Quiz
BM 13 - HEIMANN, FLECHSIG, KLAFKI, BALLAUF
Questions in this quiz (64)
1Heimann hat Didaktik als Theorie und Lehre bestimmt, ein Didaktikum entwickelt und 1960 realisiert. Was hat Heimann zu dieser Entwicklung gebracht?
- A17 afrikanische Kolonien wurden 1960 in die Unabhängigkeit entlassen
- BDidaktik konnte mit den neuen seit 1950 veröffentlichten kybernetischen Modellen als operatives Bezugsfeld verstanden werden
- CDie praktische Umsetzung von Lehr- Lerntheorien wurde durch die 1955 erfolgte Einführung von Lernmaschinen möglich
- DDas Lehrerbildungsgesetz in Berlin wurde 1958 geändert
- EDie seit 1945 erreichten eindrucksvollen Erfolge der amerikanischen Lehr- Lernforschung
2Heimann zieht die lerntheoretische Didaktik der bildungstheoretischen Didaktik vor. Warum?
- AWeil Lerntheorien von der Bedingung der Möglichkeit des Lernens ausgehen
- BWeil damit die Schule auf die gleiche „Stratosphärenhöhe" wie die Bildungstheorie gebracht werden kann
- CWeil dann Lehren und Lernen mit kybernetischem Denken perfektioniert werden kann
- DWeil nur mit dem psychologischen Ansatz eine voll entfaltete Didaktik entwickelt werden kann
- EWeil damit didaktisches Handeln unter eine wissenschaftliche Kontrolle gebracht werden kann
3(t1) Heimann folgt dem bildungstheoretischen Ansatz von Klafki.
Weil
(t2) Klafki hat nach Heimann den orientierenden Anspruch der Bildungstheorie genau herausgearbeitet.- ANur t1 ist richtig
- Bt1 und t2 sind richtig, aber die Verknüpfung ist falsch
- CNur t2 ist richtig
- Dt1, t2 und die Verknüpfung sind richtig
- EKeine der Aussagen ist richtig
4Welches Grundverhalten ist für theoretisch gesteuerte DidaktikerInnen nach Heimann sinnvoll?
- ANach Heimann ist jedes didaktische Verhalten auf eine Theorie bezogen
- BTheoretisch gesteuerte DidaktikerInnen müssen über ein bildungstheoretisch fundiertes Grundverhalten verfügen
- CNach Heimann sind theoretisch gesteuerte DidaktikerInnen nicht denkbar
- DTheoretisch gesteuerte DidaktikerInnen müssen über ein experimentelles Grundverhalten verfügen
- ETheoretisch gesteuerte DidaktikerInnen müssen über ein analytisches Grundverhalten verfügen
5(t1) Laut Heimann sind Lernende als vorrangiger Faktor in der Struktur-Analyse von Unterricht zu verstehen.
Weil
(t2) Im Schulunterricht geht es um den Erkenntnis-, Erlebnis- und Tätigkeits-Horizont von Kindern oder Jugendlichen.- ANur t2 ist richtig
- Bt1 und t2 sind richtig, aber die Verknüpfung ist falsch
- Ct1, t2 und die Verknüpfung sind richtig
- DNur t1 ist richtig
- EKeine der Aussagen ist richtig
6(t1) Laut Heimann tritt die Beanspruchung der didaktischen Theorie bei ganz konkreten Ausbildungsanlässen auf.
Wenn
(t2) Die Lernenden werden in die Situation gebracht, beobachteten Unterricht zu analysieren oder selbst ein Unterrichtsvorhaben zu entwerfen und vorzubereiten.- ANur t1 ist richtig
- Bt1, t2 und die Verknüpfung sind richtig
- CKeine der Aussagen ist richtig
- Dt1 und t2 sind richtig, aber die Verknüpfung ist falsch
- ENur t2 ist richtig
7(t1) Lehrende werden bei Heimann nur in der Struktur-Analyse diskutiert.
Weil
(t2) Die Faktoren-Analyse hat sich auf die philosophisch-anthropologische und erfahrungswissenschaftlich-psychologische Interpretation der personalen Bedingungsanlage der Lernenden zu stützen.- At1, t2 und die Verknüpfung sind richtig
- BNur t1 ist richtig
- CNur t2 ist richtig
- Dt1 und t2 sind richtig, aber die Verknüpfung ist falsch
- EKeine der Aussagen ist richtig
8(HEIMANN)
(t1) Die Lehrenden bringen sich mit ihrer faktischen Personstruktur in die Unterrichtsprozesse ein
Weil
(t2) Die Faktoren-Analyse beschäftigt sich mit den in die Lehr- und Lernprozesse verwickelten Personenkreise und mit der spezifischen Situation, in der sich Unterricht real vollzieht.- At1, t2 und die Verknüpfung sind richtig
- BNur t1 ist richtig
- Ct1 und t2 sind richtig, aber die Verknüpfung ist falsch
- DKeine der Aussagen ist richtig
- ENur t2 ist richtig
9(t1) Das Hauptaugenmerk in der Faktoren-Analyse von Heimann liegt auf Institutionen.
Weil
(t2) Institutionen werden von Heimann im Rahmen der unterrichtlichen Entscheidungsfelder als Aspekt von Intentionalität im Sinne von institutioneller Planmäßigkeit diskutiert.- At1 und t2 sind richtig, aber die Verknüpfung ist falsch
- BNur t1 ist richtig
- CKeine der Aussagen ist richtig
- DNur t2 ist richtig
- Et1, t2 und die Verknüpfung sind richtig
10Heimann kritisiert die didaktischen Systeme der Arbeitsschule, der Montessorischule, der Waldorfschule, der Jenaplanschule etc. Warum?
- AWeil der Begriff der Bildung in diesem System nicht berücksichtigt wird
- BWeil der Übergang von grenzstabilen zu metastabilen Systemen nicht berücksichtigt wird
- CWeil man sich mit den Axiomen dieser Systeme identifizieren muss
- DWeil geschlossene Systeme demokratischen Strukturen nicht entsprechen
- EWeil die Trennung zwischen allgemeiner und spezieller Bildung nicht überwunden wird
11(t1) Heimann möchte sich der Ansicht der bildungstheoretischen Schulen in Bezug auf das Inhaltsproblem anschließen.
Weil
(t2) Die bildungstheoretischen Schulen verkürzen in ihrem Stratosphärendenken den Begriff der Didaktik durch den Fokus auf den Inhalt, mit dem sie das Phänomen "Unterricht” in den Griff bekommen wollen.- At1, t2 und die Verknüpfung sind richtig
- Bt1 und t2 sind richtig, aber die Verknüpfung ist falsch
- CKeine der Aussagen ist richtig
- DNur t2 ist richtig
- ENur t1 ist richtig
12Ziele einer Ausbildungsprogrammatik für Lehramtsstudierende umfassen laut Heimann zu lernen, Strukturen zu erkennen, Probleme zu exponieren, Tatsachen, Normen und Organisation-Formen zu beurteilen und Entscheidungen vorzubereiten. Welchem Theorie-Verständnis folgt dieser Zielformulierung?
- ADie Bildung von Theorien muss den prozesshaften Seins-Charakter ihrer Grundvorgänge ernst nehmen und selbst Prozess-Form annehmen. Es gibt in solcher Sicht keine statischen Theorien, sondern nur theoretische Prozesse
- BTheorien beziehen sich auf reale Entitäten, das heißt auf Objekte, die in der Wirklichkeit existieren und sind als Annäherung an die Wahrheit zu verstehen
- CTheorien sind Konstrukte, bei denen besonders darauf geachtet wird, Glauben, Meinen und Wissen voneinander zu trennen. Dadurch wird gesichertes Wissen konstruiert, welches aus dem Zusammenwirken von Erfahrung und Denken entsteht
- DTheorie ist eine Technik zur Produktion und Prüfung von Auffassungen, Vorstellungen, Modellen oder Darstellungen dessen, was als wirklich oder tatsächlich gelten kann und soll
- ETheorien sind widerspruchsfrei, überprüfbar und explizit im Sinne der Einigkeit ihrer Bedeutung. Sie sind sowohl empirisch verankert als auch verträglich in Bezug auf bewährte ältere Theorien. Sie sind extensiv und ermöglichen Prognosen, die in der Praxis auch eintreffen können und damit falsifizierbar sind
13Worin bestehen nach Paul Heimann Rolle und Funktion von Medien?
- AMedien haben die Rolle und die Funktion, die Akzeptanz von Bildungsstandards zu befördern
- BMedien haben die Rolle und die Funktion der Desorientierung der Massen
- CMedien haben die Rolle und die Funktion, didaktischen Impressionismus zu realisieren
- DMedien haben die Rolle und die Funktion von Industrieunternehmen und arbeiten unter der Didaktik des Gewinnstrebens
- EMedien haben die Rolle und die Funktion von selbstständigen und organisatorisch voll entfalteten Bildungsinstitutionen
14(t1) Laut Heimann ist jedes Medium schon seiner bilateralen Struktur wegen interessant.
Weil
(t2) Jedes Medium weist einen Bezug zu Lehren und Lernen auf kann damit für die Umsetzung methodische Fundamentalziele verwendet werden.- At1 und t2 sind richtig, aber die Verknüpfung ist falsch
- BNur t2 ist richtig
- CNur t1 ist richtig
- DKeine der Aussagen ist richtig
- Et1, t2 und die Verknüpfung sind richtig
15Auf welche Faktoren ist nach Heimann die Methode des Didakten verwiesen?
- AAuf Ideologiekritik, Formkritik und Methodenkritik
- BAuf Bildung, Lernen und Sozialisation
- CAuf probiotische, biotische und abiotische Faktoren
- DAuf Normen, Fakten und didaktische Formen
- EAuf Film, Funk und Fernsehen
16Warum ist der Didakt nach Heimann methodisch darauf verwiesen, eine methodisch abgesicherte Antwort auf eine bestimmte epochale Situation zu finden?
- AWeil dabei Ziele und Inhalte des Unterrichts objektiviert und mit Methoden und Medien operationalisiert werden können
- BWeil dabei Ideologiekritik und Formkritik in der kritischen Faktenbeurteilung überwunden werden können
- CWeil nur so epochaltypische Schlüsselprobleme methodisch berücksichtigt werden können
- DWeil didaktische Methodensysteme immer zeitabhängig und historisch sind
- EDie Gruppen- und Raumorganisation; die Analyse der Strukturen der Inhalte; den Kanon der Lehr- und Lernweisen; die Ausrichtung an bestimmten methodischen Modellen und die Orientierung an einem Prinzipien-Kanon
17Flechsig schlägt eine Technisierung der Didaktik vor. Wie setzt er selbst die Technisierung der Didaktik im Göttinger Katalog didaktischer Modelle um?
- AEr entwickelt ein Lernmanagementsystem
- BEr entwickelt den ersten didaktischen Hypertext
- CEr entwickelt künstliche Intelligenzsysteme, mit denen Lernprozesse effizienter gesteuert werden können
- DEr entwickelt eine didaktische Suchmaschine
- EEr entwickelt eine Beschreibungssprache für didaktische Modelle
18Welche drei Gründe nennt Flechsig für die Verwendung von Medien im Unterricht?
- ADie Möglichkeit der Bereitstellung seltener Erfahrungen, die Behebung des Lehrermangels und die erreichbare Effizienzsteigerung
- BDie gestiegene Verbreitung von Medien in der Gesellschaft, den wirtschaftlichen Bedarf und politische Vorgaben
- CDie Notwendigkeit des Bezugs auf die Bildung des Menschen, die Erziehung des Menschen und die Sozialisation des Menschen
- DDie Erfordernisse quantitativer Forschung, hermeneutischer Forschung und systematischer Forschung
- EDie Herausforderungen des Endes des Leibeigentums, der Aufhebung der Sklaverei und der Überwindung entfremdender Arbeitsverhältnisse
19Flechsig lehnt den Bildungsbegriff als zu praxisfern ab. Welchen Begriff rückt er statt dessen in den Mittelpunkt?
- ADen Wissenschaftsbegriff
- BDen Lernbegriff
- CDen Demokratiebegriff
- DDen Emanzipationsbegriff
- EDen Sozialisationsbegriff
20Welcher als bildungstheoretisch zu verstehende Moment wird von Flechsig berücksichtigt?
- ADie Relevanz von Bildung für den demokratischen Staat
- BDie Identität als notwendiges Moment des Wissenserwerbs
- CDie Liebe das Lehrenden zu den Lernenden
- DDas Gott gefällige Leben
- EDie Wertschätzung der Lernenden durch die Lehrenden
21Flechsig und Haller schlagen vor, den Begriff der Schülerinnen und Schüler durch den der Adressatinnen und Adressaten zu ersetzen. Wie begründen Sie diesen Vorschlag?
- AMit dem Begriff der Adressatinnen und Adressaten wird die notwendige Orientierung der Didaktik an gesellschaftlichen Bedarfen zum Ausdruck gebracht, wogegen der Ausdruck "Schülerinnen und Schüler" nur auf innere pädagogische Prozesse bezogen ist und damit zu kurz greift
- BMit dem Begriff der Adressatinnen und Adressaten wird die bisher vernachlässigte biologische Reifung, vor allem im Blick auf die Gehirnentwicklung, systematisch in der Didaktik berücksichtigt
- CDidaktische Entscheidungen sollten den Lehrenden überlassen werden. Das wird mit dem Ausdruck "Adressatinnen und Adressaten!" klarer zum Ausdruck gebracht als mit dem Ausdruck "Schülerinnen und Schüler"
- DMit dem Ausdruck Adressatinnen und Adressaten wird die Rolle der Lernenden im Bereich der durch Technology Enhanced Learning optimierten Lernprozesse, der mit der technologischen Wende der Didaktik zentral geworden ist, besser beschrieben
- EDie Rolle von Lernenden kommt vielfältig in verschiedenen Situation und Institutionen (z.B. Skischulen, Volkshochschulen) vor. Daher ist der Ausdruck Adressatinnen und Adressaten als Begriff der Didaktik angemessener als der Ausdruck Schülerinnen und Schüler
22Wie sollte nach Flechsig und Haller mit didaktischen Entscheidungen gegenüber Adressatinnen und Adressaten umgegangen werden?
- AAdressatinnen und Adressaten sollten über die staatlichen und gesellschaftlichen Anforderungen sowie die bildenden Absichten, die in didaktische Entscheidungen einfließen, informiert werden
- BAdressatinnen und Adressaten sollten an allen didaktischen Entscheidungen gleichberechtigt partizipieren
- CDidaktische Entscheidungen sollen den Adressatinnen und Adressaten durch die Form des Unterrichts immanent mitgeteilt werden
- DDidaktische Entscheidungen sollten den Adressatinnen und Adressaten in vollem Umfang mitgeteilt und Ihnen gegenüber begründet werden
- EAdressatinnen und Adressaten sollten von didaktischen Entscheidungen möglichst entlastet werden, um die Lernprozesse nicht zu stören
23Die Auseinandersetzung mit pädagogischen Begriffen bringt nach Flechsig und Haller erhebliche Vorteile für die Lehrenden. Welchen Vorteil der Auseinandersetzung mit Begriffen durch Lehrende nennen Flechsig und Haller nicht?
- ADie Auseinandersetzung mit Begriffen trägt dazu bei, sich das eigene Verhalten bewusst zu machen
- BDie Auseinandersetzung mit Begriffen trägt dazu bei, dass Lehrende Lernprozesse organisieren können
- CDie Auseinandersetzung mit Begriffen trägt dazu bei, die eigenen Handlungen bewusst zu gestalten und durchzuführen
- DDie Auseinandersetzung mit Begriffen trägt dazu bei, Kenntnisse auf allen Ebenen didaktischen Handelns zu erwerben
- EDie Auseinandersetzung mit Begriffen trägt dazu bei, dass Lehrende demokratisches Bewusstsein fördern
24Flechsig und Haller schließen an die Klassifikation von Gagné an, der nach Flechsig und Haller Funktionen, die zu Anfang der Lehrsequenz ausgeführt werden, Funktionen, die darauf abzielen, Lernen hervorzurufen und zu leiten, Funktionen, die die Generalisierung der Einsicht fördern und Funktionen, die eine Beurteilung der Ergebnisse erlauben unterscheidet und schlagen anschließend eine abgewandelte Form dieser Einteilung vor. Welcher Begriff kommt in der abgewandelten Form nicht vor?
- AMotivation
- BDisziplinierung
- CInformation
- DDiagnose
- EÜbung
25Flechsig und Haller schreiben: "Die Schwierigkeit [des bildungspolitischen Handelns] liegt jedoch darin, daß Interessen häufig in "verkleideter" Form vorgebracht werden, d. h. daß die Forderungen mit Argumenten begründet werden, die nicht den wahren Motiven entsprechen." Welches Interesse kann nach Flechsig und Haller mit der Forderung nach der vorrangigen Berücksichtigung des Leistungsprinzips verdeckt werden?
- ADass Klassenbewusstsein im Blick auf den Klassenkampf gefördert werden soll, indem Kinder die bürgerlichen Interessen, die mit dem Leistungsprinzip verbunden sind, unmittelbar erfahren können
- BDass Arbeiterinnen und Arbeiter genau so weit gefördert werden, wie das zur Berufsausbildung nötig ist, und nichts lernen, was für die Übernahme von Leitungsfunktionen erforderlich wäre
- CDass Solidarität und Freiheit gefördert werden sollen, indem auch Kinder aus soziale benachteiligten Kontexten die Möglichkeit erhalten, ihre Leistung zu entwickeln und zu entfalten
- DDass die Entwicklung der Kräfte des Menschen zu einem harmonischen Ganzen gefördert werden soll, indem die Kinder durch die Orientierung am freien Markt motiviert werden, die volle Leistungsfähigkeit all ihrer Vermögen zu entwickeln
- EDass der Zirkel, der durch den Umstand entsteht, dass die individuelle Leistungsfähigkeit nicht zuletzt auf sozialen Unterschieden basiert, und die Forderung nach Leistungsfähigkeit damit soziale Ungleichheit reproduziert, durchbrochen wird
26Flechsig und Haller schlagen vor, das traditionelle Schulzeugnis durch einen Diagnosebogen zu ersetzen. Was soll damit erreicht werden?
- ADie individuellen Stärken und Schwächen sollen im Blick auf mögliche Verbesserungen erfasst werden
- BDie Optimierung von Lehr- und Lernprozessen durch teilautomatisierte Empfehlungssysteme soll durch die Schaffung der nötigen Datengrundlage ermöglicht werden
- CFür die Schulverwaltungen sollen differenzierte Daten zur gezielten Steuerung von bildungspolitischen Entscheidungen erhoben werden
- DDie zu geringe Disziplinierungsfunktion von Noten soll verbessert und durch ein wirksames Verfahren ersetzt werden
- EDas an Bildungsstandards gemessene Leistungsvermögen von Schülerinnen und Schülern soll präzise erfasst werden
27Worin sehen Flechsig und Haller die Vorteile der transparenten Legitimation von Lernzielen?
- ADurch die Transparenz wird es möglich, dass ältere und jüngere Menschen die zwischen ihnen bestehenden Differenzen partizipativ überwinden
- BOffene und geschlossene Curricula können durch die transparente Legitmation zu Gesamtcurricula integriert werden
- CDie Adressaten werden berücksichtigt, es werden klare Aussagen gemacht und die Lernziele sind realisierbar
- DIllegitime Forderungen der Gesellschaft an öffentliche Bildungseinrichtungen werden transparent
- EEs werden wertneutrale Positionierungen erreicht
28Zu welchem Problem führt das Recht der Gesellschaft, Ziele und Inhalte öffentlicher Bildungseinrichtungen festzulegen, nach Flechsig und Haller?
- AZum Problem, dass Lehrpläne den Unterricht bestimmen
- BZum Problem, dass Bildungskommissionen öffentlich tagen
- CZum Problem, dass so die Freiheit des Menschen gefördert wird
- DZum Problem, dass geschlossene Curricula entwickelt werden müssen
- EZum Problem, dass die Vorstellungen in der Gesellschaft über Ziele und Inhalte unterschiedlich sind
29Was ist im Blick auf Medien nach Flechsig und Haller in der didaktischen Gestaltung zu berücksichtigen?
- AAbstraktionsebene, Curriculum und Interessen
- BDie inhalts- und zielneutrale Auswahl der Medien
- CDer gemessene Lernerfolg
- DDass mit den Medien die Befreiung aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit realisiert werden kann
- EDass die Medien unter beliebigen Kontextbedingungen flexibel eingesetzt werden können
30Wie positioniert Flechsig Medien in der Didaktik?
- AMedien müssen in den didaktisch geplanten Rahmen eingepasst werden
- BMedien sind neutral gegenüber Inhalten und können also frei gewählt werden
- CMedien werden überhaupt nicht thematisiert
- DMedien bestimmen den Verständigungsprozess und damit die didaktische Planung
- EMedien sollten in didaktischen Prozessen möglichst nicht verwendet werden
31Welches Ziel verfolgen Flechsig und Haller mit der Entwicklung der Deskriptoren, die von ihnen zur Beschreibung von Kategorialmodellen verwendet werden?
- ADas Ziel ist es, Unterrichtsmethoden zu erschließen und so die Vielfalt handhabbar zu machen
- BDas Ziel ist es, Unterrichtsmethoden zu erschließen und so das optimale Modell durch empirische Studien identifizieren zu können
- CDas Ziel ist es, Medien und Methoden optimal aufeinander abzustimmen
- DDas Ziel ist es, Kategorialmodelle so zu erschließen, dass Unterrichtsmodelle aus den Katagorialmodellem abgeleitet werden können
- EDas Ziel ist es, die Korrektheit von Unterrichtsmodellen durch die Prüfung an Kategorialmodellen prüfen zu können
32Welche didaktischen Prinzipien werden nach Flechsig und Haller mit einem Lernnetzwerk reallisiert?
- ALernen durch unmittelbare und gezielte Erfahrung und direkten Umgang, beiläufiges Lernen und orientierendes Lernen
- BErfahrungsbezogenes Lernen, wechselseitiges Lernen und dynamisches Lernen
- CDie personale Repräsentation von kultureller Erfahrung und das Lernen aus Reden
- DArgumentierendes Lernen und geregelte Konfliktbewältigung
- EGanzheitliches, aufgabenbearbeitendes und individualisiertes Lernen
33Die Reformvorschläge der Schülerinnen und Schüler, die in Klafkis 9. Studie dargestellt werden, werden im Wesentlichen nicht aufgegriffen. Welchen Grund nennt Klafki dafür?
- ADie epochaltypischen Schlüsselprobleme werden nicht berücksichtigt
- BDie ökonomischen Rahmenbedingungen werden zu restriktiv ausgelegt
- CDie rechtlichen Rahmenbedingungen werden zu restriktiv ausgelegt
- DDie Kriterien guten Unterrichts werden nicht berücksichtigt
- EDie von Handlungsorientierung und Vermittlung spezifischer Voraussetzungen wird übergangen
34Wie kann dem prozessorientierten Leistungsbegriff nach Klafki entsprochen werden?
- AIndem die Lernenden sich das Recht nehmen, die Gesellschaft mit zu gestalten
- BIndem Lernenden das Recht, die Gesellschaft mit zu gestalten, gegeben wird
- CIndem nur die besten Lernenden die Hochschulzugangsberechtigung erhalten
- DIndem der Leistungsstand den Lernenden im Prozess fortlaufend zurück gemeldet wird
- EIndem Lernenden ihr Leistungsstand im Sinne einer Lernhilfe zurück gemeldet wird
35Welche Funktion hat der Bildungsbegriff nach Klafki für die Didaktik?
- AEr soll die Orientierung der nachwachsenden Generation an der nationalen Gemeinschaft sicherstellen
- BEr soll zentrierende, übergeordnete Orientierungs- und Beurteilungskriterien liefern
- CEr soll eine differenzierte und auf Prinzipien basierende Gesellschaftskritik ermöglichen
- DEr soll die Effizienz und Effektivität didaktischer Praxis orientieren
- EEr soll die Orientierung von Schule an den Maßgaben der Verfassung sicherstellen
36Welches Verständnis durchdringt Klafkis Didaktik? Ein Verständnis von ...
- Ahumanistischer Didaktik
- Bkritisch-konstruktiver Didaktik
- Ckritisch-emanzipatorischer Didaktik
- Dlerntheoretischer Didaktik
- Ekritisch-transzendentaler Didaktik
37An welchen Handlungen der Lernenden lässt sich nach Klafki ein Kriterium guten Unterrichts erkennen?
- ADurch die Förderung einer heiter-freundlichen kommunikativen Atmosphäre und hohem kognitivem und emotionalem Anspruch
- BDurch die exemplarische Artikulation des Zusammenhangs von persönlicher, jeweils subjektiver Bedeutung mit der objektiven Bedeutung des zur Diskussion stehenden Themas
- CDurch die ständige Aktivität der Lernenden und das Durchsetzen eigener Zielvorstellungen
- DDurch das Ansprechen von Objektivität und das Ernstnehmen der Rationalität
- EDurch die Präsentation von phantastischen Bildern und deren akribischer Beschreibung durch die Lernenden und Lehrenden
38Wie beurteilt Klafki die Idee, SchülerInnen an der Notengebung zu beteiligen?
- ASie ist Ausdruck restriktiver Auslegung der Rechtsvorschriften durch die Lehrenden
- BSie führt nur zu einem Eindruck von Mitbestimmung, weil letztlich doch die Lehrenden entscheiden
- CSie führt zur Emanzipation der Lehrenden aus institutionellen Zwangsverhältnissen
- DSie führt zur Steigerung der Akzeptanz von Bewertungen
- EEs ist rechtlich nicht zulässig, eine solche Beteiligung zu realisieren
39An welchen Handlungen der Lehrenden, lässt sich ein Kriterium guten Unterrichts laut Klafki erkennen?
- ADurch die Förderung von einer heiter-freundlichen kommunikativen Atmosphäre und hohem kognitiven und emotionalen Anspruch
- BDurch die Präsentation von phantastischen Bildern und deren akribischer Beschreibung durch die Lernenden und Lehrende
- CDurch die exemplarische Artikulation des Zusammenhangs von persönlicher, jeweils subjektiver Bedeutung mit der objektiven Bedeutung des zur Diskussion stehenden Themas
- DDurch die ständige Aktivität der Lernenden und das Durchsetzten eigener Zielvorstellungen
- EDurch das Ansprechen von Objektivität und das Ernstnehmen der Rationalität
40Woran sollen Lehrende sich nach Klafki orientieren?
- AAn der Möglichkeit der Lernenden, ihr Lernen selbst zu bestimmen
- BAm Bildungsgedanken
- CAn der inneren Schulreform
- DAn epochaltypischen Schlüsselproblemen
- EAm Konzept des exemplarischen Lehrens und Lernens
41Wie kann das Bildungswesen nach Klafki der Forderung einer Bildung für alle entsprechen?
- AIndem in demokratischen Schulen die Leitungen durch freie, geheime und gleiche Wahlen bestimmt werden
- BIndem die sechsjährige Volksschule eingeführt wird
- CIndem HauslehrerInnen für alle zur Verfügung gestellt werden
- DIndem sichergestellt wird, dass die auf Lehrplänen basierenden und in Kompetenzkatalogen formulierten Ziele von allen SchülerInnen auch erreicht werden
- EIndem der Übergang in die Sekundarstufe 1 durch die LehrerInnen festegelegt wird
42Welche Hoffnung artikuliert Klafki in Bezug auf die Institution Schule?
- ADie Hoffnung auf die Homogenisierung und Spezialisierung der Schule
- BDie Hoffnung auf die Flexibilisierung und Differenzierung der Schule
- CDie Hoffnung auf die schülerfreundliche und lehrerfreundliche Schule
- DDie Hoffnung auf die selbstgesteuerte Schule
- EDie Hoffnung auf die Humanisierung und Demokratisierung der Schule
43Im Mittelpunkt von Klafkis kritisch-konstruktivistischer Didaktik steht...
- Adie Bestimmung von Zielen und Inhalten
- Bdas Verständnis von Aufgabe und Ausführung
- Cdie Integration von Macht und Ohnmacht
- Ddie Transformation von Methode und Theorie
- Edie Reflexion von Entwickeln und Verwickeln
44Welches der folgenden Ziele ist kein epochaltypisches Schlüsselproblem nach Klafki?
- AUngleichheit
- BSteuerungs- Informations- und Kommunikationsmedien
- CKonkurrenzfähigkeit
- DFrieden
- ELiebe
45Klafki beschreibt die Grundzüge eines neuen Allgemeinbildungskonzepts und stellt dabei die epochaltypischen Schlüsselprobleme ins Zentrum. Zur Bestimmung dieser Grundzüge skizziert er u.a. Bildung im Medium des Allgemeinen. Als Bestimmungsmoment von Bildung hebt Klafki mit diesem Medienbegriff das Kanonproblem heraus. Welche Perspektive zum Kanonproblem schlägt Klafki mit seinem Medienbegriff vor?
- AIn Bezug auf das Kanonproblem umschreibt der universalhistorische Horizont das Allgemeine als Aufgabe begriffenen Humanisierungsprozesses die objektive Seite der Bildung des Subjekts: Der Bildungsprozess wird als nach vorn hin offener Vermittlungsprozess der Subjekte mit der geschichtlichen und natürlichen Welt verstanden. Die Aufgabe löst sich allein durch die Verknüpfung unseres Ichs mit der Welt zu der allgemeinsten, regesten und freiesten Wechselwirkung
- BDieses Problem ist als Frage nach einem verbindlichen Kreis von Kulturinhalten zu verstehen, die im historischen Entwicklungsprozess den Rang klassischer Leistungen menschlicher Produktivität - in Wissenschaft, Kunst, Geschichte, ethischer Lebensgestaltung und Reflexion - gewonnen haben und die den substantiellen Kern der Allgemeinbildung ausmachen sollen, jeweils in die Verständnisebene von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen übersetzt
- CEs soll dem Zugang zu unterschiedlichen Möglichkeiten menschlicher Selbst- und Weltverändnisses und zu verschiedenen kulturellen Aktivitäten geöffnet werden, von der subjektiven Seite aus gesehen: zur Vielzahl möglicher, relativ frei wählbarer individueller Interessenschwerpunkte
- DAllgemeinbildung bedeutet in dieser Hinsicht, ein geschichtlich vermitteltes Bewusstsein von zentralen Problemen der Gegenwart und - soweit voraussehbar - der Zukunft zu gewinnen, Einsicht in die Mitverantwortlichkeit aller Beteiligten angesichts solcher Probleme und der Bereitschaft, an ihrer Bewältigung mitzuwirken
- EAus dem Kanonproblem ergibt sich, dass weiterhin um die inhaltliche und die organisatorische Demokratisierung des Bildungswesen gerungen werden muss; denn ein inhaltlich am Demokratieprinzip orientiertes Allgemeinbildungskonzept kann letztlich nicht von seinen organisatorischen Realisierungsbedingungen abgekoppelt werden
46Welche Rolle spielen Medien bei der inneren Differenzierung des Unterrichts nach Klafki?
- AKeine
- BMedien und Methoden gelten als bedeutend für innere Differenzierung, sind aber für Fundamentum und Additum nicht von Relevanz
- CMedien und Methoden sind neben Lernzielen und Lerninhalten eine Grundform der inneren Differenzierung
- DMedien und Methoden sind Ausgangspunkt jeglicher inneren Differenzierung des Unterrichts
- EMedien sind Anschauungsmaterial und Arbeitsmaterial und können die innere Differenzierung von Lernzielen und Lerninhalten begleiten, sind jedoch selbst nicht für die innere Differenzierung geeignet
47Welche der folgenden Unterrichtsformen ist keine Grundform nach Klafki?
- AProjektunterricht
- BProgrammierte Unterweisung
- CEigenständige, fachliche oder fächerübergreifende Themen
- DLehrgänge
- ETrainingsunterricht
48Welches ist kein methodischer Schritt nach Klafki?
- ADie Formen des Unterrichts deutlich machen
- BDie Sicherung der methodischen Voraussetzungen des Unterrichts
- CDie Erläuterung der zeitlichen Abschnitte oder Unterrichtsphasen
- DDie Unterrichtsmedien deutlich machen
- EDen pädagogischen Takt zur Geltung bringen
49Welcher der folgenden Didaktiker würde Ballauffs These, dass es jedem Menschen möglich sein und ermöglicht werden muss, sich selbst zu bestimmen, nicht zustimmen?
- AFlechsig
- BComenius
- CHeimann
- DRogers
- EKlafki
50Worin sieht Ballauff die pädagogische Aufgabe?
- ADarin Lernende in die Lage zu versetzen, etwas zu lernen und zu durchdenken
- BIn der Interpretation mit ihren Intentionen und den darin konstituierten Situationen und Relationen
- CIm Aufzeigen der Bedingung der Möglichkeit von Unterricht
- DIm Denken lernen in der Entziehung aus der Verfremdung durch Vermittlung ins Denken
- EIn der Überantwortung des eigenen Seins an das Seiende und an das erworbene Seiende als Eigentum
51Ballauff schreibt: „Denkende können nur mitttelbar ins Denken einbeziehen, und zwar über Gedachtes und schon Bedachtes, das in Wahrnehmung und Aussage zugänglich ist" (Ballauff 1970: 16). Was geschieht, wenn dies an unserer Beschränktheit scheitert?
- AEs kommt zur Vermittlung ins Wollen
- BEs kommt zum Eingeschlossenwerden oder Eingeschlossenbleiben
- CEs entsteht eine apagogische Beweisführung
- DEs kommt zur Vermittlung ins Denken
- EEs kommt zum Ausgeschlossenwerden oder Ausgeschlossenbleiben
52Wie definiert Ballauff Bildung?
- ABallauff definiert Bildung als Emanzipationsbestreben, das eine Gesellschaft mündiger Bürgerinnen und Bürger anvisiert
- BBallauff definiert Bildung als Akkumulation von Wissen
- CBallauff definiert Bildung über den Grad der Aufklärung, den eine gegebene Gesellschaft erreicht hat
- DBallauff definiert Bildung als Sorge- und Wunschstruktur, die ein selbstloses Selbstdenken des Daseins darstellt
- EBallauff defineirt Bildung über den schulischen Ausbildungsgrad einer gegebenen Gesellschaft
53Was soll nach Ballauff durch den Unterricht mit den Lernenden geschehen?
- ADie Lernenden sollen durch Konzentration auf die Unterrichtsinhalte zu frei Urteilenden werden
- BDie Lernenden sollen durch Denken und Erfahrung zu Mitwissern und Mitverantwortenden werden
- CDie Lernenden sollen durch Selbstreflexion auf den Weg zur Mündigkeit gebracht werden
- DDie Lernenden sollen durch das Einüben von Kritik zur eigenständigen Reflexion erzogen werden
- EDie Lernenden sollen durch das Erarbeiten des Stoffs auf die Berufswelt vorbereitet werden
54Welche Rolle ordnet Ballauff den Lernenden grundlegend zu?
- ADie Lernenden haben nach Ballauff eine passive Rolle, da die Lehrenden die Verantwortung für den Lernprozess übernehmen und die Lernenden in das Denken hineinziehen sollen
- BDie Lernenden sollen aktiv und im Sinne starker Partizipation am Unterricht teilnehmen und sich so die von den Lehrenden angebotenen Inhalte aneignen
- CDie Lernenden und Lehrenden sollen im Sinne eines interaktiven Austauschs gemeinsam die Bildungsinhalte erarbeiten
- DDie Lernenden sollen auf gleicher Augenhöhe mit den Lehrenden behandelt werden, um so Formen des Frontalunterrichts zu überwinden
- EDie Lernenden sind nach Ballauff als Tabula rasa zu begreifen, auf der sich die didaktischen Operationen einzeichnen und einschreiben
55Mit welcher Formulierung definiert Ballauff die Rolle und Funktion des Lehrenden?
- Aer Lehrende hat nach Theodor Ballauff die Aufgabe, die Lernenden „zu unterstützen und zu fördern"
- BDer Lehrende ist nach Ballauff ein „Mittler sachlicher Einsicht um der Wahrheit willen"
- CDer Lehrende ist nach Ballauff eine „unhinterfragbare Autorität", der sich die Lernenden zu fügen haben
- DDer Lehrende ist nach Ballauff ein „Begleiter" des Lernenden, der ihn „zu eigener Aktivität anspornt"
- EDer Lehrende ist nach Ballauff ein „Freund" des Lernenden, der ihn „zur Erkenntnis hinführt"
56Was ist nach Ballauff Aufgabe des Lehrenden?
- AEs ist Aufgabe des Lehrenden, Wahrheiten zu vermitteln
- BEs ist Aufgabe des Lehrenden, sich Wahrheitsbewusstsein anzueignen
- CEs ist Aufgabe des Lehrenden, Wahrheitsbewusstsein hervorzurufen
- DEs ist Aufgabe des Lehrenden, Wahrheitsbewusstsein zu verdecken
- EEs ist Aufgabe des Lehrenden, Wahrheiten zu entdecken
57Was sind nach Ballauff die vier grundlegenden Funktionen der Schule?
- ADie medienpädagogische Funktion, die habitusformierende Funktion, die soziale Funktion und die ökonomische Funktion
- BDie bildungsspezifische Funktion, die Funktion der Erziehung, die Funktion der Sozialisation und die Funktion der politischen Bildung
- CDie kulturelle Funktion, die politische Funktion, die gesellschaftliche Funktion und die pädagogische Funktion
- DDie didaktischen Funktion, die ökonomische Funktion, die politische Funktion und die moralische Funktion
- EDie traditionelle gesellschaftliche Funktion, die kommunikative Funktion, die projektive Funktion und die paideutische Funktion
58Was umschreibt Ballauff mit dem Begriff der „totalen Schule"?
- AEine in allen Belangen kybernetisch durchsteuerte Institution, in der Lehrende und Lernende nur mehr Rückkopplungsschleifen zwischen Input und Output darstellen
- BEin Konzept, das die Gesamtgesellschaft auf die Vorgaben der „skeptischen Didaktik" Ballauffs verpflichtet und so der „Totalität" der Schule unterwirft
- CEine Schule, die bildungspolitisch der Idee eines „totalen Staates" folgt und in der das Verhältnis von Lehrenden und Lernenden straff hierarchisch organisiert ist
- DEine Schule mit einheitlichem Prüfungswesen, in der es keine ungeregelten Ausbildungswege mehr gibt, die nicht zugelassen und überwacht werden
- EEine totale Institution, in welcher der Gegensatz von Lehrenden und Lernenden so weit wie möglich technologisch aufgehoben ist
59Wie definiert Ballauff die pädagogische Aufgabe?
- ABallauff definiert die pädagogische Aufgabe als „Entwicklung des eigenständigen Denkens im Sinne von Kants Sapere Aude".
- BBallauff definiert die pädagogische Aufgabe als „Erwachsenwerden und Reifen der Lernenden im Sinne der Konstitution von freien BürgerInnen".
- CBallauff definiert die pädagogische Aufgabe als „denken lernen in der Entziehung aus der Verfremdung durch Vermittlung ins Denken".
- DBallauff definiert die pädagogische Aufgabe als „Aufbau von Bildungs- und Informationskapital".
- EBallauff definiert die pädagogische Aufgabe als „Hinführen zur Mündigkeit der Lehrenden".
60Worin besteht der wesentliche Inhalt des Unterrichts nach Ballauff?
- ADer wesentliche Inhalt des Unterrichts besteht nach Ballauff in der „Übertragung von Bildungsgütern von einer Generation auf die nächste".
- BDer wesentliche Inhalt des Unterrichts besteht nach Ballauff in der „Bildung des Gedankenkreises".
- CDer wesentliche Inhalt des Unterrichts besteht nach Ballauff in der „Eigenständigkeit des Denkens".
- DDer wesentliche Inhalt des Unterrichts besteht in der „Konstitution von aufgeklärten StaatsbürgerInnen".
- EDer wesentliche Inhalt des Unterrichts besteht nach Ballauff in der „Vermittlung von Wissen".
61Ballauff begreift die Sprache als Medium der Vermittlung. Wie definiert er näherhin die Rolle der Sprache als Medium?
- ANach Ballauff ist die Sprache ein Medium, weil sie die kommunikative Mitte zwischen zwei Gesprächspartnern darstellt. Nur im Medium der Sprache ist menschlicher Dialog als Informations- und Signalübertragung möglich.
- BNach Ballauff ist die Sprache ein Medium, weil die Lernenden in ihr und durch sie angesprochen werden. Nur durch das Medium der Sprache kommen die Sachen in ihrer Sachlichkeit zu Wort. Die Sprache ist dabei auch ein Medium der Menschlichkeit.
- CNach Ballauff ist die Sprache ein Medium, weil nur sie die Ordnung der Dinge abbilden kann. Sie hat eine repräsentative Funktion und spiegelt die Welt wieder.
- DBallauff ist die Sprache das Primärmedium der menschlichen Kommunikation durch welches Zeichen und Wörter übertragen werden können, um Sinn zu garantieren.
- ENach Ballauff ist die Sprache ein Medium, weil der Mensch als „zoon symbolicon" auf sie angewiesen ist und in ihr symbolische Ordnungen und soziale Strukturen mediatisiert werden.
62Wie nennt man die Wissenschaft, mit der Ballauff eine „Lehrmaschine" konstruieren wollte, um die Lernenden zu „programmieren"?
- AKybernetik
- BSchaltungslehre
- CElektrodynamik
- DMechanik
- EInformatik
63Welche beiden philosophischen Denktraditionen verbindet Ballauff im Sinne von Forschungsmethoden, die er für die Grundlegung seiner Skeptischen Didaktik verwendet?
- ADie Philosophie der „Welt als Wille und Vorstellung" von Arthur Schopenhauer und die Philosophie des „Willens zur Macht" von Friedrich Nietzsche.
- BDie hermeneutische Methode Schleiermachers und sozialempirische Forschungen im Sinne der „objektiven Hermeneutik" von Ulrich Oevermann.
- CDie Diskursanalyse Michel Foucaults und die Bildungssoziologie Pierre Bourdieus.
- DDie transzendentalkritisch-skeptische Methode Immanuel Kants und die Fundamentalontologie Martin Heideggers.
- EDie Dialektik Georg Wilhelm Friedrich Hegels und den historischen Materialismus von Karl Marx.
64Welcher Didaktiker schlägt die gleiche Methode vor, mit der Ballauf das Konzept der kathegischen Noese für realisierbar hält?
- AFlechsig
- BComenius
- CHönigswald
- DKlafki
- ERogers
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- Quiz on BM 13 - HEIMANN, FLECHSIG, KLAFKI, BALLAUF, created by christoph wimmer on 26/06/2017.
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- christoph wimmer
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