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Fichas

Einführung in die BWL: Kapitel 5

Anjay Alemán 33 fichas

Fichas del conjunto (33)

  1. 1Mängel des Jahresabschlusses• Zeitverlust: nur jährlich, oft mit Verspätung
    • Periodisierung: Aufwendungen/Erträge die sachlich in andere Rechnungsperiode gehören
    • Betriebsbezogenheit: Aufwendungen/Erträge, die wenig mit Betriebszweck zu tun haben
    • Zufälle: untypische Aufwendungen/ Erträge, die Periodenergebnis verzerren
    • Abbildung des Werteverzehrs: zusätzliche Sachverhalte, die keine Aufwendungen/Erträge sind
    • Erstellungsregeln: Einhaltung bestimmter Regeln, da er an externe Adressaten gerichtet ist, was
    Bild von betrieblicher Leistungserstellung verzerrt
    • Preisbildung: Keine Information darüber, was wertmäßig in Produkt/Dienstleistung eingeflossen
    ist und ob Preis den Wert deckt
    • Entscheidungsorientierung: Keine Aussagen darüber möglich, ob Güter/ Dienstleistungen profitabel sind, ob Aufträge gewinnversprechend sind
    ☛ zweites Rechenwerk für interne Zwecke nötig: Kosten- und Leistungsrechnung
  2. 2Kostenmanagement= Zielgerichtete Planung/Steuerung von betriebswirt. Prozessen auf Datenbasis der Kosten- und Leistungsrechnung
    = Gezielte Kostengestaltung unter betriebswirt. Gewinnaspekten
    → Beeinflussung von Kostenniveau, Kostenstruktur, Kostenverlauf
    = analytische, gestalterische Aufgaben
    • Kostenstruktur = Zusammensetzung unterschiedlicher Kostenkategorien
    • Kostenverläufe = Abhängigkeits-veränderung von bestimmten Kosteneinflussgrößen
    • Kosten- und Leistungsrechnung ist zwingend notwendig für Kostenmanagement → Daten
    • operatives Kostenmanagement
    = kurz- und mittelfristige Entscheidungen zur operativen Lenkung des Unternehmens
    • strategisches Kostenmanagement
    = langfristige Entscheidungen wie z.B. Gemeinkostenmanagement
  3. 3Kosten- und Leistungsrechnung= Führungsinstrument einer Unternehmung
    = liefert Anregungsinformationen, Entscheidungsinformationen, Vorgabeinformationen
    → Planung, Erfassung, Kontrolle von Kosten
  4. 4Kostenartenrechnung• Basis der Kosten- und Leistungsrechnung
    • erfasst und gliedert systematisch alle angefallenen Kosten durch Leistungserstellung
    → welche Kosten und in welcher Höhe = Erfassungsrechnung
    • Kostenartensystem ist an spezifischen Betrieb angepasst und schwer übertragbar
    • Kontenrahmen
    = branchenspezifische Grundlage für Kostenartengliederung
    = enthalten alle relevanten Konten
    → umfassen also gesamtes betriebliches Rechnungswesen
    • für Kostenrechnung wichtige Konten: Kontenklassen 4,5,6
    → Kontenklasse 4 für Kostenarten
    → Kontenklassen 5 und 6 für Kontenstellen
  5. 5Beispiel für Kostenartengliederung nach Kontenklasse 4:40-41: Stoffverbrauch
    42: Brennstoffe, Energie
    43: Löhne und Gehälter
    44: Sozialkosten und andere Personalkosten
    45: Instandhaltung, Forschung, Entwicklung und versch. Leistungen
    46: Steuern, Gebühren, Beiträge, Versicherungsprämien
    47: Mieten und Verwaltung
    48: Kalkulatorische Kosten
    49: Innerbetriebliche Kosten- und Leistungsverrechnung, Sondereinzelkosten und
    Sammelverrechnungen
    → Mischung von verschiedenen Gliederungskriterien
    → kann beliebig weiter untergliedert werden: angemessene Gliederungstiefe
    Vorsicht: bei zunehmender Detaillierung steigt Informationsgehalt, aber Kostenerfassung wird aufwendiger, teurer!
  6. 6Prinzipien der Kostenartenrechnung• Vollständigkeit = Lückenlose Erfassung aller Kosten
    • Eindeutigkeit = Eindeutige Definition jeder genannten Kostenart
    • Überschneidungsfreiheit = Versch. Kostenarten dürfen nicht gleiche Sachverhalte beinhalten
  7. 7Grundkosten→ entsprechen Höhe d. Aufwendungen = Zweckaufwand
    • Materialkosten
    • Personalkosten
    • Gebühren, Beträge und Steuern
  8. 8Materialkosten• Feststellung der Materialkosten durch Verbrauchsmengenerfassung & Verbrauchsbewertung
    • Methoden der Verbrauchsmengenerfassung:
    1. Inventurmethode = Bestandsdifferenz von Anfangs- und Endbestand
    Nachteile:
    - Bestandsminderungen durch Schwund, Verderb verzerren Ergebnis
    - Jährliche Durchführung nicht ausreichend
    - Durchführung beeinträchtig Betrieb tagelang
    2. Fortschreibungsmethode = Materialentnahmescheine bei jedem Lagerabgang
    Vorteile:
    - jederzeitige Einsicht in Soll-Lagerbestand
    - Lagerabgänge beziehen sich nur auf Verbrauch und missachten Schwund, Verderb etc.
    - zusätzliche Informationen über Kostenstelle und Zweck der Entnahme
  9. 9Materialkosten (2)3. Rückrechnungsmethode = Stückzahl der Fertigprodukte
    = Produktmenge × Faktoreinsatzmenge → Verbrauch
    Nachteile:
    - tatsächliche Abweichungen des Verbrauchs erst bei Inventur erkennbar
    • Werte des Preises bei Verbrauchsbewertung:
    1. Anschaffungspreis = bei sofort verbrauchten Einsatzfaktoren
    2. Durchschnittlicher Anschaffungspreis = bei unters. Beschaffungszeitpunkten- und preisen
    3. Wiederbeschaffungspreis = bei stetig steigenden Beschaffungspreisen, Tagespreis d.
    Lagerentnahme
    4. Fester Verrechnungspreis = bei Plankostenrechnung, vermeidet schwankende Preise durch
    Berücksichtigung der zukünftigen Preiserwartung
  10. 10Personalkosten• Löhne und Gehälter
    = können keinen einzelnen Erzeugnissen zugewiesen werden
    → nur bei Akkordlohn (Entlohnung nach Werkstücken)
    → z.T. bei Provisionen
    = gleichmäßige Verteilung der Lohnanteile auf ganzes Jahr
    • Gesetzliche und freiwillige Sozialkosten
    = gesetzliche Sozialkosten: Arbeitgeberanteil an Kranken- und Sozialversicherung
    = freiwillige Sozialkosten: Jubiläumsgeschenke, Ausbildungszuschüsse etc.
    • Sonstige Personalkosten
    = Personalwerbungskosten, Vorstellungskosten, Umzugskosten, Abfindungskosten
  11. 11Gebühren, Beiträge und Steuern= Abgaben an die Öffentlichkeit/Staat
    • Gebühren & Beiträge für spezielle Gegenleistungen
    • Steuern für keine spezielle Gegenleistungen
    → Kostensteuern: Kfz-Steuern, Versicherungssteuern, Vermögenssteuer
    → Gewinnsteuern, wie Einkommenssteuer, sind keine Kosten
  12. 12Kalkulatorische Kosten= Opportunitätskosten, folgen Opportunitätsprinzip oder ergeben sich aus Umbewertungen
    • Zusatzkosten → steht kein Aufwand gegenüber
    • Anderskosten → steht Aufwand in anderer Höhe gegenüber
  13. 13Kalkulatorische Abschreibung= Anderskosten, da betragsmäßige Unterschiede zu bilanzieller Abschreibung
    • zur Periodisierung von Potentialfaktoren/Investitionsgütern
    (= langlebige Einsatzfaktoren mit
    mehrperiodigen Werteverzehr)
    • Belastungen auf Teilperioden verteilt
    • zeigen effektiven, möglichst realen Werteverzehr auf
    → über Nutzungsdauer oder technischen Verbrauch
    • Ökonomische Gründe für Gewinnverlagerung der Gesellschaft durch Abschreibung:
    → geringere Steuerlast und geringere Ausschüttungen in dem Moment
    = Liquidität bleibt erstmal im Unternehmen
    → jedoch keine endgültige Ersparnis, da spätere Zahllast sich auch erhöht
  14. 14Abschreibung nach Nutzungsdauer→ bei gleichmäßigem Werteverzehr durch Alterung
    = zeitraumbezogene Abschreibung = Standardfall der kalkulatorischen Abschreibung
    • Abschreibungsraten ergeben sich aus Ausgangswert, Zeitraum und Abschreibungsmethode
    • Anschaffungswert = Anschaffungs-/Herstellungskosten + Anschaffungsnebenkosten
    • Zeitraum = wirtschaftliche Nutzungsdauer, Zeitraum in dem Gut wirt. sinnvoll genutzt wird
  15. 15Abschreibungsmethoden→ lineare Abschreibung = gleichmäßig hohe Abschreibungsbeträge
    = typische Form kalkulatorischer Abschreibung
    → leistungsorientierte Abschreibung
    = Abschreibungsbeträge sind abhängig von Leistung
    = keine gleichmäßige Leistungsabgabe, abhängig vom technischen Verbrauch
    → geometrisch-degressive Abschreibung
    = fallende Abschreibungsbeträge durch gleichbleibenden Prozentsatz vom restlichen Buchwert, basiert also auf relativen, prozentualen Beträgen
    = große Bedeutung für bilanziere Abschreibung durch steuerbilanzpol. Spielräume
    ☛ arithmetisch-degressive & progressive Methode entspricht nie realem Verlauf
    → entspricht nicht Ziel der kalkulatorischen Abschreibung, daher unwichtig
  16. 16Abschreibung nach technischem Verbrauch→ bei Werteverzehr durch Abnutzung = leistungsbezogene Abschreibung
    • in periodisch wechselnder Höhe
    • durch technische Leistungsgrößen abzubilden
    • Totalkapazität notwendig
  17. 17Kalkulatorische Zinsen= Zusatzkosten
    • Berechnung über betriebsnotwendiges Kapital
    = Bezugsgröße für Zinssatz
    = alle Vermögensteile, die betrieblich eingesetzt werden, können nicht angelegt werden, wodurch
    Zinsen entfallen, also in Unternehmung gebundenes Kapital
    → durchschn. gebundenes Kapital KB
    = nicht abnutzbare Vermögensgegenstände (Grundstück)
    + abnutzbare Vermögensgegenstände (Fahrzeuge)
    + Umlaufvermögen (Rohstoffe, Kassenbestände)
    - Abzugskapital (Kundenanzahlungen)
  18. 18Bewertung des gebundenen Kapitals1. Nicht abnutzbare Vermögensgegenstände
    = zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bewertet, ohne Wertkorrekturen
    = konstanter Wert über Nutzungsdauer, also kein Werteverzehr
    2. Abnutzbare Vermögensgegenstände
    = zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bewertet, mit Wertkorrekturen
    = kontinuierlicher Werteverzehr über Nutzungsdauer, Ausgangswert mindert sich also stetig
    = darstellbar über Restwertverlauf mit Nutzungsdauer n (Jahre) und Resterlös R
    3. Umlaufvermögen
    = zu durchschnittlichem Buchwert der Periode bewertet, Mittelung von AB und EB
    4. Abzugskapital
    = zinslos zu Verfügung stehende Mittel
    = zu Nominalwerten der Kredite, Anzahlungen bewertet
  19. 19kalkulatorischer Zinssatz= orientiert sich an alternativen Mittelverwendungen = Oppurtunitätskostenprinzip
    = Höhe ist abhängig von verfügbaren liquiden Mitteln
    → Unternehmungen, die Kapital in Form von hohen liquiden Mitteln binden und Schulden tilgen können, bekommen Zinssatz der teuersten Verbindlichkeit
    → Unternehmungen, die weniger Kapital durch geringere liquide Mittel binden und Schulden nicht tilgen können, bekommen Zinssatz der alternativer Mittelverwendung (von langfristig
    risikofreien Kapitalanlagen)
  20. 20Kalkulatorische Wagnisse• Einzelwagnisse von speziellen Tätigkeiten, Betriebsbereichen oder Produkten
    = Beständewagnisse, Forderungswagnisse, Entwicklungswagnisse
    = sind Geschäftsrisiko ausgesetzt
    • kalkulatorische Wagnisprämien versichern diese Wagnisse und deren Risiko
    = Eigenversicherung, da keine Fremdversicherung vorhanden
    • Bemessung der Wagnisse
    → an Marktpreis (verlangte Prämien von Versicherungsgesellschaften)
    → an Vergangenheitswerten (relative Schadenwerte der Vorperiode)
    1. Vergangenheitswerte ermitteln
    2. Risikoquoten berechnen (z.B. ausgefallene Forderungen / Forderungsendbestand = 0,5 %)
    3. zukünftige Prämien berechnen (z.B. 0,005 × erwarteter Forderungsbestand = 300.000 €)
    • Beispiele für Berechnung durch Vergangenheitswerte:
    → Gewährleistungswagnis = Prozentsatz d. Jahresumsatzes der Vorperiode auf erwarteten
    diesjährigen Umsatz übertragen
    → Forderungswagnis = Prozentsatz d. Forderungen in Vorperioden auf aktuellen
    Forderungsbestand berechnet
  21. 21Kalkulatorischer Unternehmerlohn• eigene Leistungen von Einzelunternehmungen
    → kein Fremdbezug der Leistungen nötig, jedoch verhindert eigene Verwendung der Arbeitskraft
    Erlös bei anderer Verwendung der Arbeitskraft = Opportunitätskostenprinzip
    • Bemessung durch Tarifverträge, Vergleichsgehälter
  22. 22Kalkulatorische Mieten• eigene Nutzung von Räumlichkeiten
    → keine Fremdanmietung nötig, jedoch verhindert eigene Verwendung der Räumlichkeiten
    eigentliche Mieterlöse = Opportunitätskostenprinzip
    • Bemessung an Mietspiegel
  23. 23Fixe Kosten= Kostenhöhe unabhängig von Kosteneinflussgröße
  24. 24Variable Kosten= Kostenhöhe abhängig von Kosteneinflussgröße
  25. 25Konsteneinflussgrößen= Faktoren für Output von wirtschaftlichen Prozessen
    = Bezugsgröße für Kostenart → muss definiert sein, fix und variabel hängt davon ab
    → z.B. gefahrene Kilometer von Dienstfahrzeug = Bezugsgröße
    Garagenmiete, Steuer = fixe Kosten
    Benzinverbrauch, Reifenabrieb = variable Kosten
  26. 26Standardbezugsgröße: ,,Ausbringungsmenge in Stück"= auch „Beschäftigung“ genannt, meint Auslastungsgrad betrieblicher Kapazität
    → Beschäftigungsfixe Kosten = abhängig von Leistung
    → Beschäftigungsvariable Kosten = unabhängig von Leistung, existieren auch, wenn gar keine Leistung vorliegt = Bereitschaftskosten
    ☛wichtig für Analyse des Kostenverhaltens & Kostenplanung, da durch einfachere Trennung von
    Kostenblöcken Kostensituation durchschaubarer wird
  27. 27Einzelkosten= unmittelbar zurechenbare Kosten zu einzelnen Kalkulationsobjekten
    → z.B. Materialkosten oder Fertigungslöhne
  28. 28Gemeinkosten• „echte“ Gemeinkosten:
    = nicht unmittelbar zurechenbare Kosten zu einzelnen Kalkulationsobjekten,
    Kosten betreffen mehrere/alle Kalkulationsobjekte und benötigen daher Aufteilung, jedoch Schwierigkeit in verursachungsgerechter Aufteilung
    → z.B. Abschreibung auf Fertigungsmaschine, die verschiedene Produkte bearbeitet
    • „unechte“ Gemeinkosten
    = Kosten sind eigentlich Einzelkosten zu einzelnen Kalkulationsobjekten, werden aber aus vereinfachenden, wirtschaftlichen Gründen als Gemeinkosten erfasst
    → z.B. geringwertige Hilfsstoffe wie Leim und Schrauben
  29. 29Kalkulationsobjekte= einzelne Produkte, Aufträge, Kostenstellen
  30. 30bei EinproduktbetriebEinzelkosten = variable Kosten, Gemeinkosten = fixe Kosten
  31. 31bei Mehrproduktbetriebfixe und variable Einzelkosten, fixe und variable Gemeinkosten
    → fixe Einzelkosten = Kostenstellenleitergehalt
    → variable Einzelkosten = Verbrauch an fremdbezogenen Fertigteilen
    → fixe Gemeinkosten = Versicherungen
    → variable Gemeinkosten = unechte Gemeinkosten
    • wichtiges Unterscheidungskriterium für Kostenträgerrechnung (Wofür sind Kosten angefallen?)
    und Kostenstellenrechnung (Wo sind die Kosten angefallen?)
  32. 32Entscheidungsabhängigkeit von Kosten: Relevante und irrelevante Kosten• je nach Entscheidungssituation relevante oder irrelevante Kosten
    → irrelevante Kosten = entscheidungsunabhängig (Sunk Costs = nicht mehr rückgängig machbar)
    → relevante Kosten = durch Entscheidung für eine Handlungsalternative veränderbar
    • Beispiel Entscheidungssituation: Soll Vorstand mit vorhandenem Jet fliegen?
    → Kosten der Jetanschaffung = irrelevante Kosten, da Jet schon im Besitz
    → nutzungsabhängige/veränderbare Kosten wie Flugbenzin oder alternatives Linienflugticket
    = relevante Kosten
  33. 33Lineare KostenfunktionK= K F + Kv • x
    x= Anzahl der Menge

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Descripción
Karteikarten zur Vorlesung von Schulte, 1. Semester
Creado por
Anjay
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