Glaubwürdigkeit“
- 75Wahrnehmung der PR durch Journalisten => CameronJournalisten schätzen ihren Beruf als statushöher ein als den PR-Beruf
- 76Wahrnehmung der PR durch Journalisten => Fröhlich & KerlIn journalistischer Berichterstattung über PR und Verhältnis PR und Journalismus dominieren negative Aspekte
- 77Wahrnehmung der PR durch Journalisten => Bentele & SeidenglanzJournalisten sehen sich selbst nur in geringem Umfang durch PR beeinflusst, schätzen aber den Einfluss von PR auf ihre Kollegen als viel stärker ein
- 78Wahrnehmung der PR durch Journalisten => Weischenberg16,5 % der 2005 befragten Journalisten gaben an, die PR habe einen „eher großen“ oder „sehr großen“ Einfluss auf ihre eigene Arbeit
- 79Theoretische Konzepte zur Beinflussungdes Journalismus durch die PR Determinationsthese (Baerns1991)•Untersuchung der Berichterstattung über NRW-Landespolitik
•Mediensystem befindet sich in einer spezifischen Abhängigkeit von PR.
•PR haben Zeitpunkt und Inhalt der Publikation von Pressemitteilungen unter Kontrolle. - 80Theoretische Konzepte zur Beinflussungdes Journalismus durch die PR Intereffikationsmodell (Benteleet al. 1997)Journalismus und PR sind zwei ausdifferenzierte Teilsysteme der öffentlichen Kommunikation, die einander wechselseitig beeinflussen.
- 81Intereffikationsmodell
- 82Intereffikationsmodell - Induktionsleistungen
- 83Intereffikationsmodell - Adaptionsleistung
- 84Nachrichtenwert (nach Schulz 1990) ?Nachrichtenwertist eine journalistische Hilfskonstruktion zur Erleichterung der notwendigen Selektionsentscheidungen.
Je größer ihr Nachrichtenwert, desto größer die Chance, dass die Meldung (…) berücksichtigt und veröffentlicht wird. - 85Nachrichtenfaktoren nach Schulz (1976)1. Zeit
2. Dauer
3. Status
4. Dynamik
5. Valenz
6. Identifikation - 86Nachrichtenfaktoren nach Schulz (1976) - Zeit?Dauer (Zeitspanne), Thematisierung (Kontinuität des Geschehens)
- 87Nachrichtenfaktoren nach Schulz (1976) - Nähe?räumliche, politische, kulturelle Nähe, Relevanz (Betroffenheit und existenzielle Bedeutung eines Geschehens)
- 88Nachrichtenfaktoren nach Schulz (1976) - Status?regionale Zentralität (national), nationale Zentralität (international), persönlicher Einfluss (politisch), Prominenz (unpolitisch)
- 89Nachrichtenfaktoren nach Schulz (1976) - Dynamik ?Überraschung, Struktur (Komplexität, Überschaubarkeit)
- 90Nachrichtenfaktoren nach Schulz (1976) - Valenz ?Konflikt, Kriminalität, Schaden, Erfolg
- 91Nachrichtenfaktoren nach Schulz (1976) - Identifikation ?Personalisierung, Ethnozentrismus
- 92Instrumentelle Aktualisierung (Kepplinger 1989) Selektionsentscheidungen?Selektionsentscheidungen von Journalisten nicht als direkte Reaktion auf Realitätsreize, sondern vielmehr als zielgerichtete Handlungen zu verstehen.
- 93Instrumentelle Aktualisierung (Kepplinger 1989) NachrichtenwertDer Nachrichtenwert der Nachrichtenfaktoren wird durch die Einstellungen der Journalisten beeinflusst.
- 94Instrumentelle Aktualisierung (Kepplinger 1989) Instrumentelle Aktualisierung?Instrumentelle Aktualisierung ist dabei das absichtliche Hoch-oder Herunterspielen von Informationen, weil diese den Einstellungen oder Meinungen der Journalisten entsprechen.
- 95Instrumentelle Aktualisierung (Kepplinger 1989) Die Information?Die Informationen werden gezielt aktualisiert, um bestimmte Vorstellungen und Meinungen zu etablieren oder zu verstärken, wobei offen bleiben kann, ob und inwieweit dies tatsächlich gelingt.
- 96Einfluss von Randbedingungen (Barth & Donsbach1992) Zentrale Befunde der inhaltsanalytischen Untersuchung:• Häufigere und umfangreichere Berichterstattung über Krisen-als über Aktions-Pressekonferenzen
• Einfluss von PR auf Medieninhalte deutlich geringer, wenn PR in einer Krisensituation an Mediensystem herantritt + Journalisten eine eher negative Einstellung gegenüber der Organisation haben - 97Faktoren für eine stärkere Übernahme von PR-Material in die Medienberichterstattung• Hoher Nachrichtenwert
• redaktionelle Linie
• Wohlwollende Voreinstellung der Journ.
• Normalsituation
• Verbreitung über Nachrichtenagenturen
• Material => als Primärmaterial + über Nachrichtenagentur in Redaktion
• Organisatorische Zwänge der ME.
• PR einzige oder eine von wenigen Quellen
• Angebot von Alternativen zum dargestellten Sachverhalt
• Mediengerechte Aufbereitung
• Keine werblichen Aussagen - 98Instrumente der Media Relations Agierende Medienarbeitaufgeteilt in Informationsmittel und Dialogische Mittel
- 99Agierende Medienarbeit => Informationsmittel•Pressemitteilung
• Pressemappe
• Website, Media Newsroom
• Bild-/Video-/Grafikmaterial
• Newsletter, RSS
• SocialMedia Aktivitäten
• Spezialpublikationen - 100Agierende Medienarbeit => Dialogische Mittel•Pressekonferenz
•Interview
•Pressegespräch
•Pressefahrt/ Journalistenreise
•Presseworkshop/ Journalistenseminar
•Redaktionsbesuch - 101Instrumente der Media Relations -Reagierende Medienarbeit• Richtigstellung
• Antwort auf Presseanfragen - 102PressemitteilungAussendung an relevante Redaktionen (sowie online verfügbar machen)
- 103Pressemitteilung:- Aufbereitung und Darbietung gemäß journalistischer Kriterien –Erleichtert die Selektion
- Folgt dem journalistischen Nachrichtenstil
- Wesentliche Informationen in der
Headline
- Lead: Beantwortet journalistische W-Fragen –Wer, Wo, Was, Wann, Warum, Wie, Woher ?
- Weitere Informationen folgen mit abnehmender Wichtigkeit - 104Zunehmende Menge an Pressemitteilungen
- 105Informationsmittel -weitere
- 106Der Online Pressebereich oder Newsroom• Soll unterschiedlichen Multiplikatoren Anreize für mediale Berichterstattung liefern
•Leichte Teilbarkeit der Inhalte (Verlinkungsmöglichkeiten) - 107Der Online Pressebereich oder Newsroom => Enthält umfassende Informationen wie» Unternehmensporträt
(Text, Bild, Video, Grafiken)
» Alle Pressemeldungen der vergangenen Monate (+ Archiv)
» Ansprechpartner
» Grafiken, Fotos, Videos, O-Töne
» Fragen und Antworten
» Termine - 108Pressekonferenz
- 109Hinweise für eine gute Media Relations•Shootsquarely: Offenheit, Ehrlichkeit
• Giveservice: Hilfe, Unterstützung, Beachtung der journalistischen Routinen • Do not begorcarp: kein Betteln, Nörgeln
• Do not askfor„kills“: Bitte oder Forderung, Geschichte zurückzuhalten/nicht zu bringen sehr unprofessionell; begründete Ausnahmen (z.B. Kriminalfall)
• Do not floodthemedia: nur aussenden, was neu, interessant, verwertbar ist; gezielt; Verteiler pflegen - 110Issues Management - Phasen des Konfliktmanagement1. Proaktive Phase
2. Strategische Phase
3. Reaktive Phase
4. Regenerations-Phase - 111Modell der Zwei-Weg-Kommunikation (Gruniget al. 2002)
- 112Issues–Definition: Themen, die ein Unternehmen oder eine Organisation (Ingenhoff& Röttger 2008):
- 113Issues Management Prozess1. Identifizieren von I.
2. Interpretation von I.
3. Ableiten von Strategie u. Maßnahmen - 114Was ist Evaluationbedeutet sach- und fachgerechte (Untersuchung und) Bewertung.
- 115Identifizieren von Issues: Scanning:Ungerichtete Sammlung und Analyse sämtlicher Informationen, die für eine Organisation relevant sind oder relevant werden können
/ Gesammelte Informationen werden weiter verdichtet - 116Identifizieren von Issues: MonitoringAls relevant erachtete Issueswerden kontinuierlich weiter beobachtet
- 117Methoden zum Scanning und Monitoring von Issues- Personen werden ausgebildet, Issues zu erkennen
– Interviews mit Experten und Stakeholdern
– Analyse von klassischen Medien und SocialMedia
– Analyse von Beschwerden, die Konsumenten oder andere Stakeholder an die Organisation richten - 118Fragen zur Identifizierung von Issues?
- 119Interpretation von Issues-Selektion: Analyse der Issues• Einschätzung über weitere zukünftige Entw. der Issues mittels Prognosetechniken; auf Basis aktueller u. vergangener Entwicklungen
• Klassifikation nach Relevanz für die Organisation und Dringlichkeit, das Issue zu bearbeiten - 120Selektion derjenigen Issues:- für die die Organisation unmittelbar Handlungsentscheidungen und Positionen entwickeln muss
- die die Organisation zunächst (nur) weiter beobachten („monitoren“) möchte - 121Priorisierung der IssiusKlassifikation nach Relevanz und Dringlichkeit der Organisation
- 122Ableiten von Strategie und Maßnahmen
- 123Definition der zu ergreifenden Maßnahmenzur Zielerreichung, wie- Dialog mit Stakeholdern
- Informationstätigkeit
- Themensetzung (agendasetting)
- Versuch, Themen aus den Medien herauszuhalten (agendacutting) - 124Krisenkommunikation Definition von Unternehmenskrisen Fearn-Banks 2002; Krystek1987Schwerwiegende Ereignisse,
mit potenziell negativem Ausgang,
die eine Organisation, Unternehmung oder Industrie sowie deren Stakeholder, Produkte, Leistungen und Reputation betreffen und die den Fortbestand der Unternehmung substantiell und nachhaltig gefährden oder unmöglich machen können. - 125Definition von Unternehmenskrisen Coombs 2012„A perception of an unpredictable event that threatens important expectancies of stakeholders and can seriously impact an organization‘s performance and generate negative outcomes“
- 126Charakteristika von Krisen
- 127Krisentypen nach EntstehungsortOpfer-Krisen: Naturkatastrophen, Produktsabotage / Terror, Falsche Gerüchte
- 128Krisentypen nach EntstehungsortUnfall Krisen: Herausforderungen durch Stakeholder, Technische Fehler, Unfälle, Produktefekte
- 129Krisentypen nach EntstehungsortVermeidbare Krisen: Menschliches Versagen, Vergehen (z.b: Wirtschaftskriminalität), Missmanagement
- 130Ziele des Krisenmanagements- Reputations- und Vertrauensverlust begrenzen
- Schaden von der Organisation ablenken
- systematisches Krisenmanagement: Dauer der Krisenwirkung abschätzen/beeinflussen
- Gute Krisenvorbereitung/-plannung - 131Krisenvorbereitung
- 132Kommunikationsstrategien in Krisen und bei Anschuldigungen Anschuldigung ist gerechtfertigt•Ins Reine kommen
•Positive Aspekte betonen
•Erklären
•Kontext aufzeigen - 133Kommunikationsstrategien in Krisen und bei Anschuldigungen Anschuldigung ist nicht gerechtfertigt•Widerlegen
•Dementieren
•Beschuldiger anprangern - 134„Ins Reine kommen“• Schnell kommunizieren
• Entschuldigung, Betroffenheit und Mitgefühl zeigen
• Verantwortung übernehmen
• Instruktionen für Betroffene
•Korrektive Handlung(en) durchführen
•Möglichst alles Negative auf einmal kommunizieren
• Bei schweren Ereignissen Vorstandsvorsitzenden (CEO) sprechen lassen
• Krisenplan = Grundlage für schnelle professionelle Kommunikation - 135Häufiger (nicht idealer) Verlauf einer KriseSchock => Abwehr => Rückzug => Eingeständnis => Anpassung
- 136Marketing im 21. Jahrhundert… is the activity, set of institutions and processes for creating, communicating, delivering, and exchanging offerings that have value for customers, clients, partners, and society at large
- 137Historische Entwicklung des Marketingverständnisses- <40er => Beschaffungsorientierung
- 50er => Produktorientierung
- 60er => Verkaufsorientierung
- 80er => Innovations- und Wettbewerbsorientierung
- 90er => Bedürfnis- u. Marktorientierung
- ab 2000 => Beziehungsorientierung - 138Anfang 20. JahrhundertSituation: Verkäufermarkt, Preiskonkurrenz
Fokus: Produktion Distribution
Erfindungen: Marke, Werbung - 139Anfang 20. Jahrhundert Technologische, demographische, sozio-ökonomische, politisch-rechtliche, sozio-kulturelle Faktoren- Technischer Fortschritt
- Rassantes Bevölkerungswachstum
- Ausbau der Verkehrswege (Einsenbahn) - 140Anfang 20. Jahrhundert Tendenzen auf dem Markt»Verkäufermarkt (Übernachfrage)
»Massenproduktion
»Ausnutzung der Skaleneffekte
»Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeiten der Produkte
»Produktionsorientierung mit Fokus auf Produktionsmethoden
»Marketing als Distributionsfunktion - 141Markt als Engpassfaktor des Unternehmens => Wirtschaftliches EntwicklungsstadiumVerkäufermarkt: Knappheitswirtschaft
Käufermarkt: Überflussgesellschaft - 142Markt als Engpassfaktor des Unternehmens => Verhältnis Angebot zu NachfrageVerkäufermarkt: Nachfrage > Angebot
Käufermarkt: Angebot > Nachfrage - 143Markt als Engpassfaktor des Unternehmens => Engpassbereichder UnternehmungenVerkäufermarkt: Beschaffung und/oder Produktion
Käufermarkt: Absatzbzw. Kunde - 144Markt als Engpassfaktor des Unternehmens => Primäre Anstrengungen der UnternehmungenVerkäufermarkt: Rationale Erweiterung der Beschaffungs-und Produktionskapazitäten,(physische) Distribution von Gütern
Käufermarkt: Stimulierung der Nachfrage und Schaffung von Präferenzen für eigenesAngebot - 145Push-vs. Pull-(Werbe)Strategie Push:Hersteller => Handel => Konsument
- 146Push-vs. Pull-(Werbe)Strategie Push:Hersteller => Konsument => Handel => Hersteller
- 147Der Marketing-Mix (Absatzpolitisches Instrumentarium)= Festlegung und richtige Dosierung der Marketinginstrumente:
- Price
- Place
- Promotion
- Produkt - 148Erweiterung des Marketing(selbst)verständnisLiferanten <(Beschaffungsmarketing)= Unternehmen =(Absatzmarketing)> Kunden
- 149Mögliche Denkhaltungen im Austauschprozess mit Abnehmern
- 150Verkaufs-vs. Marketingkonzeption Verkaufskonzeption
- 151Verkaufs-vs. Marketingkonzeption Marketingkonzeption
- 152„Beim Verkaufen stehen die Bedürfnisse des Verkäufersim Mittelpunkt; beim Marketing die Bedürfnisse des Käufers."Theodore Levitt / Verkaufs-vs. Marketingkonzeption
- 153"Das Verkaufen ist beseelt vom Wunsch des Verkäufers, sein Produkt zu Geld zu machen; Marketing ist beseelt von der Idee, die Wünsche des Kunden zu erfüllen, und zwar durch das Produkt und alle dazugehörigen Handlungen –von seiner Kreation und Bereitstellung bis hin zu seinem Verbrauch.“Theodore Levitt / Verkaufs-vs. Marketingkonzeption
- 154Reichweite des Marketingbegriffs Gesellschaftsorientiertes Marketing von Raffée& Wiedmann (1994)Konzept strategischer Unternehmensführung, das Fragen gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung in alle Managemententscheidungen einbezieht
- 155Reichweite des Marketingbegriffs Gesellschaftsorientiertes Marketing von Raffée& Wiedmann (1994) Drei Ebenen des Marketing- Absatzmarketing
- Beschaffungsmarketing
- Public Marketing - 156Public Marketing:• Ausgerichtet auf das Beziehungsmanagementmit relevanten Teilen der Öffentlichkeit
• Soll faktische und/oder potenzielle Widerspruchspotenziale abbauen und nach Möglichkeit in Zustimmungumwandeln (Raffée1982) - 157Public Marketing: Aufgaben (Wiedmann, 1989)
- 158Gesellschaftsorientiertes Marketing1.Transaktionsmanagement
2. Reputations-und Beziehungsmanagement
3.Kontextmanagement
Corporate Communications-Politik
als strategisches Dach der gesamten Unternehmenskommunikation - 159Erweiterung des Marketing-Mix zum Mega-Marketing(Kotler1986)Zunehmende Bedeutung außermarktlicher Institutionen wie politische Parteien, Gewerkschaften, lokale Öffentlichkeit für die Erschließung von bestimmten Märkten
- 160Ergänzung der 4 P´s um:- Power / Politics
•Lobbying, Verhandlungsführung
•Push strategy
- Public Relations
•Gewinnen der öffentlichen Meinung
•Pull strategy - 161Paradigmenwechsel im MarketingTransaktionsmarketing => Relationsshipmarketing => Kunde als Co-Creator und Co-Producer
- 162Entwicklung des Marketingverständnisses Welche gibt es?- Instrumentelles Marketing-Verständnis
- Ökonomisches Marketingverständnis
- Erweitertes Marketing-Verständnis
- Generisches Marketingverständnis - 163Marketing im 21. Jahrhundert Definition 1im Sinne einer marktorientierten Unternehmensführung kennzeichnet die Ausrichtung aller relevanten Unternehmensaktivitäten auf die Wünsche und Bedürfnisse der Anspruchsgruppen
- 164Marketing im 21. Jahrhundert Definition 2 ( Kolter)ist ein Prozess im Wirtschafts-und Sozialgefüge, durch den Einzelpersonen und Gruppen ihre Bedürfnisse und Wünsche befriedigen, indem sie Produkte und andere Dinge von Wert erzeugen, anbieten und miteinander austauschen
- 165KommunikationspolitikDie Kommunikationspolitik bezieht sich auf die Kommunikation zwischen dem Anbieter (Unternehmen)und den vom Unternehmen für seine Ziele als relevant erachteten Gruppen (Stakeholders).
- 166MarketingkommunikationMarketingkommunikation (Kommunikationspolitik im engeren Sinne): Vermittlung von Informationen, die Austauschprozesse(Transaktionen am Markt) beeinflussen können
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- Publizistik Flashcards on PR Öffentlichkeitsarbeit Teil 2, created by Tanja Eder on 11/02/2018.
- Created by
- Tanja Eder
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