GoConqr has a new look! Let us know what you think.

Flashcards

Allgemeine Psychologie

Mirabella Awr German 51 cards

Cards in this deck (51)

  1. 1Nennen Sie die vier Forschungsansätze!◦ Experimentelle kognitive Psychologie
    ◦ Kognitive Neurowissenschaft
    ◦ Kognitive Neuropsychologie
    ◦ Computational Cognitive Science (kognitive Modellierung)
  2. 2Aus welcher Zeit stammen die ersten systematischen experimentalpsychologischen Untersuchungen der Kognition und Wahrnehmung? Nennen Sie 3 Namen einflussreicher Wissenschaftler dieser Zeit und ihre Forschungsschwerpunkte.◦ 19. Jahrhundert
    ◦ z.B. Helmholtz (Sinnesphysiologie), Wundt (Experimentalpsychologie), Ebbinghaus
    (Gedächtnis), Weber und Fechner (Psychophysik)
  3. 3• Die Introspektion ist eine wichtige Methode des Behaviorismus. Richtig oder falsch?falsch
  4. 4• Nennen Sie 2 Kritiken der experimentellen kognitiven Psychologie !◦ Eingeschränkte ext. Validität oder Allgemeingültigkeit von Labormessungen(„ecological validity“)
    ◦ Aufgabenabhängigkeit von Ergebnissen(„paradigm specificity“)
    ◦ Spezifität kogn. Theorien bzgl bestimmter Paradigmen, Teilgebiete der Kognition – keine umfassende Theorie der Wahrnehmung,Kognition, Motorik
  5. 5Was ist ein distaler Reiz?◦ Alle Reize in der Umwelt die wir potenziell wahrnehmen können („environmental
    stimulus“)
    ◦ Reiz im Fokus der Aufmerksamkeit („attended stimulus“)
  6. 6• Was ist ein proximaler Reiz?◦ Reizabbild an den Sinnesorganen
    ◦ Blick auf einen bestimmten Gegenstand in unserer externen, physikalischen
    Umwelt (z.B. ) erzeugt ein Abbild des Reizes auf unserer Retina
    ◦ Es kommt also zu einer Umwandlung des physikalischen Reizes in eine
    Repräsentation des Reizes im Auge
  7. 7• Erklären Sie bottom-up Verarbeitung !◦ bottom-up
    ▪ datenbasierte Verarbeitung
    ▪ basiert auf physikalischen Reizen
    ▪ Anfangspunkt für visuelle Wahrnehmung: ohne Daten (Reizen) keine
    Wahrnehmung
  8. 8Erklären Sie top-down Verarbeitung !▪ basiert auf Wissen und Erwartungen
    ▪ wissens- und erwartungsgesteuerte Einflüsse ohne dass wir ihrer bewusst
    werden
  9. 9• Was sind wesentliche Fragen der Psychophysik?◦ Absolute Wahrnehmungsschwelle (Detektion von Reizen)
    ◦ Unterschiedsschwelle (Detektion von Reizunterschieden)
    ◦ Größeneinschätzung
  10. 10• Nennen Sie zwei Evidenzen gegen die „Identitätstheorie“ der visuellen Wahrnehmung.◦ „optische Täuschungen“ und „top-down“-Einflüsse der Erwartung oder des
    Gedächtnisses
  11. 11• Definieren Sie die absolute Wahrnehmungsschwelle.◦ Die physikalische Größe ab der ein Reiz überhaupt erst wahrgenommen wird .
  12. 12Gibt es mehr Zäpfchen oder mehr Stäbchen? Welche Funktion erfüllen sie?◦ Mehr Stäbchen (120 Mio.) als Zäpfchen (6 Mio.)
    ◦ Stäbchen ermöglichen sw-Sehen, Zäpfchen das Sehen von Farben
    ▪ deswegen sieht man im Dunkeln „schwarz/weiß“
  13. 13Was beschreiben die Stevenschen Potenzfunktionen?◦ Zusammenhang zwischen Reizintensität und Größenschätzung
    ◦ Verdichtung bzw. Spreizung in Abhängigkeit der Reizart
  14. 14• Nennen Sie ein Beispiel für einen konstruktiven Prozess in der visuellen Wahrnehmung.◦ Vervollständigung fehlender Information (fehlend aufgrund der Bündelung der
    Axone retinaler Ganglionzellen beim Verlassen des Auges) – "filling in"
  15. 15Was ist die Fovea centralis?◦ Die Fovea centralis (Sehgrube) ist eine Einsenkung in der Netzhaut und der Bereich
    des schärfsten Sehens der Netzhaut bei Säugetieren.
  16. 16Welche Art von retinalen Rezeptorzellen ist in der Fovea centralis am häufigsten?◦ Zapfen
  17. 17• Was ist ein liberales und was ist ein konservatives Antwortverhalten?◦ Beim liberalen Antwortverhalten reagiert eine VPN häufig positiv bei der
    Fragestellung, ob ein Reiz dargeboten wurde oder nicht. Dadurch entstehen jedoch
    bei keinem Reiz viele fehlerhafte Treffer. Konservatives Antwortverhalten ist genau
    entgegengesetzt.
  18. 18Was ist ein Rezeptives Feld eines Neurons in der visuellen Wahrnehmung ?◦ der Bereich der Retina, dessen Stimulierung das Antwortverhalten des Neurons
    beeinflusst
  19. 19Nennen Sie einen Unterschied zwischen dem dorsalen und dem ventralen kortikalen Pfad gemäß Goodale und Milner (1995).◦ Dorsal → zum Parietalkortex, wo/wie, vision for action
    ◦ Ventral → zum Temporalkortex, was, vision for perception
  20. 20• Welche Art von retinaler Rezeptorzelle (Stäbchen oder Zapfen) weist höhere Konvergenz auf?◦ Stäbchen
  21. 21• Was ist die Konsequenz dieser Unterschiede für (1) Sensitivitätsunterschiede bei geringem Lichteinstrahl und (2) Detailwahrnehmung?◦ Höhere Sensitivität von Stäbchen (im Vergleich zu Zapfen) bei schlechten
    Lichtverhältnissen
    ◦ Höhere Detailwahrnehmung durch Zapfen im Vergleich zu Stäbchen
  22. 22• Was versteht man unter einer doppelten Dissoziation?◦ Intervention X beeinflusst AV1 aber nicht AV2
    ◦ Intervention Y beeinflusst AV2 aber nicht AV1
  23. 23Ordnen Sie die Verarbeitung von Farbe und Bewegung den dorsalen und ventralen kortikalen Pfaden zu.◦ Farbe: ventral („was“)
    ◦ Bewegung: dorsal („wo“)
  24. 24• Die neuronale Verarbeitung von Bewegung und Farbe ist unabhängig von der Aufgabenabhängigen Lenkung der Aufmerksamkeit. Richtig oder Falsch? Evidenz?◦ Liu et al (2003): Versuchspersonen mussten bei Betrachtung von sich bewegenden,
    farbigen Punktewolken je nach Instruktion ihre Aufmerksamkeit entweder auf den
    Stimulusaspekt „Farbe“ oder auf den Stimulusaspekt „Bewegung“ lenken
    ◦ Aktivierungen in posterioren Farb- bzw. Bewegungsarealen abhängig von
    instruierter Aufmerksamkeitslenkung
  25. 25• Welche Merkmale beeinflussen die Wahrscheinlichkeit der Wahrnehmung eines Stimulus als Figur?◦ Größe (Figur klein)
    ◦ Symmetrie (Figur symmetrisch)
    ◦ konvex vs. konkav (Figur konvex)
    ◦ Orientierung (Figur vertikal/horizontal)
  26. 26• Beschreiben Sie zwei Gestaltgesetze.◦ Prägnanzgesetz; Nähe; Geschlossenheit; Ähnlichkeit; gute Fortsetzung;
    Vertrautheit; gemeinsames Schicksal
  27. 27• Was besagt Treisman‘s (1982) Merkmalsintegrationstheorie zur (1) Registrierung einzelner Objektmerkmale und (2) Bindung verschiedener Merkmale eines Objekts?◦ (1) Merkmalssuche: parallel, schnell
    ◦ (2) Konjunktionssuche: seriell, benötigt Aufmerksamkeitsfokus
  28. 28• Welche drei Paradigmen bilden eine wichtige Grundlage für Broadbent‘s Filtertheorie?◦ Dichotisches Hören (Cherry 1953)
    ◦ Split-Span (Broadbent 1954)
    ◦ Psychologische Refraktärperiode (Welford 1952)
  29. 29• Wie beschreibt Posner die ortsbezogene Aufmerksamkeit und ihre Lenkung?◦ Metapher des Lichtkegels ("attentional spotlight")
    ◦ Schritte der Lenkung: disengage, move, engage
  30. 30• Was sind die drei Determinanten der Performanz in Doppel- und Mehrfachaufgaben?◦ Aufgabenähnlichkeit
    ◦ Aufgabenschwierigkeit
    ◦ Übung
  31. 31• Was besagen Theorien der Modularität (z.B. Wickens 1984) zur Bearbeitung von Doppel- und Mehrfachaufgaben?◦ Existenz mehrerer, spezialisierter Ressourcen oder Verarbeitungssubsysteme
    (Module)
    ◦ Kritischer Faktor: Aufgabenähnlichkeit
    ◦ Zwei Aufgaben interferieren bei Beanspruchung der gleichen Reizmodalität,
    Verarbeitungsstadien, oder Gedächtniscodes
  32. 32• Was bedeutet ressourcenlimitiert bzw. datenlimitiert?◦ Ressourcenlimitiert: weiterer Einsatz von Ressource führt zu Verbesserung der Leistung
    ◦ Datenlimitiert: weiterer Einsatz von Ressourcen führt zu keiner weiteren
    Verbesserung der Leistung
  33. 33Was versteht man unter freier Wiedergabe („free recall“)?◦ Nennung aller erinnerter Items ohne Hinweisreize oder Vorlage der Items
  34. 34• Was ist der Unterschied zwischen deklarativen und non-deklarativen Gedächtnisinhalten? Welche Hirnstrukturen liegen diesen Gedächtnissystemen zugrunde?◦ Deklarativ: „was“, episodisches und semantisches Wissen; Hippocampus
    ◦ Non-deklarativ: „wie“, Erfahrungsnachwirkungen (z.B. Priming) und prozedurales
    Lernen; Striatum und Cerebellum
  35. 35• Evidenz zur Trennung von episodischen und semantischen Subsystemen (Tulving 1999) stammt u.a. von Patienten mit retrograder Amnesie. Diese zeigen eine Beeinträchtigung des episodischen aber nicht des semantischen Gedächtnisses. Was ist die Kritik an dieser Evidenz?◦ semantisches Wissen ist häufiger repräsentiert als episodisches Wissen und geht somit weniger leicht verloren
  36. 36• Wie konnte Sperling (1960) zeigen, dass die Verweildauer von Information im sensorischen Register ca. 500ms ist?◦__________________________________________
  37. 37• Was ist die Bedeutung der Patienten H.M. und K.F. In der Gedächtnisforschung?◦ Doppelte Dissoziation zwischen Lang- und Kurzzeitspeichersystemen
  38. 38• Mit welcher Methode kann die räumliche Komponente des visuell-räumlichen Notizblocks in Baddeley‘s Arbeitsgedächtnismodell gemessen werden?◦ Corsi Block Tapping Task
  39. 39• Nennen Sie eine wichtige Funktion der zentralen Exekutive in Baddeley‘s Arbeitsgedächtnismodell◦ Unterbindung von Routinetätigkeiten
    ◦ Willentliche Lenkung der Aufmerksamkeit
  40. 40• Was ist eine Heuristik?◦ Strategie zur Auswahl von Operatoren die der Einschränkung der Anzahl der
    möglichen Lösungspfade dient.
    ◦ Meistens, aber nicht immer zielführend.
  41. 41• Welche Heuristiken gibt es?◦ Schleifenvermeidung
    ◦ Unterschiedsreduktion
    ◦ Mittel-Ziel-Analyse
    ◦ Ähnlichkeitsheuristik (Foliensatz 11)
    ◦ Verfügbarkeitsheuristik (Foliensatz 11)
  42. 42• Nennen Sie die vier Phasen des Problemlösens (beschrieben von Wallas 1926) !◦ Vorbereitung
    ◦ Inkubation
    ◦ Illumination
    ◦ Verifikation
  43. 43• Was bedeutet das Prinzip der funktionalen Gebundenheit gemäß Duncker (1935)?◦ Vorwissen führt zu mentaler Blockierung einem bekannten Gegenstand gegenüber
    durch Prinzip der funktionalen Gebundenheit.
  44. 44Was versteht man unter der Negierung der Basisrate?◦ Beim Urteilen werden die a priori Wahrscheinlichkeiten ignoriert.
  45. 45• Was versteht man gemäß Prospect Theory (Kahneman & Tversky 2000) unter dem Begriff Verlustvermeidung ("loss aversion")?◦ Menschen sprechen stärker auf mögliche Verluste als Gewinne an:
    Verlustvermeidung
  46. 46• Was versteht man unter der Verfügbarkeitsheuristik?◦ Subjektive Wahrscheinlichkeit für ein Ereignis ist um so größer je verfügbarer das
    Ereignis für die Population ist aus der es kommt – also je leichter/schneller man
    sich Beispiele für das Ereignis vorstellen oder es erinnern kann.
  47. 47• Um welche (gültige?) Schlussregel handelt es sich im folgenden Beispiel?◦ Prämisse 1: Wenn A, dann B; Prämisse 2: Nicht B
    ▪ Schluss: Nicht A
    ▪ Modus Tollens
  48. 48• Welche drei Klassen von Bewegung werden unterschieden? Beispiele?◦ Reflexe: Husten, Lidschlussreflex, Kniesehnenreflex, Greifreflex
    ◦ Automatische Bewegungen: gehen, laufen,kauen
    ◦ Willkürbewegungen: zeigen, bewusst nach einem Gegenstand greifen
  49. 49• Was ist der Unterschied zwischen Steuerung und Regelung?◦ Steuerung: Feedforward-Kontrolle, läuft ohne sensorisches Feedback ab (openloop);
    z.B. Sakkaden
    ◦ Regelung: Negative Feedback-Kontrolle, sensorischer Input notwendig für Abgleich
    von Ist- und Soll-Größe (closed-loop Prozess); z.B. glatte Augenfolgebewegungen
  50. 50• Was ist ein motorisches Programm gemäß Keele (1968)?◦ Mentaler Bewegungsvorläufer
    ◦ Zentrale Speicherung von motorischen Kommandos
    ◦ Muskelspezifisch gespeichert
    ◦ Läuft nach Bewegungsbeginn ohne Möglichkeit der Modifikation durch sensorische Rückmeldung ab
  51. 51• Was besagt die Theorie der generalisierten motorischen Programme gemäß Schmidt (1975)?◦ Motorische Schemata mit festen (invarianten) Bestandteilen und
    situationsbezogenen (variablen) Parametern

Information

Description
Flashcards on Allgemeine Psychologie, created by Mirabella Awr on 22/01/2016.
Created by
Mirabella Awr
Views
76
Rating

Feedback

What is it about?

What do you think of the new look?

How do you like it?