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U3 Netzwerkprotokolle

Lena A. Medienproduktion Abschlussprüfung German 5.0Average rating 5.0 out of 5 (1 rating) 15 slides

U3 Netzwerkprotokolle

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  1. Netzwerkprotokolle

    • Protokolle sind wie Vereinbarungen
    • sie dienen dazu, Vereinbarung darüber zu treffen, wie zwei Computer miteinander kommunizieren und Daten austauschen
    • Datenaustausch soll möglichst schnell und fehlerfrei durchgeführt werden
    • beide Computer müssen über gleiches Protokoll verfügen, sonst Kommunikation unmöglich
    • sie stellen sicher, dass beide Computer sich über die Übertragung der Information einig sind
    • gebräuchlichstes Netzwerkprotokoll: TCP/IP
    • Zusammenspiel verschiedener Protokolle häufig erforderlich
    • die einzelnen Protokolle werden in Schichten organisiert
    • Was wird mit Protokollen vereinbart?
    • Größe der Daten
    • Codierung der Daten
    • Art der Übertragung
    • Sender / Empfänger
    • zusätzlich beteiligte Protokolle
    • Daten
    • --> dies wird im Header den Nutzdaten vorangestellt oder im Trailer den Nutzdaten angehängt
  2. Aufgaben eines Protokolls

    • Aufgaben eines Protokolls:
    • sicherer und zuverlässiger Verbindungsaufbau
    • verlässliches Zustellen von Paketen
    • wiederholtes Senden nicht angekommener Pakete
    • Zustellen der Datenpakete an gewünschten Empfänger
    • Sicherstellen einer fehlerfreien Übertragung (Prüfsumme)
    • Zusammenfügen ankommender Datenpakete in richtiger Reihenfolge
    • Verhinderung des Auslesens durch unbefugte Dritte (Verschlüsselung)
    • Verhinderung der Manipulation durch unbefugte Dritte (durch MACs oder elektr. Signaturen)
    • Vorteile eines Referenzmodells:
    • Komplexe Zusammenhänge lassen sich in kleine, überschaubare Einheiten (Schichten) zerlegen.
    • Für jede Schicht lassen sich Regeln (Protokolle) definieren, wie die Informationen zu verarbeiten sind.
    • Jede Schicht funktioniert unabhängig vom restlichen System.
    • Schichten und Protokolle können in verschiedenen technischen Systemen verwendet werden.
  3. OSI, TCP/IP & Protokolle

    • OSI, TCP/IP & Protokolle
  4. OSI-Schichtenmodell

    • ISO (International Standardization Organisation) entworfen
    • OSI (Open System Interconnection) besteht aus 7 Schichten
    • Referenzmodell für herstellerunabhängige Kommunikationssysteme
    • Jede Schicht bietet der darüber liegenden Schicht definierte Dienste an und für seinerseits Dienste für darunter liegende Schicht
    • Schichteneinteilung erfolgt mit definierten Schnittstellen
    • Einzelne Schichten können ohne große Gesamtänderungen ausgetauscht und angepasst werden
    • Schichten 1 bis 4 sind die transportierenden Schichten (physikalischer Datentransport bis zu den physikalischen Endpunkten der Systeme)
    • Schichten 5 bis 7 sind anwendungsorientierte Schichten (Handhabung der Schnittstellen)
    • Übertragungsmedium (Verbindungskabel) ist nicht im OSI-Schichtenmodell festgelegt.
    • OSI-Schichtenmodell
    • Caption: OSI-Referenzmodell
  5. OSI-Schichtenmodell

    • Bitübertragungsschicht – Schicht 1 – (Physical)
    • Zuständig für den physikalischen Transport der digitalen (binären) Informationen in Paketen über Ethernet-Frames
    • Überwacht die Funktion dieser Schicht durch zyklisches Prüfen von Steuerleitungen (getrennt von den Datenleitungen)
    • Datenleitungen bestehen wahlweise aus Twisted-Pair- oder Glasfaserkabeln
    • Bei langen Datenleitungen werden Repeater zu Verstärkung der Signale benutz
    • Datensicherungsschicht – Schicht 2 – (Link)-
    • Zuständig für unverfälschten Datentransport über einen einzelnen Übermittlungsabschnitt
    • Flusssteuerung überwacht die vollständige und richtige Übertragung der Daten von der darunter liegenden Schicht
    • Zur Sicherung der Übertragung und Verhinderung von Kollisionen kommt das CSMA/CD Protokoll für Ethernet bzw. CSMA/CA für WLAN zum Einsatz
    • Typische Hardwarekomponenten in dieser Schicht sind Netzwerkkarten, Switches und Bridges
  6. OSI-Schichtenmodell

    • Vermittlungsschicht – Schicht 3 – (Network)
    • Zuständig für die Überbrückung geografischer Entfernungen zwischen den Endsystemen durch Einbeziehung von Vermittlungssystemen
    • Steuert zeitlich und logisch getrennte Kommunikation zwischen verschiedenen Endsystemen
    • Die Hardwarekomponente ist hier der Router und das wichtigste Protokoll die Internet Protocol (IP)
    • Transportschicht – Schicht 4 – (Transport)
    • Zuständig für die Erweiterung von Verbindungen zwischen den Endsystemen zu Teilnehmerverbindungen bzw. den Auf- und Abbau von Verbindungen
    • Bildet die Verbindungsschicht zu den anwendungsorientierten Schichten
    • Daten werden beim Sender in kleinere Einheiten zerlegt und beim Empfänger zusammengesetzt
    • Wichtigstes Protokoll in dieser Schicht ist ist das Transmission Control Protocol (TCP)
  7. OSI-Schichtenmodell

    • Sitzungsschicht – Schicht 5 – (Session)
    • Zuständig für den geordneten Ablauf des Dialoges zwischen den Endsystemen (Synchronisation)
    • Festlegen und Verwalten der Berechtigungsmarken für die Kommunikation (Token-Management)
    • Darstellungsschicht – Schicht 6 – (Presentation)
    • Zuständig für dem gemeinsamen Zeichensatz und die gemeinsame Syntax
    • Umwandeln der lokalen Syntax in die für den Transport festgelegte Syntax und umgekehrt
    • Wichtigstes Protokoll ist in diesem Fall ASCII
    • Eine weitere Aufgabe ist die Verschlüsselung der Daten
    • Anwendungsschicht – Schicht 7 – (Application)
    • Zuständig für die Steuerung der untergeordneten Schichten
    • Übernimmt die Anpassung an die jeweilige Anwendung
    • Stellt dem Anwenderprogramm die Verbindung zur Außenwelt bzw. zum Anwender zur Verfügung
    • Zugehörige Software sind in diesem Fall z.B. Browser, FTP- und Email-Clients
    • Wichtigste Protokolle sind hier:
    • SMTP = Postausgang bei E-Mail
    • POP3 = Posteingang bei E-Mail
    • HTTP = WWW-Seiten
    • FTP = Datenaustausch
  8. TCP/IP-Referenzmodell

    • ISO OSI-Referenzmodell stand oft in der Kritik weil es zu „aufgeblasen“ und kompliziert war
    • TCP/IP-Referenzmodell wurde Entwickelt weil die Mehrheit der Netze mit diesen Protokollen arbeitet und es eine deutliche Vereinfachung zum OSI-Modell darstellt
    • Der TCP/IP-Protokollstapel kommt sowohl in lokalen Netzen als auch im Internet zum Einsatz.
    • TCP/IP-Referenzmodell
    • Caption: TCP/IP-Referenzmodell
  9. TCP/IP-Referenzmodell

    • Netzzugangsschicht – Schicht 1–
    • Fasst Schicht 1 und 2 des OSI-Modells zusammen
    • Sorgt für die physikalische Übertragung der binären Daten
    • Standardprotokolle: CSMA/CD und PPP (Point-to-Point Protocol)
    • Hardware: Repeater, Switch, Bridge, Netzwerkkarte
    • Internetschicht – Schicht 2 –
    • Entspricht Schicht 3 im OSI-Modell
    • Zerlegt Daten in kleinere Einheiten (Datagramme), adressiert (IP) und vermittelt den Weg (Routing)
    • Standardprotokolle: IPv4 und IPv6 (Internet Protocol)
    • Hardware: Router
    • Transportschicht – Schicht 3 –
    • Entspricht Schicht 4 im OSI-Modell
    • Auch Host-zu-Host-Transportschicht genannt
    • Die Hosts sind die Rechner mit Netzzugang und diese werden gesichert verbunden
    • Standardprotokollle: Transmission Control Protocol (TCP), User Datagram Protocol UDP
    • Anwendungsschicht – Schicht 4 –
    • Fasst Schicht 5 bis 7 des OSI-Modells zusammen
    • Hier finden sich die Protokolle die für die Kommunkation mit dem Anwender zuständig sind wie z.B.
    • -> HTTP, HTTPS, FTP, SFTP, SCP, SMTP, POP3 und IMAP
  10. Netzkomponenten und TCP/IP-Modell

    • Netzkomponenten und TCP/IP-Modell
    • Caption: Die horizontalen Pfeile zeigen die logische Verbindung der Netze durch die jeweiligen Komponenten.
  11. Referenzmodelle im Vergleich

    • Referenzmodelle im Vergleich
  12. Protokolle der Netzzugangsschicht

    • CSMA/CD
    • Carrier Sense Multiple Access/Collision Detection
    • -> Mehrfachzugriff mit Trägerprüfung und Kollisionserkennung
    • Standard für Ethernet
    • Datenkollisionen im Netzwerk werden erkannt und ein erneutes senden der Daten veranlasst
    • CSMA/CA
    • Carrier Sense Multiple Access/Collision Avoidance
    • ->Mehrfachzugriff mit Trägerprüfung und Kollisionsvermeidung
    • Standard für WLAN
    • Datenkollisionen im Netzwerk werden von vornherein vermieden
    • PPP
    • Point-to-Point Protocol
    • Standardprotokoll für Verbindungen über das
    • Telefonnetz (ISDN)
    • ARP
    • Address Resolution Protocol
    • vermittelt zwischen
    • der physikalischer Adresse und der Netzwerkadresse
    • ausschließlich für
    • Ipv4 im Ethernet
    • ordnet die IP-Adresse und die passende MAC-Adresse
    • zu
    • NDP
    • Neighbor Discovery Protocol
    • das Pendant zu ARP für IPv6
    • MAC
    • Media
    • Access Control Adresse
    • einzigartiger, unveränderlicher und eindeutiger
    • Identifikator eines Gerätes in einem Netzwerk
    • besteht aus 48 bit (6
    • Byte) und wird hexadezimal
    • angegeben z.B. 00:80:41:ae:fd:7e
  13. Protokolle der Internetschicht

    • IP - Internet Protocol – Was ist das?
    • ein Netzwerkprotokoll, das Rechner in einem Netzwerk eindeutig identifiziert
    • IP-Adresse ist nicht an einen Rechner gebunden (wird ihm zeitweilig (dynamisch) zugeteilt)
    • --> wird nach Beendigung der Netzwerksitzung wieder frei
    • Datenströme können eindeutig zugeordnet werden
    • Wie funktioniert es?PC ruft Website auf --> Browser sendet IP-Adresse des PCs mit an den Server --> Server verfügt auch über eigene IP-Adresse --> angefordertes Datenpaket (die Website) wird an die Adresse des anfragenden PCs gesendet --> wird dort vom Browser interpretiert und dargestellt
    • Aufgaben
    • Datenpakete adressieren und in einem paketorientiertem Netzwerk zu vermitteln
    • Identifikation von Teilnetzen
    • IP-Adresse
    • Internet Protocol Adresse
    • dynamisch: automatische Vergabe zur Einwahl ins Internet
    • statisch: vom Admin fest vergeben für lokale Netzwerke
    • Ipv4-Adresse
    • besteht aus 32 bit (4 Byte)
    • insgesamt 4,29 Milliarden
    • verschiedene Adressen möglich
    • Dezimal angegeben z.B. 192.168.0.1
    • Ipv6-Adresse
    • besteht aus 128 bit (16 Byte)
    • insgesamt 340 Sextillionen verschiedene Adressen möglich
    • Hexadezimal angegeben z.B. 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344
  14. Protokolle der Transportschicht

    • TCP
    • Transmission Control Protocol
    • Verbindungsorientierte Übertragung von Daten über das Internet
    • stellt Verbindung zwischen zwei Endpunkten her
    • eher für große, mehrteilige Übertragungen mit garantierter Fehlerfreiheit
    • zuverlässig und sicher
    • UDP
    • User Datagram Protocol
    • Verbindungslose Übertragung von Daten über das Internet
    • stellt kurze Einwegübermittlung her
    • eher für kleine Datenpakete, deren Zustellung nicht kritisch ist
    • unzuverlässig und unsicher
  15. Protokolle der Anwendungsschicht

    • HTTP
    • Hypertext Transfer Protocol
    • stellt Verbindung zwischen Browser und Server her z.B. um Webseiten abzurufen
    • Adressen werden durch DNS (Domain Name Server) in entsprechende IPs umgewandelt
    • HTTPS (S = Secure)
    • stellt eine mit SSL verschlüsselte Verbindung her
    • FTP
    • File Transfer Protocol
    • stellt Verbindung zwischen Client und Server her um Dateien zu übertragen
    • SFTP (S = Secure)
    • stellt eine mit SSH verschlüsselte Verbindung her
    • SMTP
    • Simple Mail Transfer Protocol
    • Wird zum einfachen Einspeisen, Versenden und Weiterleiten von E-Mails an Server genutzt
    • POP3
    • Post Office Protocol
    • Wird zum einfachen Auflisten, Emfangen und
    • Löschen von E-Mails vom Server genutzt
    • IMAP
    • Internet Message Access
    • Protocol
    • Stellt ein Netzwerk-Dateisystem zum E-Mail-Server her
    • E-Mails
    • bleiben auf dem Server gespeichert, können in Ordner sortiert und von
    • mehreren Clients abgerufen werden

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Description
Thema U3; Medienproduktion (Netzwerkprotokolle) für die Abschlussprüfung Mediengestalter Sommer 2016
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Lena A.
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