Flashcards
Einführung Lernen - Thema 1
Flashcards do conjunto (18)
- 1Lernen: zwei psychologische Definitionena) Erfahrungsbasierte Prozesse, die in einer relativ dauerhaften
Veränderung des Verhaltens oder Verhaltenspotenzials resultieren.
– sowohl positive als auch negative Veränderungen!
b) Aufbau oder Veränderung kognitiver Strukturen (kognitives
Lernen): Wissens- oder Fertigkeitserwerb - 2Behavioristische Lerntheorien (behavioristisches Paradigma)beschränkt auf Veränderung von Verhalten , Ausblendung
kognitiver Lernprozesse
• Behavioristische Lerntheorien: Zwei Grundtypen des Lernens
– Klassisches Konditionieren (Signallernen)
– Operantes Konditionieren (Verstärkungslernen, instrumentelles Lernen) - 3Klassische KonditionierungEine bereits im Verhaltensrepertoire vorhandene Reaktion wird mit einem
neuen Auslösereiz assoziiert.
• Klassisches Experiment (Pawlow):
– Hund als Versuchstier
– Speichelreaktion des Hundes (unkonditionierte Reaktion, UCR) auf
Futtergabe (unkonditionierter Stimulus, UCS) wird mit neutralem Reiz
(Glockenton) assoziiert.
– Damit wird der Glockenton zu einem konditionierten Stimulus (CS), der
eine Speichelreaktion als konditionierte Reaktion (CR) auslösen kann. - 4operante KonditionierungDie Wahrscheinlichkeit bestimmter Verhaltensweisen eines Organismus
steigt durch positive und sinkt durch negative Konsequenzen.
• Klassisches Experiment (vgl. Skinner, 1953)
– Hungrige Ratte wird in Skinner-Box gesetzt
– Explorationsverhalten führt zu beiläufigem Drücken des Hebels →
Futterpille
– Futterpille verstärkt die Verhaltensweise des Hebeldrückens (jedes Mal,
wenn der Hebel gedrückt und Futter verabreicht wird)
-->Häufigkeit des Hebeldrückens steigt - 5Beispiele für operante Konditionierung beim Menschen– Lern- und Erziehungsprozesse (z.B. Lob und Tadel, Erfolg und Misserfolg
als Verstärkung und Bestrafung)
– Anwendungen im Rahmen der kognitiven Verhaltenstherapie (z.B.
Aktivierung bei Depression) – Grenzen:
• Komplexe Fertigkeiten und deklaratives Wissen durch operantes
Konditionieren kaum lehr- und lernbar.
• Nur "Trial-und-Error"-Lernen - 6Emotionpsychologische Reaktion auf innere oder äußere Reize mit drei (vier)
Komponenten
– subjektiv: subjektives Erleben mit Bewertungscharakter (positive oder
negative Valenz)
– physiologisch: z.B. physiologische (vegetative) Aktivierung
– expressiv: Ausdrucksverhalten (Mimik und Gestik)
– (motivational: verhaltensleitende Funktion) - 7James-Lange-Theorie– Emotion beruht auf Feedback körperlicher Signale ("wir sind traurig,
weil wir weinen; wir haben Angst, weil wir zittern", James, 1890/1950)
– Körperreaktionen führen zum Emotionserleben (nicht umgekehrt)
– Aktivität im peripheren Nervensystem (autonome Erregung)
entscheidend - 8Cannon-Bard-Theorie– auslösender Reiz bedingt gleichzeitig Erregung (vermittelt durch
periphere Verarbeitung) und Erleben (vermittelt durch zentrale kortikale
Verarbeitung). - 9Bewertungstheorien der Emotion– Emotionen beruhen auf zwei Komponenten:
• physiologische Erregung (Aktivität des autonomen Nervensystems)
• Interpretation und Bewertung des situativen Kontexts
– Physiologische Erregung bestimmt die Intensität, Situationsinterpretation die
Qualität der Emotion (= das Emotionserleben)
– Überprüfung in Experimenten, in denen sowohl die physiologische Erregung
als auch die Situationsinterpretation variiert werden. - 10Yerkes-Dodson-GesetzUmgekehrt U-förmige Beziehung zwischen Erregung und Leistung
– Unterschiede zwischen leichten und schweren Aufgaben: Emotionale Erregung
bei leichten Aufgaben förderlich, bei schweren hinderlich. - 11Motivation: InhaltstheorienVerhalten wird angetrieben von inneren und/oder äußeren Reizen (z.B. Trieben, vgl.
Psychoanalyse; Lerntheorie, Hull, 1943; biologische Instinkttheorien; Lorenz, 1937)
– Verhalten folgt übergreifenden, thematisch definierten Motiven (z.B. Maslow, 1958; McClelland, 1985) - 12Motivation: ProzesstheorienWahl von Handlungsoptionen beruht auf einer Abwägung von Erfolgsaussichten
und Nutzenaspekten (z.B. Erwartungs-Wert-Modelle, Atkinson, 1957; Vroom, 1964)
– Wahl von Handlungsoptionen beruht auf Kausalattributionen von
Handlungsergebnissen vorangegangener Handlungen (Weiner, 1986) - 13Biologische Motivationstheorie von McClelland (1985)– Streben nach positivem Affekt ist das Grundprinzip der Motivation.
– Motive = begrenzte Zahl angeborener, evolutionsgeschichtlich entstandener Zielzustände (natürliche Anreize), die mit positivem Affekt verknüpft sind.
• Drei übergreifende Motive
– Leistungsmotiv (need for achievement) → Ausprägung bestimmt Wahl
leichter oder schwieriger Aufgaben
– Machtmotiv (need for power) → Ausprägung besimmt
Führungsverhalten und Ausübung sozialer Kontrolle
– Anschlussmotiv (need for affiliation) → Ausprägung bestimmt Sozialverhalten
• Diese drei Motive sind nach McClelland bei jedem Menschen vorhanden, aber
unterschiedlich stark ausgeprägt. - 14Maslows Bedürfnishierarchie-Fundierung in der Humanistischen Psychologie Maslows (1958)
-Theorie ist intuitiv einleuchtend und sehr populär
-Aber: Empirische Belege für die angenommene strikte Hierarchie der
Bedürfnisbefriedigung fehlen. - 15Erwartungs-Wert-Theorien: VIE-Modell– Ergebniserwartung (expectancy): Wie (subjektiv) wahrscheinlich ist es, dass
Handlung X Ergebnis Y nach sich zieht?
– Instrumentalität (instrumentality): Wie (subjektiv) wahrscheinlich ist es,
dass Ergebnis Y Folge a, b, c, ... nach sich zieht?
– Bewertung (value): Wie bewerte ich Handlungsfolge a,b,c, ...
– Multiplikative Verknüpfung der drei Größen für jede Handlungsalternative,
Wahl der Handlungsalternative mit dem größten Wert. - 16Attributionstheorien- Weiner (1986): Attribution von Handlungsergebnissen in Leistungssituationen
– Attribution = Subjektive Erklärung von Handlungsergebnissen
(Ursachenzuschreibung)
• Ursachenzuschreibung variiert auf zwei orthogonalen Dimensionen:
– internal (in der Person liegend)
– external (außerhalb der Person liegend) – stabil (unveränderlich)
– instabil (veränderlich)
• Personenspezifische Attributionsstile:
– Erfolgsmotivation: Erfolg wird auf eigene Fähigkeiten, Misserfolg auf mangelnde
Anstrengung oder Pech aAribuiert → fördert den Selbstwert
-Misserfolgsmotivation: Erfolg wird auf glückliche Umstände, Misserfolg auf
mangelnde Fähigkeiten aAribuiert → erniedrigt den Selbstwert - 17Rubikon-Modell-Integratives Prozessmodell, das
motivationale und volitionale Phänomene beinhaltet.
– Motivation → Wahl von Handlungsoptionen (Handlungszielen)
– Volition → Verwirklichung von Zielen, Aufrechterhaltung von
Handlungszielen und Durchführung von Handlungen
• Motivation und Volition nicht immer gleichermaßen stark ausgeprägt:
– Beispiel: Prokrastination - 18Handlungsphasen im Rubikon-Modell1. präaktional-motivationale Phase: Zielintention muss gefasst werden
2. präaktional-volitionale Phase: Ausführungsintention muss gefasst werden,
Abschirmung gegen konkurrierende Handlungstendenzen
3. periaktional-volitionale Phase: Handlung muss aufrechterhalten werden
4. postaktional-motivationale Phase: Handlungsergebnisse werden bewertet
und attribuiert
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- Descrição
- Allgemeine Psychologie FlashCards sobre Einführung Lernen - Thema 1, criado por christine.pelika em 27-07-2015.
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- christine.pelika
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