Flashcards
Modul 2D Schulze
Flashcards do conjunto (10)
- 1Was ist nach G. Schulze der zentrale gemeinsame Nenner der Lebensauffassung in unserer Gesellschaft?= die Gestaltungsidee eines schönen, interessanten, subjektiv als lohnend empfundenen Lebens
- 2Welche beiden Entwicklungen führen zur Herausbildung der Erlebnisgesellschaft?- Anhebung des Lebensstandards seit Mitte der 60er ist die strukturelle Basis für die Erlebnisgesellschaft
-> darauf bauen zwei miteinander verzahnte Entwicklungen auf
1. Veränderung des Alltagslebens des Subjekts:
- steigendes Einkommen
- Reduzierung der Arbeitszeit durch Technisierung
2. Veränderung des Situation:
- Vervielfachung von Angeboten an Waren und Dienstleistungen
-> Schulze erfasst den sozialen Wandel als Veränderung des Verhältnisses von Subjekt und Situation, die im Wechselverhältnis zueinander stehen
-> die Situation schränkt nicht mehr ein, sondern bietet Optionen
-> das Handeln wurde entgrenzt - 3Warum tritt nach Schulze unter den Bedingungen der Entgrenzung des Handelns die subjektiven Intentionen der Individuen stark in den Vordergrund?- ein Mensch, der zwischen einer Vielzahl von Optionen wählen kann, tut dies auf Grundlage seiner individuellen Erfahrungen und Vorlieben
-> damit haben "vergangene" Situationen dennoch eingrenzende Wirkung auf die aktuelle Handlungspraxis - 4Warum kommt es nach Schulze zu einer Verschiebung von einer außengesteuerten zu einer innengesteuerten Orientierung?- in Nachkriegszeit bis in die 60er Jahre war der Fokus der Akteure auf die Situation gerichtet = außenorientiert
-> Arbeit zur materiellen Absicherung
-> Konsumentscheidungen nach Gebrauchswert und Qualität
- mit der Ausweitung der Angebote wurde diese Orientierung zum Problem
- durch Steigerung des Wohlstandsniveaus und durch die Perfektionierung im Hinblick auf Qualität und Funktionalität verloren die 3 Kategorien Nutzen, Qualität und Reichtum ihre orientierende Funktion
-> diese Orientierungslosigkeit führt zu einer Wende im Denken
-> innenorientierte Motive treten in den Vordergrund
-> der Erlebnischarakter von Produkten wird zum zentralen Gesichtspunkt für die Konsumentscheidung - 5Wodurch ist der Erlebnismarkt gekennzeichnet, d.h. welche Ziele verfolgen Konsumenten und Produzenten?- Erlebnismarkt = gesellschaftlicher Ort, an dem Erlebnisnachfrage und Erlebnisangebot aufeinander treffen
- er umfasst wirtschaftliche, kulturelle und massenmediale Erlebnisangebote
- Konsumenten erhoffen sich psychophysische Effekte
- Produzenten wollen ihre Produkte verkaufen = ökonomisches Interesse
-> Erlebnismarkt = Schnittstelle innenorientierter und außenorientierter Rationalitätstypen
- Erlebnismarkt hat Eigendynamik
- Erlebnismarkt hat eine vereinheitlichende und integrierende Funktion - 6Worauf gründet innerhalb der Erlebnisgesellschaft, im Gegensatz zu traditionellen Gesellschaft, die Zugehörigkeit zu gesellschaftlichen Großgruppen?- gründet auf persönlichem Stil und dem Konsumieren spezifischer Erlebnisangebote und nicht mehr auf Ressourcenausstattung
- ergibt sich aus sozialen Milieus und nicht aus Lebenslagen
-> Sozialstruktur ist also eng mit Erlebnismarkt verknüpft - 7Wie definiert Schulze den Begriff des "sozialen Milieus"?= gemeinsame Denk- und Handlungsmuster
- soziale Milieus zeichnen sich durch 4 typische Existenzformen und erhöhte Binnenkommunikation aus
- 4 Zeichen zur Feststellung von Ähnlichkeiten bzw. Unähnlichkeit des Gegenübers:
1. der persönliche Stil
2. das Alter (Generationszugehörigkeit und Stadium der Subjektivitätsentwicklung)
3. Bildung
4. Situationsmanagement
-> diese Zeichenbündel lassen sich bestimmten Erlebnisroutinen zuordnen = alltagsästhetische Schemata - 8Welche alltagsästhetischen Schemata unterscheidet Schulze?- alltagsästhetische Schemata:
1. Hochkulturschema
2. Trivialschema
3. Spannungsschema
- Milieuzugehörigkeit und damit die soziale Position von Akteuren lässt sich anhand von Nähe und Distanz zu diesen drei Schemata ermitteln - 9Welche Unsicherheiten birgt die Erlebnisgesellschaft?- Risiko der Unsicherheit (richtige Entscheidungen zu treffen)
- Risiko der Enttäuschung (Erlebnis war nicht wie erhofft)
- Orientierungsproblem (Was will ich?)
- Unfähigkeit, sich auf nichtveränderbare strukturelle Gegebenheiten und begrenzende Situationen einzulassen (Nichtakzeptanz des Alterns)
- Instabilität erlebnisgesellschaftlicher Strukturen - 10Welche sozialen Milieus leitet Schulze aus den Alltagsschemata ab?5 verschiedene soziale Milieus:
1. Niveaumilieu:
-Nähe zum Hochkulturschema, Distanz zu den anderen
- lesen Belletristik, hören klassische Musik, gehen ins Theater
2. Harmoniemilieu:
-Nähe zum Trivialschema, Distanz zu den anderen
- lesen Regenbogenpresse, hören Unterhaltungsmusik, schauen Gameshows im TV
3. Integrationsmilieu:
-Nähe zum Hochkultur- und Trivialschema
= Kombination von Stilelementen anderer Milieus
4. Selbstverwirklichungsmilieu:
-Nähe zum Hochkultur- und Spannungsschema
- es vermischen sich Ruhe und Action, Lebensphilosophie ist einerseits die Perfektion und andererseits der Narzissmus
5. Unterhaltungsmilieu:
-Nähe zum Spannungsschema, Distanz zu den anderen
- auf der Suche nach Action
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- Descrição
- FlashCards sobre Modul 2D Schulze, criado por Anni T-Pünktchen em 10-08-2014.
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- Anni T-Pünktchen
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